Gemeinde Floß trauert um Angelika Eismann
Gemeinde Floß trauert um Angelika Eismann

Noch im Frühling war es ihr vergönnt, im Kreise ihrer Familie das 70. Wiegenfest zu feiern. Gott der Herr hat sie am 1. August zu sich heimgeholt. Trauer und Bestürzung kehrten bei der Bevölkerung über den Tod von Angelika Eismann, Untere Bachgasse 5a, ein. Sie war eine immer aufgeschlossene, freundliche, lebensfrohe, familienfreundliche und hilfsbereite Bürgerin im Flosser Amt. Bei der Soldatenkameradschaft 1870, die ihr Ehemann Hans seit Jahren souverän als 1. Vorsitzender leitet, war Eismann das einzige weibliche Mitglied.
Lebensweg und Familie
Angelika Eismann wurde am 28. April 1956 in Flossenbürg geboren und wuchs dort auf, besuchte die Volksschule und stieg anschließend in das Berufsleben als Krankenschwester ein. Mit dem Flosser Berufssoldaten Hans Eismann schloss sie den Bund fürs Leben. Tochter Michaela war das große Familienglück. Dazu gehörten auch die beiden Enkelkinder Paul und Lukas, die sie in ihr Herz geschlossen hatte. Eismann arbeitete zuletzt bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Berufsleben bei Gerhard und Petra Schaller im Gasthaus „Weißes Rössl“.
Requiem und Würdigung
Mit dem früheren Pfarrer aus Flossenbürg, Alfons Kaufmann, pflegen die Familien Eismann und Schedl ein einwandfreies Verhältnis. Kaufmann war von 1992 bis 2007 Pfarrer in der Pfarrei Flossenbürg. Er zelebrierte auf die Bitte der Verstorbenen das Requiem am Dienstag, 11. August, in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer. In seiner Predigt stellte der Geistliche die Verstorbene als eine im katholischen Glauben fest verwurzelte Christin heraus.
Sie lebte und praktizierte christliche Nächstenliebe. Ehemann Hans erfüllte den Wunsch der Verstorbenen, ging an den Ambo und teilte mit, dass Angelika keine Nachrufe im Requiem haben wollte. Sie war Mitglied des Turnvereins 1908 und die gute Seele bei der Fülle der Arbeit ihres Mannes als Vorsitzender des Vereins. Auch dem Katholischen Frauenbund hielt sie die Treue.
Engagement in Vereinen
Dankbar war sie für die Mitgliedschaft bei der Flosser Landwehr, und die Soldatenkameradschaft 1870 verlor eine beliebte Kameradin.
Es war der Wille der Verstorbenen, in einer PowerPoint-Präsentation Erinnerungen an ihr Leben und Wirken wach werden zu lassen. Dazu erklang dezent und zurückhaltend das Lieblingslied der Familie Eismann. Roswitha Bergmann sprach die Fürbitten für die Verstorbene. Die musikalische Gestaltung der Trauerfeier übernahm Bettina Mildner aus Flossenbürg mit den Liedern „Herr, erbarme dich“, „Halleluja“ und „Segne du Maria“. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung von Floß und Flossenbürg fand anschließend auf dem katholischen Friedhof die Beerdigung statt.
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