Von der Vision zur Realität: Weidnerin erfüllt sich den Traum vom eigenen Studio
Von der Vision zur Realität: Weidnerin erfüllt sich den Traum vom eigenen Studio
Vor knapp zwei Jahren berichteten wir erstmals über die Powerfrau aus Weiden – eine junge Frau, die nicht nur im Handball mit vollem Einsatz überzeugt, sondern auch beruflich konsequent ihren Weg verfolgt. Nun hat die 26-Jährige Jennifer Hermann ihr großes Ziel erreicht: Mit viel Leidenschaft, Disziplin und Durchhaltevermögen hat sie ihr eigenes Studio für Personal Training, Gruppenkurse und HYROX im NOC in Weiden eröffnet.
Studium mit Einser-Schnitt
Dabei könnte ihr Lebensmittelpunkt längst in München liegen. Dort absolvierte sie ihr selbst finanziertes Sportstudium mit einem herausragenden Einser-Notenschnitt. Dennoch pendelt sie weiterhin zwischen München und Weiden. Noch ist sie in München und betreut dort Kundinnen und Kunden im Personal Training, allerdings nur noch bis Ende April. Danach möchte sie sich vollständig auf ihr Studio in der Heimat konzentrieren.
Der Weg war herausfordernd, die Vision dafür umso klarer: ein eigenes Studio als Ort für Fokus, Energie und persönliche Entwicklung. Mangels eigener Räume fanden ihre Kurse zunächst im Freien statt. „Mein Ziel war es, die Ausgaben so gering wie möglich zu halten. Aber irgendwann muss man investieren, um weiterzukommen“, sagt sie offen. Während die Planung bereits Monate zuvor begann, nahm der Studioumbau in etwa einen Monat in Anspruch, allerdings nicht ohne Herausforderungen. Lieferprobleme, Zeitverzögerungen und organisatorische Hürden gehörten dazu. Umso wichtiger war die Unterstützung von Familie und Freunden, für die sie sich ausdrücklich bedankt.

Eine Weidener Powerfrau hat noch viele Ziele
Weiden. Bekannt wurde Jennifer Hermann vor allem durch den Handball, denn hier ist sie für die HSG Weiden aktiv. Aber seit einiger Zeit hat sie nun einen weiteren Weg eingeschlagen.
Qualität statt Masse und Tiefe statt Lautstärke
In ihrem neuen Studio verfolgt Jennifer Hermann ein bewusst anderes Konzept als viele klassische Anbieter. Ihr Ansatz folgt nicht dem Prinzip „Höher, schneller, weiter“, sondern setzt auf Qualität statt Masse und Tiefe statt Lautstärke – mit Fokus auf Nachhaltigkeit und persönliche Entwicklung. „Wir trainieren nicht nur Muskeln, sondern auch den Kopf“, betont sie. Ziel ist es, Menschen nicht nur kurzfristig fitter zu machen, sondern sie langfristig körperlich, mental und emotional zu stärken.
Neben klassischen Kursen möchte sie ihr Angebot stetig erweitern. Geplant sind unter anderem spezielle Programme für Vereine und Unternehmen aber auch Events sollen künftig eine größere Rolle spielen. „Jetzt kann ich so etwas endlich selbst organisieren“, sagt sie mit einem Lächeln.
Eine Gemeinschaft schaffen
Ein besonderes Anliegen ist ihr zudem die Atmosphäre im Studio. Der Großteil ihrer bisherigen Teilnehmer sind Frauen, doch sie legt großen Wert darauf, dass sich auch Männer willkommen fühlen. „Ich möchte eine Gemeinschaft schaffen, in der sich alle wohlfühlen“, erklärt sie. Negative Erfahrungen habe sie bislang nicht gemacht, auch dank ihrer guten Menschenkenntnis und einem bewussten Umgang im Vorfeld von Trainings.
Trotz des großen beruflichen Engagements bleibt der Handball ein fester Bestandteil ihres Lebens. Auch hier gibt sie weiterhin „1000 Prozent“ und steht in der Bezirksoberliga auf dem Feld.
An die ferne Zukunft denkt Jennifer Hermann aktuell noch gar nicht. Zu überwältigend ist das, was sie sich in kurzer Zeit aufgebaut hat. Ideen kommen ihr oft spontan – selbst nachts, wie sie erzählt. Klar ist jedoch: Mit ihrem Ehrgeiz, ihrer Leidenschaft und ihrer klaren Vision wird sie ihren Weg weitergehen. Und es spricht vieles dafür, dass dies erst der Anfang einer noch größeren Erfolgsgeschichte ist.




