Modern, schräg und temporeich: Bravourstück Und alles auf Krankenschein feiert Premiere
Modern, schräg und temporeich: Bravourstück Und alles auf Krankenschein feiert Premiere
Geht es nach Guido Rind, dem designierten Landesspieleiter vom Verband bayerischer Amateurtheater, dann haben “D’lustigen Konrader” mit ihrem jüngsten Bravourstück “Und alles auf Krankenschein” die besten Aussichten auf den “Larifari”. Das ist der größte Laienspielpreis, den das Gremium zu vergeben hat. Der “Larifari” wird alle zwei Jahre in sechs Kategorien verliehen. Die “Konrader” wären für die Kategorie “Boulevard” prädestiniert, sagte Rind am Samstagabend am Rande der Premierenfeier im Pfarrsaal von St. Johannes. “Versäumt die Kandidatur nicht!”
Gelungene Situationskomik
Das Stück geht weit über den typischen Schenkelklopfer eines herkömmlichen Amateurtheaters hinaus. Die Geschichte ist modern, schräg und unglaublich temporeich. Sie besticht mit gelungener Situationskomik und immer realitätsnahen Dialogen. Die Story ist angesiedelt in einem ehrwürdigen Krankenhaus, in dem der Arzt mit den Folgen einer Affaire mit einer Krankenschwester vor 18 Jahren konfrontiert wird.
Schrilles Chaos
Das Klinikum wird zum gnadenlos komischen Tollhaus der Verrücktheiten, in dem aus Ärzten im Handumdrehen salbungsvolle Pastoren oder auch Krankenschwestern werden. Und das alles nur, weil die junge Kelly ihren Vater Dr. Gruber sucht und sich plötzlich mehreren Vätern gegenübersieht. Von Polizisten gejagt, bilden das komplette Theaterteam ein schrilles Chaos.
Alle Register ihres komödiantischen Könnens gezogen
Es dominieren Stefan Neubauer (Dr. Gruber), Maximilian Hegner (Dr. König) und Andreas Magulski (Dr. Becker) das Gag-Fest und ziehen alle Register ihres komödiantischen Könnens. Toll an ihrer Seite: Nenja Bauer als Doktoren-Gattin Rosi, Michael Dineiger als Polizist, Marion Helgert als Oberschwester oder Elisabeth Lang als Tochter Kelly und Franziska Birkner als deren Mutter. Eine herausragende Rolle spielt Heiner Balk als leicht debiler, aber pfiffiger Patient, der im Rollstuhl die Bühne beherrscht.
Elan nicht verloren
Regisseurin Sonja Balk ist ein Stein vom Herzen gefallen. Die vierjährige Zwangspause sei lang gewesen, sagte sie. Das Ensemble sei Gefahr gelaufen, den Elan zu verlieren. Schlussendlich hätten sich alle zusammen gerappelt und dieses wunderbare Stück auf die Bühne gezaubert. Das Publikum um Bürgermeister Reinhold Wildenauer und die Geistlichkeit von Herz Jesu und St. Konrad war begeistert. Gespielt wird noch bis 6. Mai.








