Familiengasthof Schaller feiert 20. Geburtstag und bleibt Touristengewinn für Floß

Familiengasthof Schaller feiert 20. Geburtstag und bleibt Touristengewinn für Floß
Wenn in früherer Zeit vom „Eslarner Bockl“ die Rede war, dann wusste jedermann, dass es sich um die Eisenbahnlinie von Weiden über Neustadt/Waldnaab, Floß, Vohenstrauß bis Eslarn handelte. Eine damals unverzichtbare Lokalbahnstrecke, die vor genau 140 Jahren ihren Betrieb für den Personen- und Güterverkehr aufnahm. Doch es kam anders, als man sich vorstellte. Die Bahn wurde ab den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts stillgelegt und abgebaut. 1975 kam das Aus für die Personenbeförderung und 1993 wurde der Güterverkehr eingestellt.
Vom Eslarner Bockl zum Bockl-Radweg im Oberpfälzer Wald
Was folgte, ist heute eine touristische Attraktion im Naturpark „Nördlicher Oberpfälzer Wald“, der 52 Kilometer lange Radlspaß auf dem ausgebauten und asphaltierten „Bockl-Radweg“. Es dauerte bis Juli 2005, bis der letzte Ausbauabschnitt von Neustadt/WN nach Floß weitergeführt und der Lückenschluss Floß-Vohenstrauß abgeschlossen werden konnte.
War es früher der „Eslarner Bockl“, so ist es heute der „Bockl-Radweg im Oberpfälzer Wald“. Clevere und modern eingestellte, tüchtige Leute verfolgten nicht ohne Grund diese Entwicklung. Darunter zählen auch die Flosser Eheleute Renata und Harald Schaller. Ihre Vorstellung, direkt anliegend am Bockl-Radweg eine Gaststätte zu errichten, wurde umgesetzt und Wirklichkeit. Aus Meisterhand durch die Firma Armin Winkler aus Floß entstand vor 20 Jahren ein Gasthof in Holzbauweise, der seit 2022 nach Fertigstellung der zwei Gästehäuser mit fünf Garagen und Parkplatz den Namen „Familiengasthof Schaller“ führt.
Familiengasthof Schaller: Entstehung und Konzept
Im Oktober 2006 wurde bereits die Eröffnung gefeiert, und im April 2007 fand die Einweihung des Gasthauses mit Bettenlager statt. Der Neubau des Gästehauses, wieder in Holzbauweise errichtet, präsentierte sich im Rahmen des „Tag der offenen Tür“ im Jahre 2011. Es ist der ausschließliche Alleinverdienst der Eheleute Schaller, dass sich alles so entwickelte, wie es heute ist. Ihnen war daran gelegen, ein Wirtshaus mit gepflegtem Biergarten zu schaffen und zur tabakrauchfreien Zone zu machen. In Bayern kam das Rauchverbot erst nach vier Jahren.
Was den Familiengasthof Schaller in hohem Maße auszeichnet, ist die peinliche Sauberkeit in und um den Gasthof, der überaus freundliche Service und schließlich die Ausstattung der Zimmer. Renata Schaller legt darauf ganz besonderen Wert. Mit den beiden Töchtern Veronika und Paula haben die Schallers zwei Goldstücke. Ohne sie wäre es viel, viel schwieriger, den heutigen Gasthof zu führen.
Teamarbeit und Ausblick
Allein die zehn Doppelzimmer, ein Einzelzimmer und eine Ferienwohnung machen viel Arbeit. Kein Problem bei den Schallers, die den aufkommenden Herausforderungen zu meistern. „Wir sind ein echtes Teamwork“, halten Renata und Harald Schaller gerne fest. Der Zukunft sieht der Familiengasthof mit Gelassenheit entgegen. „Wir geben auch weiterhin unser Bestes“, heißt es bei den Schallers, die von weiteren Ideen sprühen. So ist der Familiengasthof Schaller zu einem echten, großen Gewinn auch für den Markt, den Fremdenverkehr und den Tourismus geworden.
Darauf kann gefeiert werden. Und das geschah am Samstag, 3. Oktober, im geladenen Kreis. Bürgermeister Robert Lindner gratulierte für den Markt Floß, ebenso der Leiter der Geschäftsstelle Nordoberpfalz, Florian Rieder, als Vertreter der Industrie- und Handelskammer. Lob, Dank und Anerkennung kamen von allen Seiten. Am Geburtstag gab es Kaffee und Kuchen, feinste Grillsachen, die von den Freunden des Fördervereins der Flosser SV-Kicker zubereitet wurden. Ein Zeichen der großen Wertschätzung. Die Schallers meinten zum guten Ende der Feier: „Was will man mehr.“
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