BIAP-Abschlusssymposium betont erfolgreiche Pflegeintegration in Weiherhammer

BIAP-Abschlusssymposium betont erfolgreiche Pflegeintegration in Weiherhammer
Mit dem BIAP-Abschlusssymposium im Future Lab der LUCE Stiftung fand am 28. Juli die zweijährige Projektarbeit zur betrieblichen Integration ausländischer Pflegekräfte ihren feierlichen Abschluss. Rund 60 Gäste, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Pflegeeinrichtungen, Wissenschaft, Behörden, Politik sowie zahlreiche Projektbeteiligte, nahmen an der Veranstaltung teil.
Förderung und Grußworte
Die im Rahmen des Symposiums präsentierten vier Projekte wurden durch den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+), das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS) sowie die Europäische Union gefördert. Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßte Severin Hirmer, Vorstandsvorsitzender der LUCE Stiftung, die Gäste. Anschließend richtete Stefan Schmon, Leiter der Verwaltungsbehörde ESF in Bayern, ein Grußwort an die Teilnehmenden. Er betonte die Bedeutung der Projekte für die Gewinnung von Fachkräften und die nachhaltige Integration internationaler Pflegekräfte. Im Anschluss wandte sich die Bayerische Staatsministerin Ulrike Scharf per Videobotschaft an die Gäste und würdigte das Engagement aller Projektbeteiligten sowie den Beitrag der Projekte zur Stärkung der Pflege in Bayern. Durch das Programm führte Carina Adam, zuständig für internationale Bildung bei der LUCE Stiftung, die die einzelnen Programmpunkte moderierte und die Gäste durch den Tag begleitete.
Keynote der Hochschule Hof
Die Keynote von Prof. Matthias Drossel und Ralloù Moutafis von der Hochschule Hof zum Thema „Integration ist keine Einbahnstraße – Wissenstransfer von der Hochschule in die Praxis“ verdeutlichte, wie wichtig die enge Verzahnung von Wissenschaft und beruflicher Praxis für nachhaltige Integrationsprozesse ist.
Im Mittelpunkt des Symposiums standen die Präsentationen der beteiligten Projekte. Vorgestellt wurden die Ergebnisse aus BIAP – Betriebliche Integration ausländischer Pflegekräfte der LUCE Stiftung mit einem Einblick in das simulationsbasierte Lernen bei den Bamberger Akademien, InaP 2.0 der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt, Arche TWI aus Eggolsheim in Oberfranken sowie INsTeam der Technischen Hochschule Deggendorf. Die Referierenden gaben Einblicke in ihre Konzepte, berichteten über Erfahrungen aus der Praxis und zeigten auf, welche Maßnahmen sich für die Integration internationaler Pflegekräfte besonders bewährt haben.
Austausch und Vernetzung im Fokus
Neben den Fachvorträgen und Projektpräsentationen bot das Abschlusssymposium zahlreiche Gelegenheiten für den persönlichen Austausch. Besonders in der Mittagspause wurden die Gespräche vertieft: Die Teilnehmenden kamen mit den Menschen hinter den vorgestellten Projekten ins Gespräch, tauschten Erfahrungen aus und knüpften neue Kontakte. Ergänzend informierten Unternehmen und Institutionen aus dem Gesundheitsbereich an ihren Infoständen über ihre Angebote und brachten weitere Perspektiven in die Diskussion ein. Mit dabei waren unter anderem die AOK Weiden und der „Care Table“. In vielen Gesprächen wurde deutlich, welchen hohen Stellenwert die Vernetzung für die Gäste hatte. Das Symposium schuf einen Raum, in dem nicht nur Wissen geteilt, sondern auch Beziehungen aufgebaut und neue Kooperationen angestoßen wurden – ganz im Sinne der LUCE Stiftung, die den Austausch zwischen engagierten Akteuren fördert.
Den Abschluss bildeten eine kritische Würdigung der vorgestellten Projektergebnisse sowie ein Ausblick auf die Verstetigung erfolgreicher Ansätze. Dr. David Rester, BIAP-Projektleiter bei LUCE, zeigte Perspektiven auf, wie die gewonnenen Erkenntnisse auch künftig in die Praxis übertragen und weiterentwickelt werden können: „Es bestärkt uns, dass unsere Ansätze verstetigt werden und damit einen Beitrag zur Entspannung in diesem wichtigen Bereich der Pflege leisten können.“
Bedeutung für die Fachkräftegewinnung
Das Symposium machte deutlich, dass erfolgreiche Integration weit über die fachliche Qualifizierung hinausgeht. Entscheidend sind praxisnahe Bildungsangebote, interkulturelles Verständnis und eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure. Die vorgestellten Projekte haben hierfür wertvolle Impulse geliefert und bilden eine wichtige Grundlage für die zukünftige Fachkräftegewinnung und -bindung in der Pflege.
Info: Projekte im Überblick
INFO: Im Rahmen der ESF+-Förderung wurden mehrere Projekte entwickelt, die unterschiedliche Aspekte der Integration internationaler Pflegekräfte in den Fokus stellen:
BIAP – Betriebliche Integration ausländischer Pflegekräfte. LUCE Stiftung und Hochschule für angewandte Wissenschaften Hof.
InaP 2.0 – Integration ausländischer Pflegefachpersonen. Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt.
Arche TWI. Arche Teach and Work International gGmbH Würzburg.
INsTeam. Technische Hochschule Deggendorf.
Gefördert durch: Die Projekte wurden im Rahmen des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) durch die Europäische Union sowie das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.
Details zu BIAP
Im Projekt „BIAP – Betriebliche Integration ausländischer Pflegekräfte“ der Lars und Christian Engel Stiftung (LUCE) in Weiherhammer werden in Zusammenarbeit mit der Hochschule Hof seit Herbst 2024 Bildungsangebote für Mitarbeitende in der Pflege durchgeführt und vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales sowie der EU (ESF+-Programm) gefördert. Die Kurse adressieren sowohl ausländische als auch deutsche Mitarbeitende und sind bis zum Ende der Projektlaufzeit Ende August 2026 kostenfrei. Die Bildungsangebote entstanden aus dem Projekt Agil leben im Alter (ALIA) sowie der Abteilung Internationale Bildung am Überbetrieblichen Bildungszentrum in Ostbayern GmbH (ÜBZO) heraus.
Das Modellprojekt Agil leben im Alter (ALIA) der LUCE Stiftung vereint verschiedene sozialraumorientierte Maßnahmen rund um Sorge und Pflege für die Etablierung sorgender Gemeinden, vorwiegend in ländlichen Regionen. Als Innovations- und Verantwortungspartnerschaft wird ALIA in Kooperation mit dem Verein zur Förderung der Seelischen Gesundheit im Alter e. V. (SEGA) sowie mit der Modellgemeinde Weiherhammer und in Transferkommunen und Transferprojekten realisiert.
Zur LUCE Stiftung: Die Lars und Christian Engel (LUCE) Stiftung wurde vor zehn Jahren 2016 mit dem Ziel gegründet, Zukunft für die Menschen in der Oberpfalz zu gestalten. Als Wissensarchitekten vernetzt die Stiftung Partner aus Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft, fördert Bildung und Forschung und schafft Räume, in denen Ideen entstehen und wachsen können. Zwei operative Bereiche setzen diesen Auftrag in der Praxis um: Das ÜBZO (Überbetriebliches Bildungszentrum in Ostbayern) mit Sitz in Weiherhammer ist ein zertifizierter Bildungsträger für berufliche Erstausbildung, Berufsorientierung und internationale Bildungswege. C4TRENDS ist auf betriebliche Weiterbildung sowie Lerninnovation spezialisiert und entwickelt Lernlösungen, die digitale, analoge und multimediale Formate verbinden. Gemeinsam decken die drei Einheiten den Bogen von der Berufsausbildung bis zur Qualifizierung erfahrener Fachkräfte ab. Mehr als 60 Personen sind auf dem Fundament der LUCE Stiftung für den überbetrieblichen Stiftungszweck tätig.
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