Mit einem Hossa verabschiedete sich Hans Eismann immer von der Bühne, dieses Mal gab es ein Standerl zum 85. Geburtstag

Mit einem Hossa verabschiedete sich Hans Eismann immer von der Bühne, dieses Mal gab es ein Standerl zum 85. Geburtstag
Seinen 85. Geburtstag feierte Hans Eismann zwar im kleinen Rahmen, ganz ohne Musik sollte der Ehrentag für den gebürtigen Schirmitzer aber dennoch nicht vergehen. Als die Nordoberpfälzer Musikfreunde an Pfingsten zu ihrem Musikantentreffen eingeladen hatten, ließ sich der frühere Musiker einen Besuch nicht nehmen. Schließlich hatte er selbst viele Jahre lang aktiv mitgespielt und die Treffen mitgeprägt.
Musikfreunde gratulieren und würdigen ein Urgestein
Vorsitzender Horst Fuchs und seine Stellvertreterin Anita Wiendl wussten vom Geburtstag ihres langjährigen Weggefährten und überraschten ihn mit einem Geschenk. „Du bist und warst für uns ein echtes Urgestein. Du hast an unzähligen musikalischen Treffen teilgenommen. Deshalb freut es uns besonders, dass du auch heute wieder bei uns vorbeigeschaut hast“, sagte Fuchs bei der Gratulation.
Viele der Anwesenden erinnerten sich noch gut an die Auftritte von Hans Eismann. Ob am Akkordeon, am Schlagzeug oder am Keyboard – 16 Jahre lang gehörte er fest zur Gemeinschaft der Musikfreunde. Besonders legendär blieb immer sein Abschiedsgruß nach den musikalischen Vorträgen. „Natürlich immer mit einem kräftigen ‚Hossa‘“, erzählte Wiendl lachend. Und an diesem Tag waren die Musiker bereit, ihm ein „Standerl“ zu spielen.
Kindheit in Schirmitz und Familienleben
Geboren wurde Eismann in Schirmitz, wo er auch die Schule besuchte. An seine Jugend denkt der 85‑Jährige bis heute gerne zurück. „Damals war ich Kuhhüter. Das war früher ganz normal, und ein kleines Taschengeld gab es auch dazu“, erinnerte er sich. Später heiratete er seine Frau Hannelore, mit der er viele Jahre zusammenlebte. Heute ist er Witwer.
Beruflich führte ihn sein Weg zunächst 20 Jahre lang auf die Straßen Europas. Als Fernfahrer war Eismann viel unterwegs, ehe er zur Firma Straßenbau Würschinger wechselte. Dort arbeitete er mit großer Leidenschaft auf dem Bagger und der Raupe – bis zum Eintritt in den Ruhestand.
Ruhestand und aktiver Alltag
Heute lebt der 85‑Jährige im Altenheim der Diakonie St. Martin, bleibt aber weiterhin aktiv. Er erledigt kleine Einkäufe selbst und ist noch oft unterwegs. Nur das Musizieren musste er inzwischen aufgeben. „Mit den Fingern klappt es leider nicht mehr richtig“, sagte Eismann bedauernd.
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