Das Besondere im Blick
Das Besondere im Blick
Sie sind Räume mit einer ganz besonderen Aura, erzählen Geschichten vom Glauben und Leben der Menschen und bieten reizvolle Fotomotive. Die 51 Simultankirchen in der Region zwischen Weiden und Sulzbach-Rosenberg sind ein ganz besonderer kultureller Schatz. Ein Foto-Wettbewerb rückt sie nun in den Mittelpunkt.
Motto des Wettbewerbs
Er steht unter dem Motto „Das Miteinander im Blick – die Simultankirchen in der Oberpfalz“. Veranstalter ist das Evangelische Bildungswerk Oberpfalz (EBW) in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung und dem Förderverein Simultankirchen in der Oberpfalz.
Blick für das Außergewöhnliche
Sie laden alle Fotografie-Begeisterten ein, die Simultankirchen mit ihrer Architektur und dem Leben rund um den Kirchturm abzulichten. Was dabei zählt ist der Blick für das Besondere: ungewöhnliche Sichtweisen auf Details bei der Ausstattung, Lichtstimmungen oder Spuren, die von der gemeinsamen Geschichte von Protestanten und Katholiken in dem Gotteshaus erzählen.
Teilnahmebedingungen
Mitmachen können alle, die gerne fotografieren und ihre Bilder bis zum 12. Juli 2021 beim EBW einreichen. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Übersicht und weitere Informationen zu den Simultankirchen in der Oberpfalz gibt es auf der Website des Simultankirchen-Radweges (Interaktive Karte und Routeninfos) unter www.simultankirchenradweg.de.
Die schönsten Bilder werden ab Oktober im Rahmen einer Ausstellung in der Simultankirche des Jahres in Floß gezeigt. Danach wandert die Ausstellung durch weitere Orte in der Oberpfalz. Weitere Infos und die Teilnahmebedingungen unter www.ebw-oberpfalz.de.
Geschichte der Kirche
Die Simultankirchen in der Oberpfalz nutzte man ab Mitte des 17. Jahrhunderts von evangelischen und katholischen Christen gemeinsam – zum Teil bis heute. Rund fünfzig dieser Gotteshäuser gibt es in der Region zwischen Sulzbach-Rosenberg und Weiden. Ein ganz besonderer kultureller Schatz!
Pfalzgraf Christian August von Sulzbach hatte das Simultaneum 1652 in seinem Herrschaftsgebiet eingeführt. Er wollte die Gläubigen einander näher bringen und künftige Religionskriege verhindern. Eine geradezu revolutionäre Entscheidung. Das Zusammenleben in diesen „Kirchen-WGs“ war in früheren Zeiten oft schwierig.
Viele der Simultaneen lösten sich Anfang des 20. Jahrhunderts auf. Doch heute sind die Gotteshäuser wunderbare Zeichen für religiöse Toleranz und durch den Simultankirchen-Radweg miteinander verbunden.
Der Foto-Wettbewerb soll dazu beitragen, das Erbe des Simultaneums lebendig zu erhalten und Freunde für die Simultankirchen zu finden. Weitere Informationen zu den Simultankirchen unter www.simultankirchenradweg.de und www.facebook.com/simultankirchenradweg/.


