Kammermusik trotz Regen: ProFive begeistert im voll besetzten Bibliothekssaal
Kammermusik trotz Regen: ProFive begeistert im voll besetzten Bibliothekssaal
Eigentlich sollte die Kammermusik unter freiem Himmel erklingen. Wegen des schlechten Wetters wurde das Konzert kurzerhand in den Franz-Joachim-Behnisch-Saal der Bibliothek verlegt. Dort war am Ende kein Platz mehr frei. Das Publikum erwartete ein Programm, das einen Bogen von der Klassik bis zur Spätromantik und Moderne spannte.
Haydn und Kerscher
Den Auftakt machte Joseph Haydns „Divertimento Nr. 1 in B-Dur“, Hob. II:46, mit dem bekannten „Chorale St. Antoni“. Es folgten Max Regers „Sonatine D-Dur op. 89/2“ in einer Bearbeitung von Lorenz Kerscher sowie Anton Reicha mit seinem „Bläserquintett Es-Dur op. 88/2“. Nach der Pause standen Jacques Iberts „Trois pieces breves“ und August Klughardts „Quintett C-Dur op. 79“ auf dem Programm.
Reger-Sonatine erstmals vom Ensemble aufgeführt
Besonders bemerkenswert war die Reger-Sonatine. Die Reger-Sonatine wurde vom ProFive-Ensemble erstmals vor Publikum aufgeführt. Damit erhielt das Konzert auch eine kleine musikalische Premiere.
Präzises Zusammenspiel
Das Ensemble überzeugte mit präzisem Zusammenspiel, klanglicher Feinheit und großer Spielfreude. Stefan Albers (Flöte), Ralf-Jörn Köster (Oboe), Andreas Becker (Horn), Albrecht Holder (Fagott) und Manfred Lindner (Klarinette) präsentierten die unterschiedlichen Stilwelten souverän und farbenreich.
So wurde aus dem geplanten Open Air zwar ein Konzert im Saal, musikalisch aber ein Abend, der beim Publikum bestens ankam. Dank galt Astrid Karl von den Max-Reger-Tagen, die diesen Konzertabend organisiert hatte.


