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Neustadt feiert Conny und die Sonntagsfahrer

Neustadt. Conny und die Sonntagsfahrer sorgen für eine begeisterte Stimmung in der ausverkauften Stadthalle Neustadt, indem sie Evergreens der 50er und 60er Jahre präsentieren. Die Band feiert ihr 10-jähriges Bestehen mit nostalgischer Musik und authentischem Outfit.

Neustadt. Conny und die Sonntagsfahrer sorgen für eine begeisterte Stimmung in der ausverkauften Stadthalle Neustadt, indem sie Evergreens der 50er und 60er Jahre präsentieren. Die Band feiert ihr 10-jähriges Bestehen mit nostalgischer Musik und authentischem Outfit.
Auf der Bühne ging die Post ab. Foto: Peter Gattaut

Neustadt feiert Conny und die Sonntagsfahrer

Die Stadthalle in Neustadt war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Voller Vorfreude fieberten die Besucher auf den Startschuss hin, für eine musikalische Zeitreise mit Conny und die Sonntagsfahrer zurück in die 50er und 60er Jahre. Mit dem Auftaktsong vom gleichnamigen Programm „Schön war die Zeit“ startete der kurzweilige Trip mit Peter, Alexander und Freddy in die Vergangenheit. Die bezaubernde Conny (Andrea Graf) gesellte sich beim zweiten Lied „Liebeskummer lohnt sich nicht mein Darling“ mit auf die Bühne. Stilecht mit Petticoat und Maßanzügen, authentischer Instrumentierung (Gitarre, Akkordeon, Kontrabass), originalgetreuen Arrangements mit viel Witz und Charme sowie perfekter musikalischer und stimmlicher Präsenz sorgten Conny und die Sonntagsfahrer von Anfang an für knisternde nostalgische Stimmung.

Hits und Heiterkeit begeistern Neustadt

Die zahlreich vorgetragenen Evergreens und Gassenhauer („Ich zähle täglich meine Sorgen“, „Pigalle“, „Seemann“, „Junge komm bald wieder“ u. v. mehr) wurden aufgelockert mit lustigen Geschichten und Anekdoten aus der damaligen Zeit. Der Unterhaltungsfaktor stand dabei immer an erster Stelle, ob der Kalauer („Kann ein Mann mit Glatze eine Glückssträhne haben“) zwischendurch, die Berliner Schnauze von Freddy oder der österreichische Slang von Conny, das Publikum hatte nicht nur bei der gelungenen Songauswahl seine helle Freude. Es ist sogar zu vermuten, dass Gotthilf Fischer vom Himmel herunterblickte und entzückt war vom lautstark mitsingenden Neustädter-Gemeinschaftschor. Nach der Pause traten die Sonntagsfahrer nochmal mächtig aufs Gaspedal und spätestens bei den Kult-Hits „Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu Strand Bikini“, „Zwei kleine Italiener“, „Ich will nen Cowboy als Mann“ oder „Speedy Gonzales“ gab es auf den Stühlen kein Halten mehr. Es wurde gesungen, geklatscht, geschunkelt und alle Körperteile wippten im Takte. Der ungebrochene Zuspruch der begeisterten Fans drückte sich nicht nur durch Standing Ovations und frenetische Zugabe-Rufe aus, die natürlich gerne erfüllt wurde, sondern auch durch persönliche Statements, die nach der Show zu hören waren. „Ich habe die Augen zugemacht und war wieder in meiner Kindheit“, „Ich habe selten so etwas Schönes erlebt“ oder „Brillante Songauswahl und vorgetragen in Perfektion“ waren nur einige Kommentare.

Ein Hauch von Wirtschaftswunder

Conny und die Sonntagsfahrer: Petticoat, VW-Käfer, im Fernsehen alles nur schwarz-weiß, Italien als liebstes Urlaubsziel und im Radio deutsche Schlager mit sehnsuchtsvollen Texten – es ist die Zeit des Wirtschaftswunders und der landesweiten Aufbruchsstimmung. Der Wunsch nach einer „heilen Welt“ ebnete den Weg für den großen Erfolg des deutschen Schlagers der 50er und 60er Jahre, der diese Sehnsüchte auf perfekte Weise weckte und transportierte. Die Straubinger Formation „Conny und die Sonntagsfahrer“ haben sich ganz dieser Musik verschrieben und nehmen ihr Publikum auf amüsante, unterhaltsame und kurzweilige Art und Weise mit auf die wunderbare Reise in die Zeit des Wirtschaftswunders. Die vier Musiker präsentieren seit nunmehr 10 Jahren die unvergessenen Melodien von Peter Alexander, Caterina Valente, Freddy Quinn, u.v.a. Egal ob “Zwei kleine Italiener”, “Santo Domingo” oder “Junge komm bald wieder”, Rainer Heindl, Thomas Stoiber, Steffen Zünkeler und Sängerin Andrea Graf, alias Peter, Alexander, Freddy und natürlich Conny begeistern ihr Publikum genauso wie die Originale.

Christine und Peter von Hula Hoop mit Conny und den Sonntagsfahrern. Foto: Peter Gattaut
Conny in Action. Foto: Peter Gattaut
Conny und die Sonntagsfahrer Teil 1. Foto: Peter Gattaut
Conny und die Sonntagsfahrer Teil 2. Foto: Peter Gattaut
Freddie mit Bildern von Peter Alexander. Foto: Peter Gattaut
Peter mit Conny und den Sonntagsfahrern. Foto: Peter Gattaut

Swing und Nostalgie – Ein Blick hinter die Oberpfälzer Musikszene

Unser Reporter Peter Gattaut hat mit der Begleitung von dem „Hula Hoop“ Musiker Peter Feldmeier und dessen Freundin und Managerin Christine Janker (fast die Coverband in der Oberpfalz schlechthin mit Musik aus den 50/60iger Jahre) mit Conny und den Sonntagsfahrern ein interessantes Interview geführt.

Gattaut: Conny und die Sonntagsfahrer gibt es nun schon seit 10 Jahren. Wird es eine große Jubiläumsparty geben oder gab es diese bereits?

Conny: Ja diese gab es bereits im Oktober im KuKi in Landau wo Conny und die Sonntagsfahrer eines ihrer allerersten Konzerte gespielt haben. Das KultKino feierte unter dem Motto Zeitensprung seinen 90 jähren Geburtstag und wir mit einem musikalischen Rückblick unser 10-jähriges Bestehen. Moderatorin war die bekannte Stimme des Bayerischen Rundfunks Birgit Fürst.

Grammer Solar
Grammer Solar

Gattaut: Bei den BR-Brettl-Spitzen seid ihr Dauergäste. Könnt ihr euch noch an den allerersten Auftritt dort erinnern und wie sehr hat diese Sendung euch geholfen euren Bekanntheitsgrad zu erhöhen?

Conny: Daran kann ich mich noch gut erinnern, dass war im März 2018 und ich trug einen roten Rock und eine schwarze Bluse, die Lieder waren „Fräulein Vera“ und „Konjunktur-Cha Cha“.

Freddy: Jede Form von Medienpräsenz hilft das ist ganz klar und die BR-Brettl-Spitzen waren für uns natürlich ein Geschenk.

Peter: Seit einigen Jahren sind wir auch immer wieder beim Schlagerspaß mit Andy Borg zu sehen. Auf jeden Fall ein Türöffner für die Konzerte außerhalb der bayerischen Landesgrenze.

Gattaut: Wieso präsentiert ihr eure Musik mit den Künstlernamen Conny, Freddy, Alexander und Peter, ok bei Conny ist es klar da der Name im Bandtitel verankert ist? Ist es eine Hommage an Conny Froboess, Freddy Quinn und Peter Alexander?

Freddy: Die Kandidaten haben 100 Punkte. Leider gibt es heute nichts dafür zu gewinnen. Die Namen kommen tatsächlich von Conny Froboess, Freddy Quinn und Peter Alexander.

Gattaut: Wenn ich richtig recherchiert habe hatte Thomas Stoiber 2014 die zündende Idee zur Bandgründung. Nach welchen Kriterien hast Du die Besetzung ausgesucht und wie konntest Du sie von Deiner Idee begeistern?

Alexander: Den Freddy kannte ich von unserer gemeinsamen Zeit bei der Band Isarflimmern, er war gleich Feuer und Flamme. Rainer, der Elvis von Straubing war 2014 nicht zuletzt durch sein Engagement bei dem Hot Shakers Trio schon bekannt wie ein bunter Hund. Wir trafen uns am Münchner Oktoberfest und ich konnte ihn schnell für das Projekt Conny und die Sonntagsfahrer begeistern. Unsere erste Conny Eva Petzenhauser haben wir dann durch ein aufgegebenes Zeitungsinserat gefunden.

Gattaut: Seit 2018 ist Andrea Graf aus Österreich, eine ehemalige Studiosängerin von Hubert von Goisern, die neue Conny und ersetzte Eva Petzenhauser, wie kam es dazu?

Alexander: Eva Petzenhauser wagte zunächst den Spagat mit zusätzlichen Auftritten an der Seite von Stefan Wählt, der damals nach dem Aus vom Kabarett-Duo „Da Bertl und i“ an einem neuen Format bastelte. Beide Sachen wurden zu viel und Sie entschied sich für das neue Musikkabarett „Petzenhauser + Wählt“. Schnell wurden wir dann auf Andrea aufmerksam und seit Anfang 2018 ist Sie unser neues weibliches Herzstück der Band

Gattaut: Als ihr am Faschingsdienstag 2020 in der BR-Sendung Wir in Bayern zu Gast wart bekamt ihr eine überraschende Einladung von der ehemaligen Haushälterin von Peter Alexander an den Lugano-See in der Schweiz und ihr kamt mit Original-Utensilien, u.a. Anzüge von Peter Alexander wieder zurück. Wie stolz macht euch das, diese Anzüge bei euren Auftritten tragen zu dürfen? Peter: Klar, das macht uns mächtig stolz. Wir passen darauf auf wie auf unseren eigenen Augapfel

Conny: Peter Alexanders Haushälterin Traudi Waldner, die mittlerweile leider verstorben ist, hat uns diese Sachen anvertraut. Wir hatten mit ihr bis zu ihren Tod stetigen Kontakt und freuen uns natürlich ganz besonders, dass Sie die Sachen von Peter Alexander ausgerechnet uns überlassen hat.

Gattaut: Welchen Ratschlag oder Lebensphilosophie wollt ihr unseren Lesern und euren zahlreichen Fans mit auf den Weg geben?

Conny: Da zitiere ich gerne eine Textzeile aus dem wunderbaren Song „Wir wollen niemals auseinander gehen“ von Heidi Brühl: Schenkt euch Vertrauen und Liebe. In unserer heutigen Zeit wird leider viel zu wenig miteinander gesprochen und es fehlt oftmals an Menschlichkeit.