Carolina Trautner lobt inklusives Museumscafé in Flossenbürg
Carolina Trautner lobt inklusives Museumscafé in Flossenbürg
Informative Einblicke hinter die facettenreichen Kulissen des Museumscafés Flossenbürg des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth hat Carolina Trautner, Vorsitzende der Lebenshilfe Bayern e. V., Ende letzter Woche bekommen. Zusammen mit ihrem Landtagsabgeordneten-Kollegen Dr. Stephan Oetzinger (CSU) und Ministerialdirigenten Dr. Max Loy, dem Leiter der Referate-Gruppe „Kommunikation“ im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, war sie in der nördlichen Oberpfalz zu Gast. Und Trautners Resümee nach dem mehrstündigen Besuch fiel eindeutig mehr als positiv aus: „Es ist eine einmalige Einrichtung an einem einmaligen Ort.“
Besuch im Museumscafé und der Gedenkstätte Flossenbürg
Auf Einladung von Prof. Dr. Jörg Skriebeleit, dem Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, und dem HPZ-Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler nahm die frühere bayerische Sozialministerin die Gedenkstätte und das Café in ihre alljährliche Tour durch verschiedene Inklusionsprojekte in der nördlichen Oberpfalz auf. Mit Blick auf beide Projekte sprach sie von perfekter Arbeit Hand in Hand und einem außergewöhnlichen Miteinander.
Im Beisein von HPZ-Aufsichtsratsvorsitzenden Helmut Brandl führten zunächst André Zaus (Verwaltungsleiter der Gedenkstätte) und Johannes Lauer, Leiter der Digitalen Projekte und Neukonzeption des Steinbruchs, die Gäste durch das ehemalige Konzentrationslager. Sie gaben eine kurze Einführung in dessen – so Trautner – „traurige und bewegte Geschichte“ sowie in die Entstehung und Entwicklung der Gedenkstätte bis zum heutigen Tag. Auch auf die künftige Planung der Eingliederung des ehemaligen Granit-Steinbruchs gingen Zaus und Lauer ein.
Hintergrund zum Museumscafé
Breiten Raum nahmen das anschließende Mittagessen und die Hintergrundinformationen zum Museumscafé ein. Vorstandsvorsitzender Stadler stellte dabei das HPZ und die Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte, die auf Skriebeleits Initiative hin im Jahr 2015 als inklusiver Betrieb und Teil des neuen Bildungszentrums in der Gedenkstätte eröffnet worden war, sowie viele rechtliche und finanzielle Voraussetzungen für den Betrieb des Cafés vor. „Der Gedanke war, dass an einem historischen Ort des Schreckens das Café ein Zeichen für Menschlichkeit, Begegnung und Inklusion setzen soll“, erklärte Stadler. Ein Unterfangen, das nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass im Café beeinträchtigte und nicht beeinträchtigte Menschen zusammenarbeiten, bestens gelungen sei.
Eine Aussage, die auch CSU-Landtagsabgeordneter Dr. Oetzinger unterstrich: „Die Entwicklung des vom HPZ betriebenen Museumscafés ist beeindruckend. Es zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie Inklusion, Teilhabe und hervorragende Arbeit miteinander verbunden werden können.“ Das Café sei inzwischen nicht nur ein wichtiger Ort der Begegnung, sondern auch kulinarisch absolut einen Besuch wert. „Gleichzeitig mahne der Besuch der Gedenkstätte Flossenbürg, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten und Verantwortung für unsere Demokratie und unsere Gesellschaft zu übernehmen“, sagte der CSU-Politiker weiter.
Engagiertes Team im Einsatz
„Verantwortung übernehmen“ war dabei das Stichwort für Michaela Schrott vom HPZ-Sozialdienst, die das Museumscafé zusammen mit ihrer Kollegin Christine Schneider leitet. Sie berichtete dabei ausführlich über die Philosophie, die Herausforderungen und die Arbeitsweise. Klar, dass sich auch die HPZ-Mitarbeiter Lisa Mösbauer, Steffi Eckert, Daniel Kraus, Christian Hüttner und Markus Naß den Fragen der Politiker stellten und viel über ihren Arbeitsalltag zu erzählen wussten. „Es macht ungemein viel Spaß“, lautete unisono deren Fazit.
Mit wie viel Herzblut die Café-Beschäftigten dabei bei der Sache sind, zeigte die abschließende Führung durch die Einrichtung. Dabei bekam Trautner nicht nur einige geheime Rezeptzutaten für die im Café selbst gemachten Kuchen und Torten mit auf den Nachhauseweg, sondern auch wertvolle Pflanztipps für die heimischen Hochbeete und verschiedene selbst produzierte Marmeladen.
Wenn Du OberpfalzECHO als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Dich auf.
Füge jetzt OberpfalzECHO Deinen Quellen hinzu!






