VR Nopf
VR Nopf

Das neue Stück der Katholischen Theatergruppe befasst sich KI und einem Minister im Doppelpack

Grafenwöhr. Irrungen und Wirrungen gab es bei den Stücken der Katholischen Theatergruppe immer. Beim Stück: "Minister im Quadrat", über das 1400 Zuschauer gelacht haben, wurden diese durch einen "Computer-Minister" verstärkt.

Das neue Stück der Katholischen Theatergruppe befasst sich KI und einem Minister im Doppelpack

Mit dem neuesten Stück: „Minister im Quadrat“ landete die Katholischen Theatergruppe Grafenwöhr wieder einen Volltreffer. 1400 Besucher konnten herzhaft über die Komödie von Wolfgang Bräutigam lachen. Foto: Renate Gradl

Zum Inhalt: Bei Minister Bernd Irrgang (Wolfgang Bräutigam) jagt ein Termin den nächsten. Sein (fiktives) Ministerium für Digitales und KI mit Sitz in München hat seit der Coronakrise die Lieferschwierigkeiten bei Computerchips an der Backe. Die Lösung des Problems wurde zur Ministersache erklärt.

Der Scheich und seine Assistentin

Die Firma Arabian Digital, ein Chiphersteller aus Dubai, verspricht zeitnahe Lieferung. Scheich Rashid al Hamid (Thomas Rahn) wurde durch die Partei der Grünen vermittelt. Dies wird hingenommen, um zeitnah an Chips zu kommen. Der Scheich wird von seiner Assistentin Jutta Schubert (Kerstin Buber) begleitet.

Bernd und Berny

Der persönliche Referent des Ministers, Klaus Meier (Florian Danninger), versucht zusammen mit Chefsekretärin Mandy (Lisa-Marie Specht) und Praktikantin Nicole (Katja Baarfüßer) die Termine des Chefs zu koordinieren. Dabei sind kurzfristige Planänderungen an der Tagesordnung. Deshalb hat Klaus bei der chinesischen Firma Wuhan Robots über TEMU einen humanoiden Roboter bestellt. Dieser auf Berny getaufte Doppelgänger ist relativ einfach mittels einer Steuerung zu bedienen. Wenn Berny Termine von Bernd übernimmt, hat dieser mehr Zeit für seine privaten Anliegen. Unterscheiden wollen sie die beiden mit unterschiedlichen Krawattenfarben. Berny wurde mit einer blauen bestellt, weil der Minister immer rote trägt.

Der Geheimraum

Die Verhandlungen mit dem Scheich fallen ausgerechnet auf den Abend, den die Verantwortlichen des Ministerbüros für die Feier des Hochzeitstages reserviert haben. Und dann taucht auch noch eine Silvia (Jennifer Plößner) auf, die eine Liebschaft mit dem Chef haben will. Seine Entscheidung, sein Büro um einen durch den Schrank/durch eine Wandtür erreichbaren, ganz privaten Geheimraum zu erweitern, wird dabei von Gerdas Schulfreund Franz (Manuel Ertl), der zufällig die Umbauarbeiten gemacht hat, als Liebesspielzimmer gedeutet.

Der Frauenversteher

Berny mimt den Minister fachlich versiert und ist viel netter als Bernd. Da man Krawatten auch ablegen kann, haben die Angestellten arge Schwierigkeiten, die beiden unterscheiden zu können. Berny entpuppt sich auch als Frauenversteher erster Güte, was Frau Gerda (Karin Steuber) natürlich gefällt.

Gibt es einen Rücktritt?

Die kurzfristige Vertretungsputzfrau Aische (Silke Kraus) durchsucht lieber die Räume, als zu putzen. Sie kommt, wie auch Jutta und der Roboter-Scheich, im Auftrag der Opposition von der Firma „Alles ist möglich“ auf der Suche nach Fakten, um den Minister zum Rücktritt zwingen zu können. Kompromittierende Bilder sind natürlich auch schnell gemacht…

VGN Nürnberg Phase 2
VGN Nürnberg Phase 2

Überragende Leistung der Laien-Schauspieler und des Autors

Die Laien-Schauspieler samt Autor Wolfgang Bräutigam haben sich wieder einmal selbst übertroffen. Über seine Komödie sagte er selbst, dass „KI zwar vieles kann, aber Menschen im Chaos immer noch unschlagbar sind.“