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Musik und Böller ehren Max Karl zum 80. in Eslarn

Eslarn. Böllerschützen und Schlossbergkapelle gratulierten Max Karl mit donnerndem Salut und Musik zu seinem 80. Geburtstag. Der als „Kuch-Max“ bekannte Metzgermeister und Wirt prägte das Vereinsleben, viele gratulierten.

Eslarn. Böllerschützen und Schlossbergkapelle gratulierten Max Karl mit donnerndem Salut und Musik zu seinem 80. Geburtstag. Der als „Kuch-Max“ bekannte Metzgermeister und Wirt prägte das Vereinsleben, viele gratulierten.
Die Böllerschützen ließen es zum 80. von Max Karl gehörig krachen. Foto: Daniel Biermeier

Musik und Böller ehren Max Karl zum 80. in Eslarn

Mit einem lauten Donnersalut machten die Böllerschützen der Schützengesellschaft Hubertus auf den 80. Geburtstag von Max Karl aufmerksam. Das langjährige Mitglied und Ehrenmitglied der Hubertusschützen ließ die Böllergruppe mit einem Ehrensalut hochleben. Gemeinsam mit dem Löwenfanclub in Eslarn überraschten die Hubertusschützen den Jubilar auch musikalisch mit der „Schlossbergkapelle“. Zahlreiche Gratulanten, Freunde, Verwandte und Vereinsabordnungen erwiesen dem weit über die Ortsgrenzen hinaus als „Kuch-Max“ bekannten Jubilar ihre Ehre.

Böllerschützen und Schlossbergkapelle gratulieren

Die Wiege von Max Karl stand vor 80 Jahren im Anwesen „Mulzerballer“ in Eslarn. Seine Eltern Barbara und Alfons Karl betrieben eine Gastwirtschaft und Metzgerei. Gemeinsam mit seinen drei Brüdern und einer Schwester verbrachte er seine Kinder- und Jugendjahre in Eslarn. Nach der Schulzeit erlernte er in München das Metzgerhandwerk und legte damit den Grundstein für seinen späteren beruflichen Werdegang. Anschließend kehrte er in die Heimat zurück und übernahm den elterlichen Familienbetrieb. Schon früh engagierte sich Max Karl im gesellschaftlichen Leben des Marktes.

Die familiär geführte Gastwirtschaft entwickelte sich zu einem beliebten Treffpunkt. Auch musikalisch machte sich Max Karl einen Namen. Im legendären Kuchsaal spielte er viele Jahre in der bekannten Band „Mexikanos“. Von 1964 bis 1980 sorgten Johann Brenner („Hecker“), Hugo Reißig („Texas“) sowie die Kuch-Brüder Norbert Karl und Max Karl bei zahllosen Veranstaltungen für Stimmung. Später gehörten Max Karl am Schlagzeug, Norbert Karl an der elektronischen Orgel, Horst Füssl mit der Trompete und Franz Planeck aus Waidhaus an der Gitarre zur beliebten Formation. Vielen Besuchern bleiben die unvergesslichen Tanz- und Musikabende bis heute in bester Erinnerung.

Vom Metzgermeister zum Wirt: Die „Krone von Bayern“

Mit Maria Riedl fand Max Karl die Partnerin fürs Leben. Aus der Ehe gingen die drei Kinder Monika, Harald und Maximilian hervor. Inzwischen konnten Maria und Max Karl bereits über vier Enkel und ihre Platinhochzeit feiern. Das Edelmetall steht symbolisch für eine seltene, kostbare und beständige Liebe. Mit Leib und Seele widmeten sich beide der Gastwirtschaft. Gemeinsam bauten Maria und Max Karl die traditionsreiche Gastwirtschaft über Jahrzehnte hinweg stetig aus.

Bereits in den 1970er Jahren entstanden aus den Räumen der legendäre „Kuchsaal“ und die Diskothek „Memory“, die weit über die Region hinaus bekannt wurden. Im ersten Stock entstand ein beliebter Spielsalon mit Kicker und Billard für Jugendliche. Mit unermüdlicher Schaffenskraft entwickelten die Eheleute neben Metzgerei und Pension ein weithin geschätztes Restaurant mit großzügigem Saalbetrieb. Als Metzgermeister war Max Karl für seine kulinarischen Spezialitäten und die ausgezeichnete Küche im Gasthaus „Zur Krone von Bayern“ bekannt.

Mit einem musikalischen Gruß überraschte die Schlossbergkapelle. Foto: Daniel Biermeier

Engagement für Vereine in Eslarn und die SG Hubertus

Zahlreiche Vereine und Organisationen wählten die Wirtsstube als Vereinslokal und fanden bei Familie Karl stets offene Türen. Eine besonders enge Verbindung pflegte Max Karl zur Schützengesellschaft Hubertus Eslarn. Von 1971 bis zur Fertigstellung des Sportzentrums am Atzmannsee im Jahr 1991 befand sich die sportliche Heimat der Schützen auf dem Dachboden des „Kuch“. Dort wurden die ersten sportlichen Erfolge gefeiert und anschließend bei dem einen oder anderen Weißbier begossen. „Die Hubertusschützen haben im Dachstüberl 99 Prozent ihrer Begegnungen gewonnen“, erinnerte sich schmunzelnd der Jubilar.

Grammer Solar
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Im Saal oder in der Wirtschaft fanden Versammlungen, Weihnachtsfeiern und Schützenbälle statt. Selbst heute noch heißt es bei Kirchenzügen zum Volkstrauertag oder Fronleichnam: Treffpunkt beim Kuch. „Max war immer ein Gönner und Unterstützer der SG Hubertus und ist eine wichtige Säule des Vereins. Ohne seinen unermüdlichen Einsatz und seine Unterstützung wäre der Verein heute nicht auf einem soliden Fundament“, so Schützenmeister Daniel Biermeier. Max Karl engagierte sich auch in vielen anderen Vereinen, unterstützte diese als Gönner und gehörte vielfach zu den Gründungsmitgliedern. So hält das Ehren- und Gründungsmitglied des Löwenfanclubs nach dem Motto „Einmal Löwe, immer Löwe“ seinem TSV 1860 München bis heute die Treue.

Ruhestand und Feier zum 80. Geburtstag

Heute genießen Maria und Max Karl nach dem Verkauf ihrer traditionsreichen Gastwirtschaft ihren wohlverdienten Ruhestand. Gefeiert wurde der 80. Geburtstag gemeinsam mit Familie und Verwandtschaft im Lokal in Saubersrieth. Besonders freute sich der Jubilar über einen von seiner Familie geschenkten Rasenroboter. Große Freude bereiteten ihm zudem eine Original-Tageszeitung vom Geburtsjahr 1946 und ein Erinnerungsfoto seiner Kommunionfeier aus dem Jahr 1955.

Gratulanten der Marktgemeinde überbrachten Bürgermeister Thomas Kleber und CSU-Marktrat Wolfgang Voit. Für die Pfarreiengemeinschaft Eslarn-Moosbach gratulierten Pfarrer Udo Klösel sowie Agnes Härtl vom Pfarrgemeinderat. Abordnungen zahlreicher Vereine erwiesen dem Jubilar ihre Anerkennung. Glückwünsche kamen von der Freiwilligen Feuerwehr, deren Ehrenmitglied er ist, und langjährigem Vereinswirt Max Karl .

Max Karl inmitten der Gratulanten. Foto: Fabian Wild
Das Bilderrätsel – Max als Kommunionkind mit 9 Jahren – konnte nur er und die Familie lösen. Foto: Archiv Max Karl

Zahlreiche Gratulanten und Anerkennung

Beste Glückwünsche kamen von der Schützengesellschaft Hubertus mit den Böllerschützen, vom Schützenverein 1884, vom Krieger- und Soldatenverein, der Kolpingsfamilie, dem Sportkegelclub, dem Oberpfälzer Waldverein, dem Löwenfanclub und dem Bayernfanclub. Schützenmeister Daniel Biermeier brachte die Wertschätzung vieler Vereine auf den Punkt: „Es war uns eine große Ehre und Selbstverständlichkeit, unserem Wegbegleiter Max Karl zu seinem 80. Geburtstag zu gratulieren und natürlich auch ordentlich zu böllern.“ Die große Zahl der Gratulanten zeigte eindrucksvoll, welchen Stellenwert der ehemalige Gastwirt, Metzgermeister, Vereinswirt und Unternehmer bis heute auch als Rentner im gesellschaftlichen Leben der Marktgemeinde Eslarn einnimmt. Max Karl hat über Jahrzehnte hinweg das Vereinsleben, die Gastronomie und das gesellschaftliche Miteinander geprägt und genießt dafür bis heute große Anerkennung.

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