Windischeschenbacher nehmen Regen-Bürgerfest mit Humor
Windischeschenbacher nehmen Regen-Bürgerfest mit Humor
Land unter in Windischeschenbach: Starker Platzregen ließ die feierliche Eröffnung sprichwörtlich ins Wasser fallen. Ursprünglich wollte Bürgermeister Karlheinz Budnik um 16 Uhr, angeführt von der Blaskapelle “Neuhauser Boum” und der Blaskapelle Windischeschenbach, mit Ehrengästen, einer Abordnung der Bundeswehr und den Vereinen vom Rathaus entlang der Hauptstraße zum Kommunbrauhaus einziehen. Stattdessen: Krisensitzung im Rathaus, wie das Fest ablaufen soll.
Nach gründlichen Studien verschiedener Wetterdienste stand aber fest: Eine Absage kommt nicht infrage. Der Regen werde nachlassen, auch wenn er über den Abend immer wieder einsetzen würde.
Mit zwei Schlägen angestochen
Mit etwas Verzögerung und ohne großen Einmarsch stach Budnik dann trotz anhaltendem Regens doch das Binner-Zoigl-Fass an: souverän mit zwei Schlägen. Der Bürgermeister verteilte das erste Glas an Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht. Aber auch die Bundeswehr, Pfarrer Hubert Bartel und natürlich die Böllerschützen machten das Beste aus dem Wetter und genossen unter dem Zelt am Kommunbrauhaus in der Braugasse und das Zoigl.
Währenddessen bangten die Vereine in ihren Ständen auf ein Ende des Regens. Diese hatten sich top auf das Fest vorbereitet und standen mit deftigen Brotzeiten, süßen Crêpes oder exotischen Cocktails bereit. Die gute Laune ließen sie sich nicht verderben: Auch ohne Besucher drehten viele die Boxen auf und machten einfach selber Stimmung.
Irgendwann hörte das Prasseln dann auf und die Menschen kamen. Trotz immer wieder auftretender Schauer blieben sie und kuschelten sich in den Zelten oder Überdachungen. Zum Glück waren die Temperaturen angenehm und starker Wind blieb aus.
Positive Bilanz trotz Regens
Bürgermeister Budnik zieht trotz des Wetters eine positive Bilanz: “Die Stimmung war gut und wir haben das Beste daraus gemacht.” Von den Vereinen hat er erfahren, dass trotz der schlechten Vorzeichen alle ihr Geschäft gemacht haben. Manche Stände waren noch vor Festende ausverkauft.
Bei der Beppo-Johnson-Lio-Band feierten die Menschen ausgelassen. Und auf der Carribean Night am ehemaligen Schulhaus ging es bis 3 Uhr in der Nacht ab. Besonders gefreut hat Budnik sich über die Tombola des Werbe- und Förderkreises: Dort gab es als Hauptpreis einen 1000-Euro-Gutschein vom Edeka, der vor allem viele Hausfrauen anlockte. Der zweite und dritte Preis waren ein 150-Euro-Gastronomie-Gutschein sowie eine Jahreskarte für das Freibad.
Für ihn als Stadtoberhaupt war es schön, ein gewisses “Zusammengehörigkeitsgefühl” gespürt zu haben: “Alle haben das Wetter mit Humor genommen und keiner hat sich aufgeführt.” Ein besonderer Dank geht auch an seine Bürger: “Trotz des Regens haben sie uns nicht im Stich gelassen und sind auf das Bürgerfest gekommen.”




