Junge Talente glänzen beim Violinklassenabend in Weiden

Junge Talente glänzen beim Violinklassenabend in Weiden
Mit leuchtenden Augen und geübtem Bogen präsentierten sich fünf junge Geigerinnen und Geiger beim Klassenabend der Violinklasse von Henry Cain. Unter dem Motto „Klein, aber fein“ verwandelte sich der Saal in einen Ort voller Musik, Konzentration und Freude. In fast schon kammermusikalischer Atmosphäre bewiesen die Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll, wie viel Ausdruckskraft auch in kleinen Formaten stecken kann.
Junge Talente begeistern beim Klassenabend der Violinklasse
Sarah Domanowsky eröffnete den Abend mit „Long Long Ago“, einem Klassiker aus der Suzuki-Methode. Ihr klarer Ton und ihr sicherer Rhythmus machten das Stück zur liebevollen Einladung ins Programm. Es folgte Greta Weidner mit dem „Hampelmann“ von Egon Saßmannshaus, den sie lebhaft und mit sichtbarer Spielfreude gestaltete.
Mit dem „Menuett in G-Dur“ von Beethoven zeigte Annelie Schieder ein feines Gespür für musikalische Linien. Klangfarben und Dynamik setzte sie wohlüberlegt ein – ein Ausflug in die Welt der Wiener Klassik, der das Publikum mitnahm. Benedikt Hanauer wiederum brachte Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“ zum Leuchten. Locker und zugleich präzise gelang es ihm, die tänzerische Eleganz der berühmten Melodie einzufangen.
Von Beethoven bis Mozart: Vielfalt der Klassik im Fokus
Der krönende Abschluss kam mit Wucht und Feinschliff zugleich: Nicoletta Isaak wagte sich an den Prestosatz aus der g-Moll-Sonate von Johann Sebastian Bach und meisterte ihn mit bemerkenswerter Technik und innerer Ruhe. Ihr Vortrag war kraftvoll, souverän, ausdrucksstark. Die Zuhörenden im Raum waren spürbar bewegt.
Lehrkraft Henry Cain zeigte sich nach dem Konzert sichtlich zufrieden: „Jeder dieser jungen Menschen hat heute etwas ganz Eigenes auf die Bühne gebracht. Und das ist das Schöne an solch einem Abend: Man hört Entwicklung, aber auch Persönlichkeit.“
Bewegender Ausklang und lang anhaltender Applaus
Der Applaus wollte kaum enden, und so blieb am Ende das Gefühl, einem besonderen Moment beigewohnt zu haben. Kein Wettbewerb, keine Jury, nur Musik. Und ein Lehrer, der seinen Schülerinnen und Schülern genau den Raum gibt, den sie brauchen, um über sich hinauszuwachsen.




