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Hoffnungsträger für einen wundervollen Beruf

Weiden. Die Absolventen des 27. Jahrganges der Staatlichen Höheren Landbauschule Weiden-Almesbach feierten ihren Fortbildungsweg mit einer gemeinsamen Feier. Dazu luden sie auch die Eltern und Gäste ein.

Hoffnungsträger für einen wundervollen Beruf

Abschlusszeugnisse und Urkunden sowie ein Schild erhielt jeder Absolvent, der sich bei der Staatlichen Höheren Landbauschule Almesbach den Seminaren zum Agrarbetriebswirt unterzog. Foto: Reinhard Kreuzer

Nach dem ökumenischen Gottesdienst mit Pfarrer Johannes Lukas und Pfarrerin Stefanie Endruweit sorgte Thorsten Willecke von der Franz-Grothe-Schule für die musikalische Untermalung. Schulleiter Reinhold Witt erinnerte daran, dass im 27. Jahrgang zwei Landwirtinnen und neun Landwirte ihre Fortbildung zum Agrarbetriebswirt in zwei Semestern beendeten.

Somit schließt der erste Pilotjahrgang des Schulversuchs des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten diese Fortbildung. Er richtet sich auf die künftigen Anforderungen aus und erreicht einen zeitlichen Gleichklang zwischen Meister, Techniker und Agrarbetriebswirt. “So können sich in sechs Jahren die Lehrlinge über die Landwirtschaftsschule und über die Höhere Landbauschule (HLS) zum Unternehmer und zum Dienstleister im Agrarbereich qualifizieren”, sagt Reinhold Witt.

Landwirtschaft im Blickpunkt

Mehr als 60 Prozent des Abschlussjahrgangs der Landwirtschaftsschule Weiden haben die HLS besucht und damit die beste Bildung für Unternehmer genossen. „Wir entlassen elf engagierte Junglandwirte in einer Zeit, in der Landwirtschaft und Nahrungsmittelerzeugung erklärt werden müssen, weil der direkte Kontakt zum Verbraucher nicht mehr gegeben ist“, so Reinhold Witt. Weiter steht die Landwirtschaft vermehrt im Blickpunkt. Steigende Preise, seit Russland das Getreideexportabkommen mit der Ukraine auslaufen ließ, Angst vor Hunger in vielen Entwicklungsländern und Unsicherheit auf der ganzen Welt macht sich breit.

Nahrungssicherheit ist der neue Blickwinkel. Die Absolventen haben gelernt, Risiken abzuschätzen, zu berechnen, was möglich ist und auch wie sie in der Produktionstechnik nachhaltig gute regionale Produkte erzeugen können. Ökonomie sei laut Witt eine der drei Säulen der Nachhaltigkeit, Ökologie die zweite. Dazu kommt die dritte Säule, das Soziale, also der Mensch und die Gesellschaft.

Die Ernte für die Absolventen ist eingefahren, die besten waren Nikolai Rupprecht (1.2), Christian Kraus (1.53) und Simon Meisl (1.66). Einen Rückblick am Beamer zeigten Christina Thieroff und Nikolai Rupprecht in ihrem Beitrag „Ein Jahr fürs Leben“. Der Streifzug führte durch Exkursionen, Besichtigungen, Bauernmarkt, Weidetag und Fahrten zu Gemüsebetrieben bis hin zu Weingütern.

Bereit sein für Neues

Nach einem weiteren Musikstück überbrachte Stadträtin Maria Sponsel die Grüße von Oberbürgermeister Jens Meyer. Sponsel sprach von höchstem Respekt zu den Absolventen. Sie seien nun Hoffnungsträger für einen wundervollen Beruf. Der Bezirkspräsident des BBV Oberpfalz Ely Eibisch unterstrich, dass die Gesellschaft ihre Bedürfnisse verändere. “Wir müssen bereit sein für Neues. Müssen uns breiter aufstellen und uns sagen, ich muss besser sein, als die anderen”, so Eibisch.

WITRON – Nachmittag der Ausbildung
WITRON – Nachmittag der Ausbildung

Mit Freude nahm Reiner Luber vom Staatsministerium für Ernähung, Landwirtschaft und Forsten wahr, dass Lehrer und Schüler die Bildungssysteme annehmen und sich der Ausbildung unterziehen. Der Standort habe deshalb Zukunft. Er brachte Urkunden und Medaillen als Meisterpreis mit. Zudem sagte er: „Der Meisterbonus beträgt in Bayern rückwirkend zum 1. Januar 3.000 Euro im Jahr 2023 und wird als Einmalzahlung ausgezahlt“.

Die Vorsitzende Petra Hager vom Ehemaligenverband überreichte die neuen Schilder mit Namen der Agrarbetriebswirte. “Dieses Schild soll einen sichtbaren Platz im Hof der Landwirtschaft bekommen, denn ihr könnt stolz sein, nach dieser anstrengenden Lernphase, diese Weiterbildung abgeschlossen zu haben”, sagt Hager. Mit einem gemeinsamen kalten Büfett klang die Feier aus.