Baustellenführungen locken über 100 Besucher in Waidhaus

Baustellenführungen locken über 100 Besucher in Waidhaus
Tag der Städtebauförderung: Erfolg von A bis Z. Die Baustellenführungen stoßen auf große Resonanz. Weit über 100 Leute haben sich über das Projekt „Revitalisierung Hauptstraße 17“ informiert.
Baustellenführungen und Rahmenprogramm begeistern in Waidhaus
„Ein Tag voller Erlebnisse für die ganze Familie!“ Den hatte der Markt Waidhaus mit Bürgermeister Markus Bauriedl an der Spitze für den Samstag, 9. Mai, angekündigt und nicht zu viel versprochen. Sowohl die Informationen zum Projekt „Revitalisierung Hauptstraße 17“ als auch das umfangreiche Rahmenprogramm haben die vielen Besucher auf der ganzen Linie begeistert.
Die Freude stand bereits bei der ersten Baustellenführung dem Bürgermeister ins Gesicht geschrieben, als er vielen Neugierigen gegenüberstand. Dabei bezeichnete er die Städtebauförderung als „weit mehr als nur ein Förderprogramm“, nämlich als „große Chance für Gemeinden wie Waidhaus“. Schließlich trage sie zur Belebung von Ortskernen bei und helfe, Gebäude neu zu nutzen sowie die Heimat attraktiv und lebenswert zu gestalten.
Geschichte und Bedeutung von Hauptstraße 17
Und so steht für ihn das Projekt beispielhaft für: „Wo früher Leer- und Stillstand gedroht haben, entsteht nun Schritt für Schritt neues Leben.“ Schließlich sollen im Herzen des Marktes neue Möglichkeiten für Begegnung, Gemeinschaft und Entwicklung geschaffen werden.
Geschichte lebt und kann spannend sein. Das verdeutlichte Andreas Ringholz, als er bei der Ortsgeschichte einen Bogen vom zehnten Jahrhundert über den Dreißigjährigen Krieg bis in die aktuelle Zeit spannte. „Während der Einfälle der Hussiten im 15. Jahrhundert wurde der Ort dreimal abgebrannt“, erinnerte der Ortsheimatpfleger und Vorsitzende des Heimatkundlichen Arbeitskreises. Zur Sprache kamen auch weitere Brandkatastrophen, darunter 1782, 1853 und 1868.
Architektur, Denkmalschutz und künftige Nutzung
Das Gebäude „Hauptstraße 17“ hatte laut Ringholz den früheren Namen „Der Untere Zwickn“ und war auf Bildern und Postkarten um 1900/1910 in der heute noch vorhandenen Optik zu erkennen. „Es handelt sich um ein zweistöckiges Traufseitenhaus mit Stuck- und Zierelementen“, wies der Ortsheimatpfleger hin, ebenso unter anderem auf die Hofeinfahrt mit großem Holztor und Rundbogen. 1980 sei es in die Denkmalliste aufgenommen worden.
In den Informationen eingeschlossen waren auch die früher vorhandenen Gastwirtschaften und Geschäfte. „Auch in diesem Haus war in den 1960er- und 1970er-Jahren ein Gemischtwarenladen eingerichtet“, sagte Ringholz und war überzeugt, dass Waidhaus mit der Sanierung des Gebäudes ein absolutes Schmuckstück mit einer sinnvollen Nutzung bekommen werde.
Baustellenführungen mit Architektenteam und Angebote für Familien
Architekt Julius Schönberger und Jessica Hopp von der Schönberger Architekten- und Ingenieursgesellschaft mbH hatten bei den Führungen durch die Baustelle aufmerksame Zuhörer – darunter waren bei einer eigenen Aktion auch viele Kinder – und erläuterten das umfangreiche Projekt mit Wohnungen, Bücherei und Tagespflege. In dieser könnten 23 Personen betreut werden.
Auch das Rahmenprogramm hatte es in sich. Wertvolle Informationen gab es am Stand der EURO plus Senioren GmbH, und auch bei der Pflanzentauschbörse der Siedlergemeinschaft herrschte reges Treiben. Das galt auch für die Kinder bei der Schatzsuche oder beim Eintopfen von Hauswurzen.
Flohmarkt, Kulinarik und Musik runden den Tag ab
Die Mädchen und Jungen waren auch mit Begeisterung beim Flohmarkt für Bücher und Spiele dabei. Außerdem gab es beim Elternbeirat der Grundschule Kaffee und Kuchen sowie bei der Waidhauser Jugendfeuerwehr Bratwürste und Getränke. Viel Beifall erhielten auch „Die Bruckhofer“ für ihre musikalischen Beiträge.
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