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Neuankäufe des Bezirks Oberpfalz bereichern Ausstellung in Schwandorf

Schwandorf. Die Kebbel-Villa zeigt in der Ausstellung „In Bewegung“ die Neuankäufe 2026 des Bezirks Oberpfalz, mit Werken von Stefan Bircheneder, Natalie Brehmer, Renate Haimerl Brosch und Renate Höning, zu sehen bis 25. Oktober.

Schwandorf. Die Kebbel-Villa zeigt in der Ausstellung „In Bewegung“ die Neuankäufe 2026 des Bezirks Oberpfalz, mit Werken von Stefan Bircheneder, Natalie Brehmer, Renate Haimerl Brosch und Renate Höning, zu sehen bis 25. Oktober.
Bezirkstagspräsident Franz Löffler (li.) und Jürgen Dehm, künstlerischer Leiter der Kebbel-Villa, nahmen die Künstlerinnen Renate Höning (2. v. li.) und Natalie Brehmer in die Mitte. Foto: Bastian Schreiner

Neuankäufe des Bezirks Oberpfalz bereichern Ausstellung in Schwandorf

Die Kunstsammlung des Bezirks Oberpfalz wächst um sechs Werke von Stefan Bircheneder, Natalie Brehmer, Renate Haimerl Brosch und Renate Höning. Die Neuankäufe sind noch bis 25. Oktober in der Ausstellung „In Bewegung“ in der Kebbel-Villa in Schwandorf zu sehen.

Neuankäufe 2026 in der Kebbel-Villa Schwandorf

Ein Startblock aus Champagnerflaschen, ein besonderer Spind und filigrane Drahtarbeiten: Mit den Neuerwerbungen von 2026 setzt der Bezirk Oberpfalz die kontinuierliche Erweiterung seiner Sammlung fort, die die Kunst der Region nicht auf eine bestimmte Stilrichtung festlegt, sondern ihre unterschiedlichen Ausdrucksformen sichtbar macht. Gerade in dieser Vielfalt liegt die Stärke der in der Kebbel-Villa in Schwandorf beheimateten Kunstsammlung, die mittlerweile über 200 Werke zählt. Die diesjährigen Neuankäufe von Stefan Bircheneder, Natalie Brehmer, Renate Haimerl Brosch und Renate Höning stehen im Zentrum der Ausstellung „In Bewegung“, die noch bis 25. Oktober in der Kebbel-Villa besichtigt werden kann. „Bildende Kunst von Oberpfälzer Kunstschaffenden ist auch ein Ausdruck von Heimatbewusstsein und Weltoffenheit. Wir können stolz sein auf eine innovative und lebendige Kunstszene“, sagte Bezirkstagspräsident Franz Löffler bei der Vernissage am Sonntag.

Die Skulptur Qualle aus Eisendraht erinnert an eine schwebende, durchlässige Lebensform, ohne eine Qualle unmittelbar abzubilden. Foto: Bastian Schreiner
Natalie Brehmers Arbeit zeigt einen Startblock im Maßstab 1:1. Anstelle des üblichen Metalls besteht er aus geschmolzenem Glas von Champagnerflaschen. Foto: Bastian Schreiner

„Die Kraft der Kunst bereichert unsere Gesellschaft“

Der Stellenwert der Kunst sei gerade in diesen herausfordernden Zeiten nicht hoch genug einzuschätzen. „Die Kraft der Kunst bereichert unsere Gesellschaft. Kunst ist wichtig für unser Miteinander: Sie weitet den Blick, regt zum Dialog an und schenkt Orientierung in einer immer komplexer werdenden Welt“, so Löffler. Abschließend appellierte der Bezirkstagspräsident daran, unsere vielfältige Kulturlandschaft zu schützen: „Kunst muss ein Ort freier Meinungsäußerung und demokratischer Werte bleiben!“

Künstlerinnen und Künstler im Fokus

Jürgen Dehm, künstlerischer Leiter der Kebbel-Villa, ging im Anschluss näher auf die vier Kunstschaffenden mit Oberpfälzer Bezug und deren Werke ein.

In „Spind 43“ verbindet Stefan Bircheneder Malerei mit einem dreidimensionalen, beinahe möbelartigen Element. Öl und Acryl auf Leinwand treffen Metallbeine – und geben der Arbeit eine ungewöhnliche Präsenz zwischen Bild und Objekt. Bircheneder, der aus Vilshofen stammt und in Waldmünchen lebt und arbeitet, wurde zunächst zum Kirchenmaler und Restaurator ausgebildet, seit 2011 ist er freischaffender Künstler.

Natalie Brehmer, die in Bad Kötzting geboren ist und nun in Berlin lebt und arbeitet, verwendet für ihre Arbeit „Startblock“ Champagnerflaschen von der Art Basel, dem Gallery Weekend Berlin und der Paris Photo. Das Werk verweist damit direkt auf die Welt des Kunstbetriebs und seine Orte, Rituale und Zusammenkünfte. Aus dem gebrauchten Material entsteht ein Objekt, das den ursprünglichen Gebrauchskontext sichtbar bewahrt und zugleich in einen neuen Zusammenhang führt.

Grammer Solar
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Zu sehen sind mit „Gespinst“ und „Qualle“ zwei Arbeiten aus Eisendraht von Renate Haimerl Brosch, die in Bogen geboren ist und heute in Regensburg lebt und arbeitet. Das filigrane Material lässt Formen entstehen, die zugleich leicht und körperhaft, offen und klar konstruiert wirken. Die beiden Arbeiten zeigen beispielhaft Haimerl Broschs Interesse an räumlichen Strukturen und an der Verbindung von Objekt und Umgebung.

Zwischen Objekt, Skulptur und Zeichnung bewegt sich die künstlerische Praxis von Renate Höning, die aus Bad Kötzting stammt und in Regensburg lebt und arbeitet. Die für die Sammlung des Bezirks erworbenen Arbeiten O.T. und aus der Serie „sichtbar“ verbinden Tuschen, Pigmente und Wachs mit Papier. Durch Perforieren und Vernähen wird das Papier dabei nicht nur zum Bildträger, sondern selbst zum Bestandteil der künstlerischen Gestaltung.

Weitere Informationen

Öffnungszeiten: Die Ausstellung „In Bewegung“ in der Kebbel-Villa, Fronberger Straße 31, 92421 Schwandorf, dauert bis Sonntag, 25. Oktober. Geöffnet ist dienstags bis donnerstags von 13 Uhr bis 17 Uhr sowie sonntags von 11.30 Uhr bis 17 Uhr.

Führung: Am Sonntag, 11. Oktober, um 14.45 Uhr können die Besucher bei einer Ausstellungsführung mit den Kunstschaffenden der Neuankäufe auch ins Gespräch kommen.

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