Letztes Punkt 12-Konzert mit Hanns-Friedrich Kaiser
Letztes Punkt 12-Konzert mit Hanns-Friedrich Kaiser
Wie der Vorsitzende des Sachausschusses Kirchenmusik, Thomas Kreuzer, am Samstagmittag in der Josefskirche betonte, war das letzte “Punkt 12”-Konzert in diesem Jahr eine Grußbotschaft der evangelischen Nachbargemeinde St. Michael an St. Josef. Am Vortag des St. Michaelfestes gestaltete der ehemalige Kantor von St. Michael, Kirchenmusikdirektor Hanns-Friedrich Kaiser, die musikalische Mittachsandacht. Die Konzertreihe sei angelegt als eine besinnliche Verschnaufpause zwischen Arbeitswoche und Wochenende, erklärte Kreuzer.
Unüberwindlich starker Held St. Michael
Ehe sich Kaiser dem dreiteiligen Werk von Johann Nepomuk David widmete, einem der bedeutendsten Komponisten für Orgelmusik im 20. Jahrhundert, spielte er zu Beginn das prächtige, klagende Präludium in g aus der Feder des dänischen Organisten Dietrich Buxtehude. Nach der ersten Sonntagslesung, vorgetragen von Kreuzer, hörten die Kirchenbesucher Davids schließlich den ersten Teil der dreiteiligen Partita für Orgel “Unüberwindlich starker Held, St. Michael” aus dem Jahr 1945.
Siegreicher Kampf gegen das Böse
Was zunächst langsam und schwer begann, entwickelte sich unter dem Eindruck des noch offenen Ausgangs des Zweiten Weltkriegs zu einer Hommage an Erzengel Michael und dessen siegreichen Kampf gegen das Böse. Im ersten Part wurde der Erzengel vorgestellt, im zweiten die Stille vor der Schlacht und im dritten schließlich in Form einer Fuge der Kampf mit dem Drachen.


