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Abschied in Kaltenbrunn von selbstloser Sieglinde Miedl

Kaltenbrunn. Die Gemeinde nimmt Abschied von Sieglinde Miedl, die im Alter von 88 Jahren nach langer Krankheit verstarb. Als treue, gläubige Stütze ihrer Familie pflegte sie ihren Mann über elf Jahre und prägte das Dorfleben.

Kaltenbrunn. Die Gemeinde nimmt Abschied von Sieglinde Miedl, die im Alter von 88 Jahren nach langer Krankheit verstarb. Als treue, gläubige Stütze ihrer Familie pflegte sie ihren Mann über elf Jahre und prägte das Dorfleben.
Symbolbild: Pixabay

Abschied in Kaltenbrunn von selbstloser Sieglinde Miedl

Heimgerufen zu werden, danach hatte sich Sieglinde Miedl in den letzten Monaten wohl gesehnt. Am Dienstagmorgen ist sie nach längerem Leiden und dem Empfang der heiligen Krankensalbung im Alter von 88 Jahren verstorben.

„Dankbar erinnern wir uns an die schönen Stunden, die ihr geschenkt waren und die wir mit ihr verbringen konnten. Aber auch die leidvollen Tage, die ihr auferlegt waren, stehen uns vor Augen“, hieß es im Tagesgebet von Pfarrer Varghese Puthenchira. Er blickte auf ihr Leben, das 1938 in Weiherhammer begonnen hatte. Mit ihren Eltern Albert und Maria Gailer zog sie nach Obersteinbach bei Massenricht, wo der Vater eine Schmiede errichtete und betrieb. 1962 heiratete sie in Kaltenbrunn Johann Miedl aus Dürnast. 1965 kam Sohn Andreas auf die Welt. Kurze Zeit später bezog die Familie das selbst erbaute Eigenheim an der Pfarrer-Fenk-Straße.

Ein Leben geprägt von Glaube und Fürsorge

„Sieglinde Miedl hat wenig auf sich geschaut, sondern immer auf die Bedürfnisse ihrer Familie. Ihre Güte durften auch die Enkel Marie und Florian erfahren. Sie liebte die Gartenarbeit im Weiherteil und Waldspaziergänge. Solange es ging, hat sie treu die Sonntag-Vorabendmesse mitgefeiert und das Grab ihrer Cousinen gepflegt“, betonte Puthenchira. Und weiter: „Nach dem Schlaganfall ihres Mannes 2011 pflegte und umsorgte sie ihn über elf Jahre lang mit Geduld, verzichtvoll und aufopfernd, treu unterstützt durch die Familie von Sohn Andreas, bis sie selbst schwer erkrankte, sodass beide im August 2022 ihre gewohnte Umgebung verlassen und in die Senioren-WG „Regenbogen“ wechseln mussten.“

Dort ging ihr Johann am 4. November 2024 in die Ewigkeit voraus. Puthenchira: „Ihr Leben war getragen vom Glauben und Vertrauen, dass ihr Gott stets nahe ist. Daraus speiste sie ihre Kraft in schweren Stunden. Als sie bereits schwer krank war, reichte es immer noch für ein Lächeln, wenn sie Besuch bekam, wofür sie sich stets bedankte.“

Musikalischer Abschied

Für eine würdige musikalische Gestaltung sorgten Tenorsolist Hans Liedl und Dieter Ludwig an der Orgel unter anderem mit „Die Blätter fallen von den Bäumen, ein Windhauch wehet durch das Land“ und „Selig seid ihr“ sowie Trompeter Hans Rettinger mit dem Feierabendlied und „Näher mein Gott zu dir.“

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