Goldene Hochzeit im Hause Maschke
Goldene Hochzeit im Hause Maschke
Das Kennenlernen ist “eine Geschichte”, die heute wohl, nach einem halben Jahrhundert, undenkbar wäre. Zlatica lebte bis Anfang der 70er Jahre in einem kleinen Dorf in Kroatien. Hier erschienen Vertreter deutscher Fabriken, um Arbeitskräfte anzuwerben. Das Mädchen war gerade 15 Jahre alt und wollte mit. Ohne ihre Eltern, kein Wort sprach sie Deutsch, ging sie zusammen mit anderen Mädchen aus dem Dorf nach Deutschland, um in der Uhrenfabrik Junghans zu arbeiten.
Eine außergewöhnliche Liebe
Die Freundinnen zog es ganz schnell aufgrund von Heimweh wieder zurück nach Kroatien. Zlatica ebenso, aber nur ein Stück weiter nach Süden an eine Klinik in Prien am Chiemsee als Servicekraft. Hier kam Fritz ins Spiel. Der geborene Windischeschenbacher, wie so viele beschäftigt in der Porzellanfabrik, kam zur Kur nach Prien und lernte Zlatica kennen, als sie ihm das Essen servierte. Sie folgte seiner Einladung zu einem Kinobesuch und
auch zu einem Ausflug nach Salzburg.
Die Kur war zwar nach drei Wochen beendet, aber es begann ein neuer Lebensabschnitt, denn Zlatica folgte ihrem Fritz im Winter 1973 nach Windischeschenbach und bereits im darauffolgenden Jahr im Juni war die Hochzeit. Getraut von Bürgermeister Richard Seitz und Pfarrer Heinrich Kordick startete das Paar gemeinsam ins Leben. Dieses verlief in geordneten Bahnen einen glücklichen Weg.
Familienzuwachs und Großelternstolz: Fritz und Zlatica feiern
“Wir hatten eine Abmachung”, erzählt Fritz. “Meine Frau entscheidet die kleinen Dinge und ich die großen Sachen.” Bisher habe er allerdings nichts entscheiden müssen, erläutert der Jubelbräutigam schmunzelnd. Das Familienleben in der Xaver-Lindner-Straße hatte sich dahingehend entwickelt, dass die beiden Söhne Jens und Lars zur Welt kamen und die
Lebensgemeinschaft von Fritz und Zlatica als Mittelpunkt bereicherten. Dies tun natürlich im Besonderen auch die vier Enkelkinder Elias, Luca, Ronja und Maxima. Der Freudentag war auch Anlass für Bürgermeister Karlheinz Budnik und Pfarrer Hubert Bartel, die Glückwünsche der politischen und kirchlichen Gemeinde mit einem Geschenk zu überbringen.


