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Toni Lauerer in Grafenwöhr: Älter werden… die Andern!

Grafenwöhr. Er selbst ist seit wenigen Wochen Pensionär. Aber vom älter werden hält der Kabarettist Toni Lauerer nichts, denn das "werden die Anderen".

Toni Lauerer in Grafenwöhr: Älter werden… die Andern!

Der Kabarettist Toni Lauerer war am Freitag Abend in der Grafenwöhrer Stadthalle mit seinem neuen Programm: Älter werden … die Andern! zu erleben. Foto: Renate Gradl

In der Grafenwöhrer Stadthalle sitzen über 400 Besucher. Die meisten davon sind nicht mehr ganz jung. Aber ein paar einige wenige sind doch dabei. Sie alle sind gespannt, was Toni Lauerer ihnen sagen will, als es bei seinem neuen Programm um „das Älter werden“ geht und wie er es humoristisch verpackt.

Einfach eine Demütigung

Toni Lauerer rätselt, warum er bei seinem Besuch im „Horror-Museum“ in Pilsen der schönen Tschechin seinen Ausweis zeigen muss. Nach einigen Hin und Her rückt diese mit der Sprache heraus. Es ist wegen dem Seniorenrabatt, obwohl er doch erst 64 Elfzwölftel Jahre alt ist… – Das ist eine Demütigung! stellt er wütend fest. Aber ich bin nicht nur in Pilsen gedemütigt worden, sondern auch daheim. Nach Aussagen seiner Frau soll der Blutdruck 120 sein und net’s Gewicht.

Die drei Typen beim Urologen

Auch den „Urologen-Check“ hätt’s nicht gebraucht, den die Gattin ausg’macht hat. „Die Stimmung im Wartezimmer ist der Wahnsinn“. Dort gebe es drei Typen. – Die einen sagen: „Es is nimmer wie früher…“, die anderen sind die „Eseltypen“, die außer „i-a“ (ich auch) nichts wissen und Typ 3 gibt die schlimmste Antwort, nämlich keine. Beim Stammtisch ist er natürlich der einzig junge, die anderen sind lauter alte Deppen.

Wanderung zum Arber

Nicht fehlen durften die Erzählungen von den Wanderungen zum Arber. Der Arber wird allaweil steiler, was wohl mit der Kontinentalverschiebung zu tun haben muss… Die Gondeln sind voll mit nur alte Leit. Und was es dort zu essen gibt – gedünsteten Broccoli und Selleriepürree. Außerdem gibt es eine Seniorenkarte. Beim * wird darauf hingewiesen, dass es alle Speisen auf Wunsch püriert gibt.

Das Klassentreffen

Über das zurückliegende Klassentreffen wurde folgende Aussage getroffen: „Mei, sann die old wor’n, lauter alte Manner!“ Die ehemalige Klassenkameradin war damals eine Schönheit, mit der ich gehen wollte. Jetzt habe sich die Frisur halbiert und der Körper verdoppelt! Herr Gott, ich danke dir, dass sie damals net ja g’sagt hat! Lauerer sagt über sich selbst: „Ich bin fit; mir fehlt überhaupt nix. Naja, ein Hühnerauge hab ich schon.“

Der Enkeltrick

Viel zu lachen gab es auch beim Enkeltrick, bei dem der Kabarettist alle Register seines Könnens zog und ausdrucksstark verschiedene Personen nachahmte. Ähnlich war der Besuch beim Drive-In, um einen Burger zu bestellen. Den Besuchern in der Stadthalle gab Toni Lauerer (66), der im Arbeitsleben 37 Jahre lang der Leiter des Ordnungsamtes und Standesbeamter in Furth im Wald war, folgenden Tipp: „Schaue nicht in den Spiegel, denn das zieht dich nur runter.“

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