Nicht das Leid, sondern das Leben hat das letzte Wort
Nicht das Leid, sondern das Leben hat das letzte Wort
„Bei dieser Musik können wir nachspüren, dass das Leid nicht das letzte Wort hat, sondern das Leben“, betonte Pfarrer Daniel Fenk bei der „Musik zum Karfreitag“ die von der Chorgemeinschaft St. Georg unter der Leitung von Richard Waldmann in der Grafenwöhrer Friedenskirche meisterhaft erklang.
Das Requiem op. 9 von Maurice Durufle
Das Requiem op. 9 von Maurice Durufle ist eine Vertonung der lateinischen Totenmesse für Soli, gemischtem Chor, Orgel und Orchester, das 1947 zum ersten Mal an Allerheiligen aufgeführt wurde. Moderne harmonische Verbindungen verleihen dem Werk eine alles durchdringende Ruhe mit „Introitus“, „Pie Jesu“, „Agnus Die“, „Lux aeterna“ und „In Paradisum“, gefolgt von „Ubi caritas et amor“.
Glasklare Stimmen
Mit glasklaren Stimmen der Chormitglieder und der Solistin Karin Waldmann war auch „Stabat Mater op. 138“ von Josef Gabriel Rheinberger zu hören. Es ist ein mittelalterliches Gedicht, das die Mutter Jesu in ihrem Schmerz um den Gekreuzigten besingt. Rheinberger erfüllte sein Gelübde, als sich bei seinem schweren Handleiden Linderung einstellte. Seine Komposition wurde am Karfreitag 1885 uraufgeführt. In Grafenwöhr wurde der Chor von Horst Plößner an der Orgel und dem Streichquintett Stefanie Heinrich (Violine I), Johanna Luther (Violine II), Barbara Schorr (Viola), Hermann Heinrich (Cello) und Andre Meyer (Kontrabass) begleitet.
Wir sind nur Gast auf Erden
Auch die Zuhörer konnten beim Karfreitagskonzert mitwirken. Karin Waldmann forderte sie auf, beim Stück: „Wir sind nur Gast auf Erden“ mit zu singen. Zuvor bat Waldmann: „Gehen Sie mit der Schöpfung respektvoll um, dass auch unsere Nachkommen noch gut darin leben können“.


