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Von einer nasskalten Witterung zu Einer ganz heißen Nummer in der Stadthalle

Grafenwöhr. Not macht erfinderisch. Das hat das Damen-Trio aus einem erfolglosen Lebensmittelgeschäft bewiesen. "Eine ganz heiße Nummer" setzten die Akteure vom "Ovigo"-Team wunderbar in Szene.

Von einer nasskalten Witterung zu Einer ganz heißen Nummer in der Stadthalle

Das Ovigo-Theater hat am vergangenen Wochenende in der Stadthalle Grafenwöhr „Eine ganz heiße Nummer“ gespielt. Dabei glühten die Drähte bei der Sex-Hotline. Foto: Renate Gradl

Waltraud (Ilona Glück), Maria (Katharina Mühln) und Lena (Julia Gitter) stecken in tiefen finanziellen Schwierigkeiten. Der Lebensmittelladen, in dem sie bisher gearbeitet haben, macht dicht. Alle drei plagt die Angst vor der Arbeitslosigkeit.

Eine unmoralische Geschäftsidee

Doch Aufgeben ist nicht ihre Sache. Aus der Not heraus geboren, schmiedet das Trio einen Plan, der sie aus ihrer Misere herausführen soll. So entsteht eine unmoralische Geschäftsidee, die einer alt bewährten Devise folgt: Sex sells! Beherzt greifen die drei Mädels zum Hörer und tatsächlich: Nach einigen Anlaufschwierigkeiten macht die neue Telefonsex-Hotline nicht nur ihren Geldbeutel, sondern auch unzählige Männer im Dorf glücklich. Doch es formiert sich auch Widerstand, ganz besonders mit Gerti Oberbauer, der Frau des Bürgermeisters (Christina Götz).

Schauspielerische Leistung und Bühnenbild waren top

Andrea Sixt schrieb eine „Eine ganz heiße Nummer“ zunächst für das Kino. Im Jahr 2011 wurde der Film ein großer Erfolg. Das „Ovigo“-Team hat daraus für 2020 und 2022 eine turbulente, aberwitzige und musikalische OVIGO-Version gemacht. Die Produktion war derart erfolgreich, dass sie nun auf vielfachen Wunsch als Open Air wieder aufgelegt wurde. Ursprünglich sollte das Stück auf der Naturbühne am Schönberg aufgeführt werden. Aber wetterbedingt wurde das Ganze in die Stadthalle verlegt, wo insgesamt rund 500 Besucher am Freitag und Samstag herzhaft lachen konnten. Dafür gab es am Schluss kräftigen Applaus für alle Schauspieler und Regisseur Florian Wein. Besonders toll gestaltete sich auch das Bühnenbild, das von der Kirche zum Lebensmittelladen sowie zum Sexshop wechselte.

Noch 4 Vorstellungen im Spitalhof Nabburg

Weitere Vorstellungen sind am 19., 20., 26. und 27. Juni, jeweils um 20 Uhr im Spitalhof Nabburg.

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