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Kommentar zu Transgender: Mehr als Pipi und Mumu

Nordoberpfalz. Die Einteilung der Menschen in Frau und Mann führt zu Ungerechtigkeit und Diskriminierung. Warum lösen wir die starren Kategorien nicht einfach auf?

Kommentar zu Transgender: Mehr als Pipi und Mumu

Es liebe sich, wer kann. Symbolbild: Pixabay

Auf den ersten Blick ist das mit Mann und Frau doch ganz einfach. Das checkt doch schon ein Kleinkind: Papi hat Pipi, Mama hat Mumu. Aus basta. Doch so einfach wie es Kleinkinder sehen, oder AfD-Anhänger, die der Transfrau und Bundestagsabgeordneten Tessa Ganserer kürzlich das Frausein absprachen, ist es eben nicht.

Denn erstens folgt aus der Pipi-Mumu-Angelegenheit nicht zwangsläufig das existierende patriarchale Unrechtssystem, in dem etwa in Deutschland Männer knapp 50 Prozent mehr Rente bekommen als Frauen.

Und zweitens folgt aus der Pipi-Mumu-Angelegenheit nicht zwangsläufig, dass Menschen, die keine klassischen Geschlechterrollen annehmen wollen oder können wie Franziska, immer noch angefeindet werden.

Menschen wollen ein anderes Geschlecht haben, als das, mit dem sie geboren sind, oder sie wollen sich in gar keine Geschlechterkategorie einordnen, oder mal heute so sein und morgen anders, oder sie erfinden ein neues Geschlecht dazu. Das ungefähr nennt man “Gender Fluidity”. Dieser Ansatz ist etwas komplizierter als die Pipi-Mumu-Angelegenheit – er bringt die dualen Kategorien, in denen wir gewohnt sind zu denken, zum Einstürzen. Und das ist wichtig, wenn dadurch weniger Menschen diskriminiert und benachteiligt werden.

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