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Heimatverein verbindet Literatur und Zeitgeschichte in Eschenbach

Eschenbach. Der Heimatverein Eschenbach lädt im Frühjahr 2026 zu zwei Vorträgen und einer Ausstellung im Museum Beim Taubnschuster. Themen reichen von Wolfram von Eschenbach bis zur kritischen Rolle des Reichsarbeitsdienstes.

Eschenbach. Der Heimatverein Eschenbach lädt im Frühjahr 2026 zu zwei Vorträgen und einer Ausstellung im Museum Beim Taubnschuster. Themen reichen von Wolfram von Eschenbach bis zur kritischen Rolle des Reichsarbeitsdienstes.
Foto: Heimatverein Eschenbach

Heimatverein verbindet Literatur und Zeitgeschichte in Eschenbach

Gastbeitrag von: Gregor Forster

Der Heimatverein Eschenbach setzt im Frühjahr 2026 mehrere kulturhistorische Schwerpunkte und lädt zu zwei hochkarätigen Vorträgen sowie zur Eröffnung einer neuen Sonderausstellung ins Museum Beim Taubnschuster ein.

Vortrag zu Wolfram von Eschenbach

Den Auftakt bildet am Mittwoch, 18. März 2026, um 18.30 Uhr der Vortrag „Wolfram und sein Eschenbach – Ein Dichterleben zwischen Literatur und Legende“. Referentin ist Prof. Dr. Cordula Kropik von der Universität Bayreuth. Im Mittelpunkt steht das Leben und Werk von Wolfram von Eschenbach, einem der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter des Mittelalters.

Der Vortrag steht zugleich im Zusammenhang mit einer in Kooperation mit der Volkshochschule angebotenen Fahrt nach Wolframs-Eschenbach am 16. Mai 2026. Interessierte können sich hierfür weiterhin anmelden. Eine Buchung ist direkt bei der Volkshochschule möglich.

Neue Ausstellung: „Barackenleben – Reichsarbeitsdienst- und Flüchtlingslager Eschenbach“

Am 16. April 2026 eröffnet der Heimatverein die neue Sonderausstellung „Barackenleben – Reichsarbeitsdienst- und Flüchtlingslager Eschenbach“, die bis 25. Oktober 2026 zu sehen ist. Geöffnet ist sie sonntags von 14 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung.

Im Mittelpunkt steht das Arbeitslager des Reichsarbeitsdienstes der weiblichen Jugend in Eschenbach. Gezeigt werden originale Bauteile aus der damaligen Baracke sowie weitere zeitgeschichtliche Exponate. Die Ausstellung ordnet das Lager kritisch historisch ein und beleuchtet die ideologischen Hintergründe des Reichsarbeitsdienstes.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Nachnutzung des Geländes nach 1945. In der unmittelbaren Nachkriegszeit dienten die Baracken als Unterkunft für Displaced Persons, also Menschen, die infolge von Krieg und Verfolgung ihre Heimat verloren hatten. Auch dieser Teil der Ortsgeschichte wird dokumentiert und historisch eingeordnet.

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Weiterer Vortrag im Mai

Passend zur Ausstellung folgt am Mittwoch, 6. Mai 2026, um 19 Uhr der Vortrag „Der Spaten im Fokus – Der Reichsarbeitsdienst auf den Reichsparteitagen“. Referentin ist Dr. Astrid Betz, Kuratorin des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände Nürnberg. Sie beleuchtet die propagandistische Inszenierung des Reichsarbeitsdienstes im nationalsozialistischen Staat und ordnet dessen symbolische Bedeutung ein.

Mit diesen Veranstaltungen verbindet der Heimatverein Eschenbach literarische Tradition und kritische Zeitgeschichte und lädt alle Interessierten ein, sich mit unterschiedlichen Facetten der Ortsgeschichte auseinanderzusetzen.