Jubiläumsklänge begeistern in Waidhaus

Jubiläumsklänge begeistern in Waidhaus
„Unser Verein ist eine große Gemeinschaft.“ Mit dieser Feststellung traf Simone Dietl den Nagel auf den Kopf. Der Musikverein Waidhaus hat am Samstag, 25. Juli, eine grandiose Abschlussveranstaltung im Rahmen des 40-jährigen Gründungsjubiläums hingelegt und in jeder Hinsicht begeistert.
Unter anderem strahlte Bürgermeister Markus Bauriedl, der selbst zu den musikalischen Akteuren zählte, über das ganze Gesicht. „Man sieht, dass bei uns in Waidhaus die Musik daheim ist“, sagte er, auch im Hinblick auf die vielen Besucher.
Großer Andrang bei der Musikmesse
Diese nahmen bereits nach der offiziellen Eröffnung um 10 Uhr das Angebot zur „Musikmesse“ an. Die Stände der zahlreichen Aussteller, darunter der Nordbayerische Musikbund, waren gut besucht, und die Experten nahmen sich gerne Zeit, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen und sie über die vielfältigen Angebote zu informieren.
„Finest brass instruments since 1948“ hieß es etwa an einem Stand. Natürlich standen Blasinstrumente ganz oben in der reichhaltigen Angebotsskala. Und wer wollte, konnte auch gerne auf einer Trompete oder einem Baritonhorn spielen. Das galt auch für die Akkordeons oder steirischen Harmonikas, ebenso bei den Anbietern für Gitarren. Auch Alphörner stießen auf große Aufmerksamkeit.
Blasmusik und traditionelle Klänge begeistern
Gestärkt mit Kaffee und Kuchen oder Weißwurst mit Breze ging es natürlich musikalisch in die Vollen. „Kannst du Knödel kochen?“ Mit dem von Ernst Mosch und seinen Original Egerländer Musikanten bekannten Lied stimmte die Gruppe „Atemnot“ des Musikvereins so langsam auf Mittag ein und erhielt viel Beifall, darunter mit der Polka „Ich hab’ dich gerne“ oder dem „Lubomir-Marsch“.
Das Vereinsorchester des Jubelvereins unter der Leitung von Hermann Mack war ebenso in Topform und begeisterte mit böhmischer und bayerischer Blasmusik. Das galt nach der Mittagspause auch für „D’Woihauser Straßenmusikanten“ um Dieter Hanauer. Nicht fehlen durften neben dem „Bradatsch-Walzer“ auch originelle und legendäre Lieder wie „Ale Muschi taky wöi“ oder „In da Binsenlouh“.
Sommerliche Songs mit der Damen-Big-Band
Swing war bei der Damen-Big-Band angesagt. Bei dem herrlichen Wetter passten Songs wie „Summernight-Rock“ oder der Evergreen „Summer Wine“ von Nancy Sinatra und Lee Hazlewood wie die Faust aufs Auge und animierten zum Mitsingen.
Abwechslungsreiche Ensembles auf der Bühne
Das galt auch beim Auftritt von „Bockl-Blech“. Die fünf Musiker sind längst Garanten für anspruchsvolle Musik aus Bayern, Böhmen und der Alpenregion. Unter ihrem Motto „Mit Volldampf voraus“ gaben sie schwungvolle Polkas, etwa die „Gablonzer Perlen“, und einfühlsame Walzer zum Besten.
Etwas ruhiger ging es bei den „Ukulelas“ um Wolfgang Schieder zu. Aufmerksam hörten die Gäste bei dem von Freddy Quinn bekannten „Aloha Oe“ zu. „Here Comes the Sun“ war unter anderem eine Hommage an die „Beatles“. Dazu kamen Schlager aus den 1970er-Jahren mit dem Abschlusslied „Servus, pfüat Gott und auf Wiederseh‘n“.
OWB-Revival entfacht Comeback-Wunsch
Gibt es eventuell ein Comeback? Der Auftritt der „OWB-Revival“ stärkte jedenfalls den Wunsch, die 2019 aufgelöste „Original Waidhauser Blasmusik“ wieder ins Leben zu rufen. Als hätten sie nie aufgehört, präsentierte sich die Kapelle um Hermann Mack in Topform und glänzte mit Blasmusik vom Feinsten. Beispiele waren neben dem „Egerländer Musikantenmarsch“ die „Amsel-Polka“, „Mondschein an der Eger“, die „Böhmische Liebe“ oder „Gute Nacht“. „Man soll ja niemals ‚nie‘ sagen“, meinte etwa Markus Bauriedl, selbst einer der Musiker in puncto Wiederauflage.
Gemeinschaftschor und Rahmenprogramm begeistern
„Aktive, ehemalige oder reaktivierte Musikerinnen und Musiker“ kündigte Simone Dietl für den Auftritt des „Gemeinschaftschors“ an. Das Ensemble unter der Leitung von Hermann Mack machte ebenfalls deutlich, dass man das Musikspielen nicht verlernt. Der reichhaltige Beifall zeigte es.
Das vom Musikverein angebotene Rahmenprogramm konnte sich ebenfalls sehen lassen. So legten die Tanzgruppen „Wild Chixx“ und „Dance Spurprise“ Auftritte der Extraklasse hin. Die jüngsten Gäste hatten ihren Spaß in der Hüpfburg oder beim Kinderschminken.
Krönender Abschluss mit Oberkrainer-Sound und Feuershow
„Tanzlmuse“ angesagt war es beim Gastspiel der „Rüscherl-Muse“. Vor allem mit Oberkrainer-Sound im Stile von Slavko Avsenik, darunter das berühmte „Trompeten-Echo“, setzte schließlich „Power Hoch 5“ den musikalischen Schlussakkord. Die Feuershow der Gruppe „Public Surprise“ des Waidhauser Faschingsvereins setzte der Veranstaltung schließlich um Mitternacht die Krone auf.
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