Kulturfonds 2026 stärkt Projekte jenseits der Zentren
Kulturfonds 2026 stärkt Projekte jenseits der Zentren
Der Bayerische Landtag hat den Kulturfonds für das Jahr 2026 beschlossen und stellt knapp fünf Millionen Euro für Kunst- und Kulturprojekte im gesamten Freistaat bereit. In der Oberpfalz fließen 479.000 Euro in zwölf Vorhaben, hinzu kommen Verpflichtungsermächtigungen von rund 1,08 Millionen Euro für künftige Haushaltsjahre. Gefördert werden Projekte aus Theater, Museen, Laienmusik, Bibliotheken und internationalen Austauschen.
Kulturmittel für die Oberpfalz
Die Weidener SPD-Landtagsabgeordnete Nicole Bäumler betont die Bedeutung der Förderung: „Kultur ist kein Luxus – sie ist das, was eine Region zusammenhält, was Identität stiftet und was Menschen zusammenbringt. Theater, Museen, Ausstellungen: Das sind Orte, an denen unsere Gesellschaft über sich selbst nachdenkt. Deswegen freue ich mich, dass so viele oberpfälzische Projekte in diesem Jahr gefördert werden.“
Das RE.LIGHT Lichtkunstfestival in Regensburg erhält 210.000 Euro und bildet damit den größten Einzelbetrag in der Oberpfalz. Das Freilichtmuseum Oberpfalz in Nabburg bekommt 2026 für ein Großobjektedepot 49.300 Euro, für die Folgejahre sind über 950.000 Euro vorgesehen. Gefördert wird außerdem die Fortsetzung des Museumsdepot-Projekts im Kulturschloss Theuern im Landkreis Amberg-Sulzbach mit 121.500 Euro sowie der Umbau des Oberpfälzer Künstlerhauses – Kebbel-Villa zur Barrierefreiheit mit über 11.000 Euro; zusätzlich stehen knapp 50.000 Euro für das Großobjektedepot beim Freilandmuseum Oberpfalz bereit.
Schwerpunkte in Amberg und Amberg-Sulzbach
Die Stadt Amberg erhält 14.200 Euro für die Fortsetzung der Sonderausstellung „100 x Michael Matthias Prechtl“ im Stadtmuseum. Der Stimmkreis Amberg-Sulzbach verbucht insgesamt 135.700 Euro aus dem Kulturfonds, davon profitiert insbesondere das Museumsdepot im Kulturschloss Theuern.
Der Amberger Landtagsabgeordnete Bernhard Heinisch ordnet die Entscheidung ein: „Bayern feiert kulturelle Vielfalt. Ich freue mich daher sehr, dass es uns gelungen ist, trotz schwieriger Finanzlage auch im Doppelhaushalt 2026/2027 einen gewichtigen Fokus auf Kunst und Kultur zu legen.“ Er hebt zudem die Breite der Förderung hervor: „Mit dem Kulturfonds unterstützen wir abermals bedeutende Projekte der Kultur- und Kreativszene in allen Teilen Bayerns und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse.“
Förderkulisse und Ziele
Heinisch beschreibt die kulturpolitische Bedeutung: „Kunst und Kultur stiften Gemeinschaft, ermöglichen Begegnung und bauen Brücken. Gleichzeitig sind sie wichtige Tabubrecher, erleichtern den Perspektivwechsel und helfen uns dabei, Haltung zu entwickeln und Haltung zu zeigen. Zudem ist eine lebendige Kulturszene ein harter Standortfaktor, der Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort generiert. Aus all diesen Gründen ist es uns ein besonderes Anliegen, Kultur- und Kreativprojekte in ganz Bayern angemessen zu fördern.“ Zur regionalen Verteilung sagt er: „Ich freue mich, dass gerade bei uns in der Region Amberg und Amberg-Sulzbach wichtige Kulturprojekte mit über 135.000 Euro gefördert werden.“
Auch der Landkreis Schwandorf profitiert. Der Abgeordnete Martin Scharf unterstreicht die Zielsetzung: „Auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen setzen wir ein klares Signal für Kunst und Kultur.“ Er verweist auf die Stärkung des ländlichen Raums: „Mit dem Kulturfonds unterstützen wir gezielt Projekte in allen Regionen Bayerns. Damit stärken wir die kulturelle Vielfalt und leisten einen Beitrag zu gleichwertigen Lebensverhältnissen – gerade auch außerhalb der großen Zentren.“ Zur Wirkung vor Ort sagt Scharf: „Kunst und Kultur bringen Menschen zusammen, schaffen Räume für Austausch und eröffnen neue Perspektiven.“ Ebenso betont er: „Gerade kleinere Initiativen erhalten so die notwendige Unterstützung und Anerkennung für ihre Arbeit.“
Stimmen aus dem Stimmkreis Amberg-Sulzbach
Der Landtagsdirektabgeordnete Dr. Harald Schwartz verweist auf die konkreten Effekte im Stimmkreis Amberg-Sulzbach: „Es freut mich, dass sowohl der Landkreis Amberg-Sulzbach für die Errichtung eines Museumsdepots im Kulturschloss Theuern als auch die Stadt Amberg für die Sonderausstellung Michael Mathias Prechtl vom Kulturfonds Bayern 2026 profitieren.“ Er bewertet die Haushaltsentscheidung so: „Die Förderung zeigt: Wir lassen unserem Bekenntnis zum Kulturstaat Bayern Taten folgen.“ Zudem hebt er hervor: „Trotz angespannter Haushaltssituation bleiben die Mittel des Kulturfonds auf hohem Niveau. Wir stehen als verlässlicher Partner an der Seite der Kulturschaffenden. Denn zu unserer lebenswerten Region gehören Kunst und Kultur einfach dazu.“ Mit Blick auf das Verfahren ergänzt er: „Auf Digitalisierung und eine nutzerfreundliche Gestaltung lege ich immer großen Wert.“
Bäumler richtet den Blick auf die künftige Verteilung: „Ich wünsche mir, dass wir oberpfälzischen Kulturschaffenden in Zukunft noch stärker unterstützt werden – nicht weil wir zu wenig engagiert sind, sondern im Gegenteil: weil das Potenzial hier so groß ist.“ Landesweit fließen rund 1,35 Millionen Euro in Museen, über 1,7 Millionen Euro in die Musikpflege sowie 676.000 Euro in die Förderung zeitgenössischer Kunst; der Kulturfonds setzt damit sichtbar auf Projekte jenseits der Ballungsräume und stärkt die kulturelle Infrastruktur in der Fläche.




