Der Jamaram Style erobert den Schafferhof
Der Jamaram Style erobert den Schafferhof
„26 Jahre musste es dauern, bis wir erstmals in den Schafferhof kamen“, stellte Gründungsmitglied der Münchener Band „Jamaram“, Gitarrist und Sänger Sam „Danger“ Hopf, gegenüber Schafferhofwirt Reinhard „Kitty“ Fütterer nach dem Konzert am Freitagabend fest. Der Wanderzirkus in Sachen Reggae & Dub hatte zuvor fast 2 Stunden lang ohne Pause mit seiner ersten Show im neuen Jahr das Publikum in der ausverkauften Tenne restlos mitgerissen.
Dass er sich bei der Begrüßung in Windischeschenbach im Bayerischen Wald wähnte, möge ihm verziehen sein. „Arunga“ steht für unbändige Lebensfreude und die brachten die acht Musiker mit ihrem eigenständigen, tanzbaren Sound, der sich jeder musikalischen Schublade entzieht, ihrem Publikum intensiv und beeindruckend rüber. Sie verbreiteten von Beginn an gute Laune und präsentierten diese ebenso in ihrer Musik. Nicht dabei war Sänger und Bandmitgründer Tom Lugo. Er macht Pause, wenn die Band mit ihrem langjährigen Weggefährten, dem deutschen Reggae-Musiker Jahcoustix (Dominik Haas) auf Tour geht.
Unvergleichbarer Mix verschiedener Musikrichtungen
„Jamaram kommt vom Jammen und hat etwas mit unserer Liebe für spontane, schnelle Musik zu tun“, formulierte es einmal Drummer und Schauspieler Max „Murxen“ Alberti. Heraus kam dabei ein abwechslungsreicher und unvergleichbarer Mix aus Reggae, Ska, Latin und Funk und vielen anderen Einflüssen, ihr ganz eigener „Jamaram Stylee“. Der ging dem Schafferhof-Publikum massiv in Kopf und Beine, von dem ließ es sich von Beginn an treiben und mitgrooven.
Klare Haltung für Frieden
Alberti, Hopf, Lionel Wharton (Keyboards/Vocals), Daniel Noske (Trompete/Backing Vocals), Giovanni Pecorini (Saxophon/Backing Vocals), Benni Beblo (Bass), Nik Thäle (Percussion) und Jahcoustix verbreiten nicht nur gute Laune. Sie zeigen auch klare Haltung für Frieden, Weltoffenheit und Respekt. Sie positionieren sich gegen Krieg, Intoleranz, Ausgrenzung und Abschottung und leben soziales Engagement. Alberti bat deshalb die Zuhörer, „Sea Eye“ zu unterstützen und stellte dafür eine Spendenbox auf. „Sea Eye“ rettet Flüchtlinge im Mittelmeer aus Seenot. Die Band hat bei ihren Auftritten seit 2022 bisher fast 36.000 Euro gesammelt.
Ihre Einstellung machen sie auch in ihren Stücken wie dem neuen Song „Eat your money“ deutlich, der auf ihrem neuen Album „Welcome to Arunga“ nicht fehlen wird. Fehlen durften natürlich auch nicht Jamaram-Klassiker wie „Lei La Lei“ oder „Oh my Gosh“. Nur hin und wieder nahmen sie den Fuß vom musikalischen Gaspedal und streuten die eine oder andere ruhigere Ballade ein. Nach zwei Zugaben war sich das Publikum einig: Es war ein klasse Konzert und hoffentlich nicht das letzte Gastspiel der Band im Schafferhof.






