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Volksmusikalisches Spektakel der Extraklasse

Neuhaus. Freunde der Volksmusik kamen bei der Bayerischen Nacht am Schafferhof voll auf ihre Kosten. Der unterhaltsame Abend bot den Besuchern aber noch viel mehr.

Volksmusikalisches Spektakel der Extraklasse

Die „Steirische Blas“ aus der Weststeiermark unterhielt bestens mit steirischer Volksmusik. Erstmals in der Oberpfalz zeigten sich die sechs Musiker vom Ambiente des Schafferhofs und dem süffigen Zoigl begeistert. Foto: Hans Prem
Auch den Schilcher Wein hatten die Musiker aus ihrer Stiermark mitgebracht. Foto: Hans Prem
Die Musiker der Steirischen Blas fühlten sich sichtlich wohl am Schafferhof. Foto: Hans Prem
Auch die „Tanngrindler Musikanten“ sorgten dafür, dass der Bayerische Abend am Schafferhof zum volksmusikalischen Spektakel wurde. Foto: Hans Prem
Die „Tanngrindler Musikanten“ aus Hemau gehören zu den bekanntesten Blaskapellen in Bayern. Bei der „Bayerischen Nacht“ überzeugten sie das Schafferhof-Publikum mit musikalischem Können, Spielfreude und Humor. Foto: Hans Prem
Die beiden Klarinettistinnen der „Tanngrindler Musikanten“ Daniela Scheuerer und Anna Weinzierl (von rechts) bekamen großen Applaus für ihr Solo beim „Gesang der Lerche“. Foto: Hans Prem
Bekannt wie das „saure Bier“ sind die „Zwoa Schneidig’n“ Christian Müller und Manfred Witt (von rechts). Sie stehen für zünftige Wirtshausmusik und sind an Originalität kaum zu überbieten. Zudem sorgten sie mit ihren trockenen Witzen für große Heiterkeit. Foto: Hans Prem
Die Musiker wechselten sich in der Tenne, in der Scheune und in der Zoiglstube ab. Je später der Abend, desto lustiger wurden die „Zwoa Schneidig’n“. Foto: Hans Prem
Sogar ein Schlaflied sangen die Zwoa Schneidig’n einem Besucher in der Schafferhof-Tenne. Foto: Hans Prem
Gesanglich unterstützt wurde die Steirische Blas von einem Dreigesang aus ihrem Heimatort westlich von Graz. Foto: Hans Prem

Die „Bayerische Nacht“ am Schafferhof hielt nach einigen Jahren Pause wieder das, was sie versprach: Die 250 Besucher erlebten ein volksmusikalisches Spektakel der Extraklasse. In dem urigen Ambiente von Tenne, Scheune und Zoiglstube spielten im Wechsel die „Steirische Blas“ aus der Steiermark, die Tanngrindler Musikanten aus Hemau und die „Zwoa Schneidig‘n aus Georgenberg auf. Neben spritziger Blasmusik kam auch der Humor mit Couplets, Gstanzl und vielen Witzen nicht zu kurz. Die Musikanten zogen im Wechsel durch die Zoiglstuben im Schafferhof und unterhielten ihr Publikum bestens.

Oberpfälzer Zoigl trifft steirischen Schilcher Wein

Dazu bot das Schafferhof-Team Kulinarik mit süffigem Zoigl, steirischem Schilcher-Wein und kleinen Brotzeiten an. Eingeladen hatte Schafferhof-Wirt Reinhard Fütterer drei Fernseh-bekannte Gruppen. Die weiteste Anreise hatten die Musiker der „Steirischen Blas“. Die siebenköpfige Formation, die 1988 anlässlich einer Amerikareise des „Dobler Chores“ gegründet wurde, zählt seit vielen Jahren zu den bekanntesten Volksmusikgruppen des Steirerlandes. Mit ihrem Können und ihre Spielfreude überzeugten sie nicht nur auf bislang 12 Tonträgeraufnahmen und tausenden Auftritten im In- und Ausland, sondern an diesem Abend auch am Schafferhof. „Eine traumhafte Location“, schwärmten die Musiker. Auch der Zoigl überzeugte sie. Mit zwei Flügelhörnern, steirisches Posaune, steirischer Ziach, Tuba und Gitarre servierten sie mit Walzern wie „Steirischer Brauch“, oder Polkas „Da Weg zu meim Madl ist stoanig“ Kostproben steirischer Volksmusik. Aus ihrem Ort westlich von Graz brachten sie auch drei Sängerinnen mit, die als Dreigesang unter anderem den „Steirer Dreier“ gefühlvoll jodelten.

So jung kumma nimma zsamm

Zustande kam das Engagement am Schafferhof über einen Gegenbesuch bei den „Tanngrindler Musikanten“ aus Hemau. Sie sind seit mehr als 40 Jahren weit über die Grenzen der Oberpfalz hinaus bekannt und gehören zu den bekanntesten Blaskapellen in Bayern. Auch heuer treten sie wieder im Volkssängerzelt der Schützenlisl auf der „Oidn Wiesn“ auf. Ihr Couplet „So jung kumma nimma zsamm“ stand an diesem Abend exemplarisch für die Stimmung vieler Besucher, die überwiegend im gesetzteren Alter waren. Die acht Musikerinnen und Musiker erwiesen sie als Könner an ihren Instrumenten und unterhielten die Zuhörer mit Polkas, Walzer, Landlern und Zwiefachen bestens. Die beiden Klarinettistinnen Daniela Scheuerer und Anna Weinzierl erhielten für ihr Solo beim „Gesang der Lerche“ großen Sonderapplaus.

Die „Zwoa Schneidig’n“ an Originalität kaum zu überbieten

Die „Zwoa Schneidig´n“ mit Christian Müller aus Waldkirch und Manfred Wild aus Eslarn rundeten das volksmusikalische Angebot ab. Die beiden Musiker sind zwei wahre Originale und spielen mit Akkordeon und Bariton zünftige Wirtshausmusik. Sie sind seit Jahren in der Oberpfalz bekannt wie das „saure Bier“. Ihr trockener Humor, die Interpretation origineller Lieder wie „Da Schousta“ und ihre Witze, zum Beispiel wie lange eine Ewigkeit dauert (bis der Wirt eine Runde Schnaps bringt), sorgten für beste Unterhaltung.

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