Premiere begeistert Publikum in Neuhaus

Premiere begeistert Publikum in Neuhaus
„Eine ganz heiße Nummer“ sorgt für Begeisterung. Die Laienspielschar Windischeschenbach legt eine grandiose Premiere der bekannten Komödie hin. Das Publikum der weiteren Vorstellungen auf der Naturbühne im Burghof Neuhaus am 24., 25. und 26. Juli kann sich jetzt schon freuen.
Werbestrategie und Thema der Komödie
„Sex sells“ bezeichnet die Werbestrategie, mit sexuellen oder erotischen Reizen Aufmerksamkeit zu erzeugen und den Absatz zu steigern. Die Idee: Attraktive Darstellungen wecken Emotionen und bleiben im Gedächtnis. Ob dadurch tatsächlich mehr verkauft wird, ist jedoch umstritten. Oft bleibt der Reiz haften, nicht die beworbene Marke.
Neuinterpretation in Neuhaus: „Eine ganz heiße Nummer“ mit lokalem Bezug
Die von Andrea Sixt 1998 verfasste Komödie „Eine ganz heiße Nummer“ passt da wie die berühmte „Faust aufs Auge“. Die Urfassung spielt zwar im Bayerischen Wald, kann aber auch zu 100 Prozent in die Nördliche Oberpfalz übernommen werden. Schließlich geht es im Original mit dem Film aus dem Jahr 2011 um die Schließung einer Glashütte in einem kleinen Ort. Also hat die Laienspielschar Windischeschenbach die Handlung einfach nach Neuhaus verlegt.
Existenzen in Gefahr: Tante-Emma-Laden vor der Insolvenz
Die Zahl der Arbeitslosen schnellt nach dem „Aus“ der örtlichen Glasfabrik „Annahütte“ in die Höhe. Zu allem Unglück steht auch der von Waltraud, Maria und Lena betriebene „Tante-Emma-Laden“ vor der Insolvenz. Die Folge: Das Trio hat enorme finanzielle Schwierigkeiten, weil die Bank keinen Kredit mehr geben will. Die Arbeitslosigkeit droht.
Von der Idee zur Sex-Hotline
Trotz aller Unterschiede: Die Frauen wollen die Flinte partout nicht ins Korn werfen. Aufgeben kommt für sie nicht infrage, aber es müssen zusätzliche Einnahmen her. Nur wie? Ein versehentlich falsch verbundener und dazu noch anzüglicher Anruf bringt Maria auf die unmoralische Idee, eine Sex-Hotline ins Leben zu rufen – und das im erzkatholischen Neuhaus.
Beifall und Szenenapplaus im Burghof Neuhaus
Es dauert ein wenig, bis Waltraud, Maria und Lena trotz Skepsis und moralischer Bedenken den Schritt in die neue Selbstständigkeit wagen. Jetzt sind sie Maja, Sarah und Lolita und stöhnen bei den unmoralischen Anrufen, was das Zeug hält. Entsprechende „heiße Zeitschriften“ und ein Besuch in einem Regensburger Sexshop haben ihnen dabei wertvolle Schützenhilfe gegeben.
Starkes Ensemble der Laienspielschar Windischeschenbach
Der Start der Hotline ist zwar schwierig, aber es dauert nicht lange, bis sich der Erfolg in finanzieller Hinsicht einstellt. Und auch Männer im Ort kommen auf ihre Kosten. „95 Prozent der Männer werden von ihren Trieben getrieben“, hat Vorsitzender Ludwig Müller in seiner Begrüßung süffisant hingewiesen und von Konfliktpotenzial gesprochen.
Komödiantische Turbulenzen in Oberpfälzer Mundart
Natürlich führt das alles zu Turbulenzen, herrlich umgesetzt – auch in Oberpfälzer Mundart – von allen Akteuren. Das Ergebnis: Es geht rund, Neuhaus steht Kopf. Szenenapplaus ist an der Tages- genauer gesagt Abendordnung. Das Publikum ist hellauf begeistert und genießt jede Sekunde der wahrlich himmlischen Komödie.
Schauspielerinnen, Regie und Helfer überzeugen
Neben den Hauptdarstellerinnen Kerstin Schandri, Renate Schönberger (beide führen auch Regie) und Kathrin Hochstetter glänzen auch Karin Prucker, Gerald Wildgans, Karlheinz Budnik, Andreas Wolf, Marco Görl, Peter Budnik und Simon Mauerer.
Die Regieassistenz hat Margit Bergler übernommen, Souffleuse ist Monika Hartmann. Dazu kommen rund 30 Helfer, darunter für Bühnenbild, Technik oder Kostüme, auch für die Verköstigung.
Wenn Du OberpfalzECHO als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Dich auf.
Füge jetzt OberpfalzECHO Deinen Quellen hinzu!




