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Kleine Lichter können Großes bewirken

Burkhardsreuth. Eine bis zum letzten Platz besetzte Kirche: Die Katholische Landjugend schaffte, was selbst in der ehedem „erzkatholischen“ Oberpfalz nicht mehr selbstverständlich ist.

Kleine Lichter können Großes bewirken

Kleine Lichter können große Räume erhellen: Für Frieden, Zuversicht, Hoffnung, Glauben und Liebe standen die Kerzen, die die Jugendlichen beim Gottesdienst der Katholischen Landjugend Burkhardsreuth entzündeten. Foto: Bernhard Piegsa

Über die Beliebtheit der von den jungen Christen mitgestalteten Eucharistiefeiern freut sich auch Pfarrer Edmund Prechtl: „Ihr seid wirklich ein Licht für unsere Gemeinde.“ Mit diesem Dankeswort griff der Geistliche das Motto auf, unter das die Landjugendgruppe den Jugendgottesdienst zur Winterzeit gestellt hatte: „Licht in uns.“ Die Gruppe zeige immer wieder aufs Neue, dass jeder von Gott berufen und befähigt sei, „an seinem jeweiligen Ort“ ein hoffnungstiftendes Licht für seine Mitmenschen zu sein.

Hierfür sei niemand zu klein und unbedeutend: Auch dies habe Gott ausdrücken wollen, als er Jesus als kleines Kind in die Welt sandte, um „Licht in das Leben der Menschen zu bringen“. Dass es damit allzu oft nicht weit her ist, brachten die Jugendlichen bereits in den Kyrierufen zum Ausdruck, in denen sie daran erinnerten, dass „wir oft Streit suchen, statt Frieden zu stiften, und uns mit Schimpfen und Kritik begnügen, statt selbst ein Licht anzuzünden“.

“Ihr seid das Licht der Welt “

Dabei müsse dieses „Lichtsein“ gar nicht mit Mühe verbunden sein, weil es eine Gabe sei, mit der Gott die Menschen bereits ausgestattet habe: „Im Evangelium heißt es ja: Ihr seid das Licht der Welt – und nicht: strengt euch an, damit ihr Licht für die Welt werdet“, eröffnete die Gruppe in ihrer „Predigt“- Meditation.

In dem lebendig wirkenden Kerzenlicht, das den Menschen in der Kirche begegne, verbänden sich Leben und Licht zu einem Symbol für diesen Aufruf Jesu und für die lebendige Verbindung zwischen den Menschen und dem Göttlichen. Die scheinbar kleine Kerzenflamme, die doch stark genug sei, einen ganzen Raum zu erhellen, veranschauliche, dass jeder auch mit einer kleinen Kraft Frieden, Orientierung zum Guten, Solidarität, Liebe und Hoffnung in Zeiten zwischenmenschlicher und politischer „Dunkelheit“ stiften könne. Freilich könne ein Kerzenlicht auch leicht ausgeblasen werden: „Es ist auf Schutz angewiesen, so wie wir Menschen auf Respekt, Liebe und Zuneigung angewiesen sind.“

Vertrauen in das “Hoffnungslicht”

Christen dürften aber darauf vertrauen, dass das „Hoffnungslicht“ auch dann leuchten werde, wenn die anderen Lichter verlöschen sollten: „Das kleine Licht der Hoffnung kann Großes bewirken, es erweckt den Frieden, die Zuversicht, den Glauben und die Liebe wieder zum Leben. Und es wird nicht schwächer, sondern heller, wenn man es mit anderen teilt.“ In den Fürbitten baten die Jugendlichen um die Fähigkeit, „in Gottes Licht zu erkennen, was richtig und gut ist, und das Gute auch zu tun“. Herzlicher Beifall der Gottesdienstbesucher beschloss die Eucharistiefeier, die ein Chor der Landjugend musikalisch begleitet hatte, und am Ende durfte jeder einen Sternchenwerfer (Wunderkerze) mit nach Hause nehmen: ein kleines Sinnbild des göttlichen Auftrags, „Licht der Welt“ zu sein.

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