Peter Ermer führt bei Punkt 12 durch die Welt des Gesangs
Peter Ermer führt bei Punkt 12 durch die Welt des Gesangs
Wie es sich für einen Barden mit Gitarre ziemt, begann Peter Ermer seinen musikalischen Auftritt mit einem Block von Liedern des Liedermachers Reinhard Mey. „Ich wollte wie Orpheus singen“, „In meinem Garten“ und „Manchmal, da fallen mir Bilder ein“ waren Stücke, die Ermer als Sänger besonders nahe liegen. Die Lesung von Ferdinand Meier ergänzte den musikalischen Auftakt.
Vom Liedermacher zur Klassik
Danach wechselte Ermer vom Liedermacher zum klassischen Gesang und widmete sich Franz Schubert. Der Grund dafür liegt in seiner eigenen musikalischen Biografie: Ermer studierte klassischen Gesang an der Hochschule für Musik in Stuttgart. Schubert wiederum zählt für ihn zu den „Göttern“ des klassischen Gesangs. Interpretiert wurden Stücke wie „Das Wandern“, „Die Forelle“ oder „Der König in Thule“. Entsprechend persönlich war seine Auswahl aus dem reichen Liedschaffen des Komponisten.
Volkslieder als Wurzel des klassichen Gesangs
Es folgte ein weiterer musikalischer Schwerpunkt mit Volksliedern. Mit diesem Genre wollte Ermer seinem Publikum zeigen, wo die Wurzeln des klassischen Gesangs liegen. „Als wir jüngst in Regensburg waren“, „Mein Mädel hat einen Rosenmund“ oder „Ännchen von Tharau“. Auch „Abends will ich schlafen gehen“ von Engelbert Humperdinck stand auf dem Programm. Genau genommen handelt es sich dabei nicht um ein Volkslied, sondern um ein Stück aus einer Oper. Für Ermer passte es dennoch hervorragend in diesen musikalischen Zusammenhang.
Besonders stimmungsvoll geriet schließlich das Ende des Konzerts. Nach dem Segensgebet erklang als Abschluss „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ nach dem Text von Dietrich Bonhoeffer. Die zahlreichen Zuhörer dankten dem Sänger mit lang anhaltendem Applaus.
Nächste Woche Gesang und Orgel
Die Reihe „Punkt 12“ wird am kommenden Samstag in der Josefskirche fortgesetzt. Dann ist Tamara-Raphaela Hirschmann zu Gast. An der Orgel wird sie von Florian Löw begleitet.


