Den werd ma scha katholisch macha

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Oberpfalz und Bayern: Hintergrund der Geschichte
Die Abstammung dieser in der Überschrift stehenden Androhung wird im Laufe dieser Kolumne erklärt. Nachdem ja Mitte August dieses Jahres erläutert wurde, dass die Oberpfalz seit 1628 zu Bayern gehört und auch darin die Abstammung der Oberpfälzer erläutert wurde, folgt nun der zweite Teil der Geschichte.

Wurzeln der Oberpfalz zwischen Sorben und Bayern
Nordoberpfalz. Zum Jubiläum 400 Jahre Oberpfalz in Bayern starten wir eine Serie. In Teil eins beleuchten wir die späte Besiedlung, sorbische Wurzeln und wie zwei Stunden einst das Schicksal der Region bestimmten.
Schicksalstag 8. November 1620: Schlacht am Weißen Berg
Der eigentliche Schicksalstag für die Oberpfalz war der 8. November 1620. An diesem Tag fand die erste große militärische Auseinandersetzung im Dreißigjährigen Krieg statt. Diese war am sogenannten „Weißen Berg“ östlich von Prag. Da standen sich zum einen die Katholische Liga unter Herzog Maximilian von Bayern, dem Graf von Tilly und dem Graf Buquoy, und zum anderen das Heer der protestantischen Liga unter König Friedrich V. gegenüber. Absolut ungleiche Truppenstärken (etwa 39.000 Katholiken gegen circa 17.000 Protestanten) beendeten diese Auseinandersetzung bereits nach ein bis zwei Stunden mit großen Verlusten auf der protestantischen Seite. Der böhmische König Friedrich V. musste trotz seiner erst vor Kurzem erfolgten Krönung fliehen und abdanken. Daher auch der Begriff „Winterkönig“, da er nur einen Winter lang König war.
Von 1620 bis 1628: Übergang der Oberpfalz an Bayern
Zwischen 1620 und 1628 liegen ja acht Jahre. Bedingt durch Unruhen während des Dreißigjährigen Krieges kam es erst im Jahre 1628 dazu, dass Kaiser Ferdinand II. dem Herzog Maximilian von Bayern das Gebiet der Oberpfalz als Lohn für den erbrachten Sieg und quasi als Bezahlung für dessen Auslagen zugesprochen wurde. Bereits 1623 wurde Herzog Maximilian in den Stand eines Kurfürsten erhoben.
Rekatholisierung unter Kurfürst Maximilian
Nachdem Kurfürst Maximilian die Oberpfalz geschenkt bekam, machte er sich sofort auf den Weg, sie zu reformieren. Denn die Bevölkerung der Oberpfalz war bereits zu großen Teilen zum protestantischen Glauben übergetreten. Kurfürst Maximilian sagte: „Wenn ich katholisch bin, dann haben dies meine Untertanen auch zu sein!“ Und er befahl seinen Untergebenen, dafür zu sorgen, dass die Oberpfalz wieder katholisch wird.
Diese Rekatholisierung fand jedoch auf recht brutale Weise statt. Man gab dem Betreffenden klar zu erkennen, dass er entweder dieses Land sofort zu verlassen habe, wenn er sich nicht zum katholischen Glauben bekennt, oder er um sein Leben fürchten musste. Und das war leider keine leere Drohung.
Verweigerer wurden tatsächlich zum Teil recht grausam mitsamt der dazugehörigen Familie ermordet. Daher auch der Spruch von der Überschrift dieses Berichts. Dieser Spruch stammt aus der Zeit.
Am Ende dieser Ausführungen möchte ich sagen, dass ich gerne in meiner wunderschönen Heimat mit ihren Teichen und Seen, mit ihren Hügeln und ihren Feldern lebe. Es gäbe da noch viel zu berichten, wie unsere Väter sich dieses Land im Schweiße ihres Angesichts erarbeiten mussten. Vergessen wir das nie!
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