90-jährige Kämpfernatur Josef Lobenhofer steht noch immer in seiner Werkstatt

90-jährige Kämpfernatur Josef Lobenhofer steht noch immer in seiner Werkstatt
Mit einem ganzen Saal voller Gratulanten feierte der Schreinermeister im (Un-)Ruhestand am Samstag seinen 90. Geburtstag. Die Werkstatt lässt ihn auch im hohen, gesegneten Alter noch nicht los. Dorthin macht er sich täglich auf, um seinen Sohn und Betriebsnachfolger Stefan zu unterstützen.
1949 hatte der Sepp in der Schreinerei seines Vaters begonnen, die sich seit 1884 aus kleinen Anfängen entwickelte. 1984/85 erfolgte die Erweiterung, 1999 die Übergabe an Sohn Stefan, der sich inzwischen auf Innenausbau spezialisiert hat. 29 Lehrlinge hatte Josef Lobenhofer ausgebildet. „Ich erinnere mich noch gut und gerne an das Jahr 1946, als ich als erster Lehrling beim Vater des Jubilars begann und drei Gesellenjahre unterm Sepp verbrachte“, erklärte der 94-jährige Dürnaster Otto Ziegler.
Arbeit, Familie und Zukunftswünsche
Nicht nur das Schreinerhandwerk, auch die Arbeit in der eigenen Landwirtschaft und im Wald waren ein wichtiger Abschnitt seines Lebens. 2024 konnte er mit seiner Ella, die ihm im Alltag eine große Stütze ist, in Straubing das diamantene Ehejubiläum feiern. „Ich arbeite noch immer sehr gern und bin jeden Tag dankbar, dass ich noch gut beinander bin“, gibt er freudvoll von sich. Seinen Geburtstagswunsch formuliert er mit einem Lächeln kurz und klar: Enkel Johannes soll den Fortbestand des Betriebs auch in der fünften Generation sichern.
Fußballleidenschaft und Vereinsverdienste
Der Lobenhofer-Sepp ist mit seiner Heimat tief verwurzelt. Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für den Fußball, spielte als Torwart der ersten Mannschaft und war nach seiner aktiven Laufbahn mehrere Jahrzehnte Schiedsrichter im Kreis Weiden. Bleibende Verdienste hat sich Lobenhofer in seiner 14-jährigen Amtszeit als Vorsitzender des FC beim Bau des Sportheims erworben, in das er viel Eigenleistung investierte. Noch immer versäumt er kein Heimspiel und verfolgt zudem regelmäßig die Bundesliga-Sportschau. Der Sepp ist auch gern gesehener Gast beim Freitags-Dämmerschoppen.
Viele Gratulanten und Grüße aus Nah und Fern
Glück- und Segenswünsche überbrachten neben seinen Angehörigen, Verwandten, unter ihnen seine beiden noch lebenden Schwestern Maria (94) und Cilla (91), Pfarrer Varghese Puthenchira und Josef Schweiger für die Pfarrgemeinde. Zweiter Bürgermeister Julian Kraus dankte dem Träger der Barbara-Medaille für das 36 Jahre lange Engagement im Gemeinderat. Ferner reihten sich Abordnungen von sieben Vereinen und Verbänden in die Gratulantenschar ein. Die Feuerwehr überreichte Lobenhofer die Urkunde zum Ehrenmitglied. Mit Manfred Trogisch kam Altbürgermeister Georg Härning aus dem Weidener AWO-Seniorenheim Franz Zebisch vorbei. Über WhatsApp kamen Segenswünsche von Pfarrer Irudayaraj Devadass aus Südindien. Telefonisch wünschte Bürgermeister a.D. Werner Windisch aus Bad Füssing weiterhin Gesundheit. Geburtstagskarten hatten Ministerpräsident Markus Söder, Landrat Andreas Meier und MdL Stephan Oetzinger geschickt.
Besinnlicher Abschluss in der Pfarrkirche
Schön abgerundet wurde die Feier bei der Abendmesse in der Pfarrkirche, die Enkelin Lea musikalisch mit besinnlichen Harfenklängen bereicherte und bei der neben Schwager Hans Liedl Kinder, Schwiegersöhne und -töchter, Enkel zum Abschluss im Chor „Irische Segenswünsche“ darboten.




