Leserbrief kritisiert Energiegenossenschaft in Parkstein

Leserbrief kritisiert Energiegenossenschaft in Parkstein
Leserbrief von Christian Plößner
Zweifel an Bürgerenergiegenossenschaft in Parkstein
Viele Bürger in Parkstein haben berechtigte Zweifel am Vorgehen rund um die Bürgerenergiegenossenschaft. Es wurden bereits rund fünf plus zwei Millionen Euro investiert, ohne dass bislang eine erkennbare Rendite entstanden ist. Gleichzeitig fehlt weiterhin ein belastbarer Finanzierungsplan. Noch gravierender: Ein klarer Investor ist nicht erkennbar. Das Projekt wird immer wieder als vielversprechend dargestellt – doch ohne Investor ist genau das mehr als fraglich.
Viele Bürger haben inzwischen den Eindruck, dass der Markt Parkstein zur finanziellen „Melkkuh“ gemacht wird. Während kein verlässlicher Investor in Sicht ist, tragen am Ende die Bürger das Risiko. Und eines ist klar: Billiger wird der Strom dadurch sicher nicht. Im Gegenteil – steigende Kosten und unsichere Rahmenbedingungen sprechen eher dafür, dass die Rechnung nicht aufgeht.
Kosten, Risiken und fehlender Investor
Hinzu kommt, dass weitere erhebliche Kosten bislang nicht ausreichend berücksichtigt erscheinen – etwa für notwendige Infrastruktur wie ein Umspannwerk, mögliche Reparatur- und Folgekosten sowie zusätzliche technische Aufwendungen. Auch diese werden am Ende die Allgemeinheit belasten. Hinzu kommt: Bereits heute wird viel Strom aus Photovoltaik erzeugt.
Der Energiemonitor weist oft mehrere 100 Prozent aus, mehr als Parkstein eigentlich braucht. Die Notwendigkeit weiterer Projekte ist daher mehr als fraglich. Dieser dritte Anlauf sollte ein klares Signal sein: Circa sieben Millionen Euro ohne Rendite, kein Investor und absehbar steigende Zusatzkosten dürfen kein „Weiter so“ rechtfertigen.
Anmerkung der Redaktion: Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Leserbrief. Er gibt ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wieder und entspricht nicht zwangsläufig der Haltung der Redaktion.
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