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Menschenwürdig leben und sterben

Weiden. Ambulanter Hospizdienst entsendet ehrenamtliche Hospizbegleiter/-innen.

Menschenwürdig leben und sterben

Die Absolventen des Qualifizierungskurses. Foto: Renate Buchfelder

Die Ehrenamtlichen aufgezählt:

Theresia Adam, Reinhold Bauer, Stefan Bäumler, Monika Dietz, Monika Hergert, Alexandra Kasten, Angelika Lang, Birgit Petzoldt, Claudia Rupprecht, Franz Rupprecht, Marion Schraml, Helga Schweitzer, Liane Scorah, Edeltraud Wild

Die Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter des Ambulanten Hospizdienstes Weiden, Neustadt/WN begleiten Menschen in der letzten Lebensphase, sie haben im Lauf des Jahres eine spezielle Schulung über 80 Stunden im sogenannten Qualifizierungskurs absolviert, damit sie schwerkranke und sterbende Menschen sowie ihre Zugehörigen auf diesem besonderen Lebensabschnitt begleiten können.

Die Kurse werden seit Jahren von den eigens dafür ausgebildeten Dozentinnen Regina Bittner, Anne Janisch und Birgit Tafelmeier geleitet. Daneben erfolgte ein Praktikum über ca. 40 Stunden, zeitlich verteilt auf die verschiedenen Bereiche und Einrichtungen. Im Fokus der Tätigkeit eines Hospizbegleitenden steht die persönliche, stützende Begleitung von Menschen. Pflegerische und medizinischen Handlungen sind ausgeschlossen.

Das Motto, unter dem die Schulung steht „Verlass mich nicht, wenn ich schwach werde“ ist auch maßgebend für die Begleitung. Das „Dasein und Zeit schenken“ umschreibt die Art der Unterstützung und kann zu einer Bereicherung für alle Beteiligten werden.

Der Hospizdienst weitet sich aus

Der Ambulante Hospizdienst Weiden-Neustadt/WN begleitet im Jahr ca. 150 Menschen in der Region Weiden, dem Landkreis Neustadt/WN und seit 2022 auch in Nabburg. Hier gibt es eine Kooperationsvereinbarung mit der seit vielen Jahren örtlich engagierten Hospizgruppe der Pfarrei St. Johannes.

Der Zeitraum einer Begleitung kann nur wenigen Stunden umfassen, aber auch Tage, Wochen, Monate und in Einzelfällen Jahre. Die Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter suchen die Betroffenen zu Hause auf, in Altenhilfeeinrichtungen, in Einrichtungen der Eingliederungshilfe, im Krankenhaus, auf der Palliativstation und im stationären Hospiz St. Felix. Vorausgegangen sind jeweils ein erster Kontakt und Beratungsgespräch durch hauptamtliche Koordination.

Im Rahmen ihrer Begleitung erhalten die Ehrenamtlichen immer „Rückendeckung“ durch die hauptamtlichen Fachkräfte. Zudem gibt es ein breites Spektrum an Unterstützung in Form von: Supervisionen, Fortbildungen, Fahrten zu Fachtagen und Reflexionsabende. Es gilt der Grundsatz: Hilfe für die Helfenden, um qualifizierte und professionelle Hospizarbeit anbieten zu können.

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In der Kirche Maria Waldrast in Weiden feierten die neuen Hospizbegleiter/-innen mit ihren Zugehörigen eine ökumenische Andacht mit Pfarrerin Heidi Landgraf und Pfarrer Johannes Bosco. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Johanna Müller (Orgel) und dem Flötenensemble aus Mantel umrahmt.