Einen Appell zum Abschied: Major Müller verlässt die Kaserne
Einen Appell zum Abschied: Major Müller verlässt die Kaserne
Drei Jahre lang führte Major Johannes Müller die vierte Batterie des Artilleriebataillons 131 Weiden. Seit dieser Zeit ist die vierte Batterie als Patenkompanie eng mit der Stadt Windischenbach verbunden. Der Appell zum Abschied von Major Johannes Müller und zur Einführung seines Nachfolgers, Hauptmann Christian Knorn, war dann auch ein gemeinsam getragener würdiger Abschied und Empfang.
Zeichen des Respekts
Die vierte Batterie nutzte diesen Appell, um der Bevölkerung Windischeschenbachs modernste Waffen der Bundeswehr zu zeigen. Pünktlich zum Beginn des Appells auf dem Parkplatz vor der Mehrzweckhalle, setzte der Regen ein. Bataillonskommandeur Oberstleutnant Thorsten Wallschuss freute sich in seinem Willkommensgruß über die Vielzahl der Gäste, insbesondere derer, die dafür weite Wege in Kauf genommen haben.
Dies wertete der Bataillonskommandeur als Zeichen des Respekts, der Anerkennung, der Kameradschaft und der Verbundenheit mit den beiden „Hauptdarstellern“ des Nachmittags, Major Johannes Müller und Hauptmann Christian Knorn. Die Öffentlichkeit mit einzubeziehen, sei ihm, als wichtige Zeremonie, persönlich am Herzen gelegen, betonte der Oberstleutnant. Der Appell der vierten Batterie des Bataillons 131 sei der Beweis für die Verbundenheit mit der Stadt Windischeschenbach, seit der Begründung der Patenschaft mit der Batterie am 11. September 2021, die sich als intensive und freundschaftliche Beziehung entwickelt habe.
Aller Abschied fällt schwer
„Die 4. Batterie ist gerne in Windischeschenbach“, hob der Oberstleutnant hervor und nannte dies keine Selbstverständlichkeit. Dafür gehöre der Dank der Stadt Windischeschenbach und der Bevölkerung. Bürgermeister Karlheinz Budnik räumte ein, dass der Abschied von Major Johannes Müller, mit dem er längst mit dem kameradschaftlichen „Du“ verbunden ist, schwerer als erwartet fällt. Das Gedeihen der Partnerschaft zwischen der Stadt Windischeschenbach und der vierten Batterie sei vor allem der Verdienst Major Müllers und der Soldatinnen und Soldaten „seiner“ Batterie, betonte der Bürgermeister.
Seit Beginn der Patenschaft habe sich die Batterie an vielen örtlichen Veranstaltungen eingebracht. „Wir werden mit dir lieber Johannes einen freundlichen und hilfsbereiten Menschen mit dem unverkennbaren Dialekt vermissen“. Dieser Abschied werde im Berufsleben eines Soldaten vorgegeben, weil verschiedene Dienstposten und Kommandoebenen zu durchlaufen seien, sagte das Stadtoberhaupt. Jetzt warte auf Major Müller eine neue Herausforderung.
Eine fruchtbare Partnerschaft
Im Anschluss an die Ansprache des Bürgermeisters vor den angetretenen Soldaten der vierten Batterie erfolgte die Übergabe der Standarte vom ausscheidenden Batteriechef zunächst an Bataillonskommandeur Oberstleutnant Thorsten Wallschuss und dann an Hauptmann Christian Knorn als Nachfolger Müllers. Oberstleutnant Thorsten Wallschuss sprach dann ausführlich die Einsätze der vierten Batterie in der Dienstzeit von Major Johannes Müller an, die vor allem auch von der Coronaproblematik geprägt war. Nach dem Abspielen des Bayernliedes und der Nationalhymne dann eine ganz besondere Ehrung für Major Johannes Müller.
Zweiter Bürgermeister Erich Sperber kam mit prächtigen Pferden und einer offenen Kutsche. Major Johannes Müller fuhr dann in der Kutsche gemeinsam mit seiner Frau die Front der angetretenen Soldaten ab und grüßte diese mit militärischem Gruß zum Abschied. Beim späteren Empfang in der Grund- und Hauptschule überreichte Bürgermeister Karlheinz Budnik Major Johannes Müller die Medaille der Stadt Windischeschenbach und ein Buch übers Waldnaabtal. Major Johannes Müller nannte in seiner Abschiedsansprache die Patenschaft als „fruchtbar und beidseitig gewollt“.














