Josef Rupprecht ein Achtziger: Ein Leben als Anwalt des Gemeinsinns

Josef Rupprecht ein Achtziger: Ein Leben als Anwalt des Gemeinsinns
Bei der Geburtstagsfeier eines Eschenbacher Urgesteins nehmen die Würdigungen für einen Menschen mit Herz und einem Leben voller Tatkraft, sozialem Engagement und Menschlichkeit kein Ende. „Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der, der in der angestammten Heimat wohnt“, dieses Bekenntnis zu seinen Wurzeln in Runkenreuth gab Josef Rupprecht den vielen Gratulanten zu seinem besonderen Jubiläum mit auf den Weg.
Der Jubilar kann auf ein erfülltes Lebenswerk zurückblicken, ohne den berühmten goldenen Löffel in der Wiege gehabt zu haben. Beim am 31. August 1946 in Runkenreuth geborenen und in einem Bauernhaus mit drei Brüdern aufgewachsenen Jubilar kamen schon in den Jugendjahren viele Tugenden zum Tragen.
Einsatz für Kirche und Gesellschaft
Als tiefgläubiger Mensch stieg der Dorfbub vom begeisterten Messdiener Schritt für Schritt zum Oberministranten auf. Es waren für Josef Rupprecht spannende Jahre, die in der Folge zu einem weiteren Engagement in der Ortskirche führten. Rekordverdächtig bleiben schließlich die drei Jahrzehnte, in denen er Verantwortung als Kirchenpfleger für die Pfarrei St. Laurentius übernahm. „Ich diente in dieser Zeit vier Stadtpfarrern“, blickt der Jubilar auf die gute Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Pfarrherrn zurück. Karriere machte Josef Rupprecht bei der Sparkasse. Als Filialdirektor des Eschenbacher Geldinstituts beendete der Jubilar 2006 seinen Traumberuf.
Prägend war für ihn, dem heimatverbundenen Eschenbacher, auch das soziale Engagement. Als betroffener Vater engagierte er sich schon in den 1970er Jahren als Elternbeirat in der damaligen „Lebenshilfe Irchenrieth“. Dem „gläubig aufwärts“ folgte beim Aufbau des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth ein „mutig vorwärts“. Viele Jahre bekleidete er das Amt des Vorstandsvorsitzenden des HPZ-Trägervereins. Eine Lebensaufgabe, die der Jubilar als Vater von zwei behinderten Söhnen dazu nutzte, sein Wissen und seine persönliche Erfahrung um die Betreuung Behinderter in die Fortentwicklung des HPZ einzubringen.
Ehre, wem Ehre gebührt
Die Leistungen für Kirche, Staat und Kommune würdigten der Bundespräsident mit der Verleihung der Bundesverdienstmedaille, der Bayerische Ministerpräsident mit dem Ehrenzeichen in Anerkennung für langjährige herausragende ehrenamtliche Tätigkeit, der Diözesanbischof mit der Sankt-Wolfgangs-Verdienstmedaille für die kirchlichen Verdienste und die Stadt Eschenbach mit der Bürgermedaille als „Anwalt des Gemeinsinns“.
Darüber hinaus engagiert sich der Jubilar noch mit 80 Lenzen für die Vereinswelt. „Die Pflege der Gesellschaft schafft viele Glücksmomente“, begründet Josef Rupprecht diesen Gemeinschaftsgeist und verweist auf sein Engagement als Schatzmeister in vielen Vereinen und derzeit als Kassenprüfer bei 18 Vereinen. Noch heute schätzt die Vereinswelt die Unterstützung des erfahrenen Bankers. Josef Rupprecht gehörte zudem zu den Gründern der Pfarr-, Sing- und Musikschule Eschenbach. Viele Jahre suchte der Marienverehrer innere Ruhe bei seinen Wallfahrten nach Altötting.
Dankbarkeit als Lebensphilosophie
Im Rahmen der Geburtstagsfeier unternahmen viele persönliche Wegbegleiter den Versuch, das reiche Leben des Jubilars zu skizzieren und an den vielen markanten Stationen einer besonderen Lebensleistung zu verweilen.
Schon beim Jubiläumsgottesdienst mit Monsignore Andreas Uschold und den Co-Zelebranten HPZ-Seelsorger Alfons Forster und Ruhestandspfarrer Helmut Süß, musikalisch begleitet von der Veehharfengruppe Eschenbach, war viel von der gelebten Dankbarkeit des strahlenden Geburtstagskindes die Rede. Für den ehemaligen Eschenbacher Stadtpfarrer Andreas Uschold war es ein besonderes Anliegen, diese Dankbarkeit und die guten Taten des Jubilars mit den Worten des weltbekannten Benediktinermönchs David Steindl-Rast zu beleuchten. Diese Grundhaltung sei für Josef Rupprecht zur Lebensphilosophie geworden, betonte der Kirchenmann.
Leuchtturm des Ehrenamts
In diesem Sinne gab es auch während der anschließenden Geburtstagsfeier im Gasthaus Schmid in Tremmersdorf viel Anerkennung. Bürgermeister Marcus Gradl lobte den Bürgermedaillenträger der Stadt als großen Ideengeber und Leuchtturm des Ehrenamts, um gleichzeitig die Hingabe der Familie für ihre behinderten Kinder zu würdigen. Ex-Sparkassenchef Helmut Hollmer sprach voller Anerkennung von den Leistungen Josef Rupprechts als Filialdirektor der Sparkasse Eschenbach und dem gewinnenden Naturell des Jubilars. Peter Lehr ernannte das Geburtstagskind im Namen des Kreisverbandes des Bayerischen Soldatenbundes zum Ehrenmitglied.
Sparkassenleiter Wolfgang Busch würdigte seinen früheren Chef als lebendes Lexikon und für das Menschsein in beruflich spannenden Zeiten. Fritz Gradl erinnerte an die wertvollen Dienste für die Gesellschaft Frohsinn. In guter Erinnerung bleibt der Jubilar auch beim HPZ Irchenrieth. Eine starke Vertretung der Geschäftsleitung mit Aufsichtsratsvorsitzendem Helmut Brandl und Vorstandsvorsitzendem Christian Stadler an der Spitze blickte dankbar zurück auf die „HPZ-Ära Rupprecht“ als Vorsitzender des Vereins der Lebenshilfe.
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