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Sophia Schambeck verzaubert Speinshart mit Naturklängen

Speinshart. In der Klosterkirche entführte Sophia Schambeck das Publikum mit Blockflöte und Barockorchester in Naturklänge. 90 Minuten Musik von Hildegard von Bingen bis Vivaldi endeten mit stehenden Ovationen.

Speinshart. In der Klosterkirche entführte Sophia Schambeck das Publikum mit Blockflöte und Barockorchester in Naturklänge. 90 Minuten Musik von Hildegard von Bingen bis Vivaldi endeten mit stehenden Ovationen.
Foto: Robert Dotzauer

Sophia Schambeck verzaubert Speinshart mit Naturklängen

Vogelzwitschern, Blitz, Donner, Wind und Wasserrauschen: In der Klosterkirche Speinshart dominieren für 90 Minuten die Klänge der Natur.

Naturklänge in der Klosterkirche Speinshart

Der betörende Klang der Vogelstimmen und weiterer vertrauter Geräusche ist das Leitmotiv des Albums mit dem Titel „Nature“, in dem Sophia Schambeck Naturklänge und Stimmungen mit moderner Blockflötenmusik kombiniert.

Mitreißende Barockvirtuosität, schwungvolle Jazz-Arrangements und zeitgenössische Kompositionen verbanden sich am Sonntagnachmittag in der Speinsharter Klosterkirche zu einer Hommage an die Natur. Dass Natur richtig gut klingen kann, zeigte Sophia Schambeck mit Flötenmusik aus neun Jahrhunderten mit verträumten Klangwerken von Hildegard von Bingen bis zu Kompositionen aus der Barockzeit bis hinein in die Gegenwart. Ein Leitmotiv des Konzerts: der Klang der Vogelstimmen.

Barockorchester und Blockflöte im Dialog

Dabei entfaltete ein ganzes Sammelsurium an Blockflöten, das die Künstlerin vor sich aufgebaut hatte, ein facettenreiches Klangspektrum vom betörenden Vogelgesang bis zu bedrohlichen Naturgewalten. Mal solo, mal mit dem gesamten Barockorchester mit Kirill Sharapov und Ulrike Cramer (Violine), Veronika Stross (Viola), Felix Stross (Cello), Leon Jänicke (Theorbe und Barockgitarre) und Andrii Slota (Cembalo) führte der Weg des Ensembles hinein in die Schöpfungsgeschichte.

Ein einzigartiges Kunsterlebnis voller Charme und Ausdruckskraft, das mit einem „Albtraum voller Geister“ aus Antonio Vivaldis Concerto „La notte“ begann. Mit flinken Fingern und mit historischer Leichtigkeit bereicherten in der Folge weitere Ohrwürmer das „Vogelkonzert“. „Engels Nachtegaeltje“ von Jakob van Eyck war ein Klassiker. Zudem bestückte Sophia Schambeck das Programm mit eigenen Improvisationen im frühbarocken Stil. So zwitscherte die Blockflöte auch in Vivaldis Concerto „Il Gardellino“ mit dem Stieglitz als „Solist“. Ein herausragendes Beispiel war zudem eine Interpretation von Antonio Vivaldis „La Primavera“ (Der Frühling). Über die Eigenschaften der Jahreszeiten machte sich der Komponist seine Gedanken in den „Vier Jahreszeiten“, mit Frühlingsgefühlen, die Sophia Schambeck in der Bearbeitung für Flötenmusik ohne Vorwarnung im Presto und Adagio, Piano und Forte bezaubernd löste.

Foto: Robert Dotzauer

Von Vivaldi bis Debussy: Virtuose Hommage an die Natur

Auch die Klangwelten der Äbtissin Hildegard von Bingen, einer viel beachteten Komponistin des Mittelalters, beeindruckten. Zur fantasievollen Programmfolge gehörten zudem Volksmelodien mit musikalischen Naturbeschreibungen bis zum Flug des Schmetterlings (Butterfly Jig) von Turlough O’Carolan und die Geschichte des griechischen Hirtengottes Pan im „Syrinx“, einer sphärenhaften Komposition von Claude Debussy. Schließlich landeten Sophia Schambeck und das Barockorchester mit dem Stück „Woodpecker“ beim „Specht im Walde“ wieder in der Gegenwart mit traurigen Erkenntnissen zur Abholzung von Nationalwäldern.

LUCE – DENK.summit
LUCE – DENK.summit

Ein famoses Programm, das die Hörerschaft in der voll besetzten Klosterkirche zu stehenden Ovationen herausforderte. Eine Zugabe mit einer Bachschen Komposition musste sein. Viele Besucher folgten der Einladung von Elisabeth Fichtner, Geschäftsführerin der Internationalen Begegnungsstätte, zur Begegnung im Innenhof des Klosters.

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