Volksmusikalisches Spektakel der Extraklasse
Volksmusikalisches Spektakel der Extraklasse
Die „Bayerische Nacht“ am Schafferhof hielt nach einigen Jahren Pause wieder das, was sie versprach: Die 250 Besucher erlebten ein volksmusikalisches Spektakel der Extraklasse. In dem urigen Ambiente von Tenne, Scheune und Zoiglstube spielten im Wechsel die „Steirische Blas“ aus der Steiermark, die Tanngrindler Musikanten aus Hemau und die „Zwoa Schneidig‘n aus Georgenberg auf. Neben spritziger Blasmusik kam auch der Humor mit Couplets, Gstanzl und vielen Witzen nicht zu kurz. Die Musikanten zogen im Wechsel durch die Zoiglstuben im Schafferhof und unterhielten ihr Publikum bestens.
Oberpfälzer Zoigl trifft steirischen Schilcher Wein
Dazu bot das Schafferhof-Team Kulinarik mit süffigem Zoigl, steirischem Schilcher-Wein und kleinen Brotzeiten an. Eingeladen hatte Schafferhof-Wirt Reinhard Fütterer drei Fernseh-bekannte Gruppen. Die weiteste Anreise hatten die Musiker der „Steirischen Blas“. Die siebenköpfige Formation, die 1988 anlässlich einer Amerikareise des „Dobler Chores“ gegründet wurde, zählt seit vielen Jahren zu den bekanntesten Volksmusikgruppen des Steirerlandes. Mit ihrem Können und ihre Spielfreude überzeugten sie nicht nur auf bislang 12 Tonträgeraufnahmen und tausenden Auftritten im In- und Ausland, sondern an diesem Abend auch am Schafferhof. „Eine traumhafte Location“, schwärmten die Musiker. Auch der Zoigl überzeugte sie. Mit zwei Flügelhörnern, steirisches Posaune, steirischer Ziach, Tuba und Gitarre servierten sie mit Walzern wie „Steirischer Brauch“, oder Polkas „Da Weg zu meim Madl ist stoanig“ Kostproben steirischer Volksmusik. Aus ihrem Ort westlich von Graz brachten sie auch drei Sängerinnen mit, die als Dreigesang unter anderem den „Steirer Dreier“ gefühlvoll jodelten.
So jung kumma nimma zsamm
Zustande kam das Engagement am Schafferhof über einen Gegenbesuch bei den „Tanngrindler Musikanten“ aus Hemau. Sie sind seit mehr als 40 Jahren weit über die Grenzen der Oberpfalz hinaus bekannt und gehören zu den bekanntesten Blaskapellen in Bayern. Auch heuer treten sie wieder im Volkssängerzelt der Schützenlisl auf der „Oidn Wiesn“ auf. Ihr Couplet „So jung kumma nimma zsamm“ stand an diesem Abend exemplarisch für die Stimmung vieler Besucher, die überwiegend im gesetzteren Alter waren. Die acht Musikerinnen und Musiker erwiesen sie als Könner an ihren Instrumenten und unterhielten die Zuhörer mit Polkas, Walzer, Landlern und Zwiefachen bestens. Die beiden Klarinettistinnen Daniela Scheuerer und Anna Weinzierl erhielten für ihr Solo beim „Gesang der Lerche“ großen Sonderapplaus.
Die „Zwoa Schneidig’n“ an Originalität kaum zu überbieten
Die „Zwoa Schneidig´n“ mit Christian Müller aus Waldkirch und Manfred Wild aus Eslarn rundeten das volksmusikalische Angebot ab. Die beiden Musiker sind zwei wahre Originale und spielen mit Akkordeon und Bariton zünftige Wirtshausmusik. Sie sind seit Jahren in der Oberpfalz bekannt wie das „saure Bier“. Ihr trockener Humor, die Interpretation origineller Lieder wie „Da Schousta“ und ihre Witze, zum Beispiel wie lange eine Ewigkeit dauert (bis der Wirt eine Runde Schnaps bringt), sorgten für beste Unterhaltung.












