Neustädter Siedlergemeinschaft ehrt langjährige Mitglieder und beschließt eine Beitragserhöhung
Neustädter Siedlergemeinschaft ehrt langjährige Mitglieder und beschließt eine Beitragserhöhung
Vorsitzende Jana Rustler freute sich, zahlreiche Mitglieder im nahezu voll besetzten Saal begrüßen zu können. „53 Mitglieder wären heute für insgesamt 1.850 Jahre Mitgliedschaft geehrt worden. 20 zu ehrende Mitglieder sind anwesend, 14 Mitglieder haben sich entschuldigt“, stellte dritter Vorsitzender Thomas Spörl fest.
Gemeinsam ehrten Rustler und Zweite Bürgermeisterin Tanja Kippes
Petra Bach, Johann Bäumler, Albert Bergmann, Bernhard Koller, Irmgard Harrer, Markus Engelbertz, Anita Grüner und Thomas Kleeberg für 20 Jahre Treue zur Gemeinschaft.
Für 30 Jahre wurden Josef Nestl, Franz Nowy, Maria Schubert und Alfons Stangl geehrt.
50 Jahre sind Karl Mürbeth, Gudrun Koehler-Wilden, Günter Scheungrab, Hans Müller, Heinrich Huschka, Rudolf Kneidl und Marianne Puckl dabei.
Für 60 Jahre Treue wurde Arthur Widder geehrt.
Zweite Bürgermeisterin Tanja Kippes stellte fest: „Wenn jemand 60 Jahre bei einem Verein ist, muss er sich dort wohlfühlen“. Dass dem so sei zeige, dass unglaublich viele Mitglieder heute den Weg zur Versammlung gefunden hätten. Sie dankte den Siedlern im Namen der Stadt für ihr Engagement.
Ehrenzeichen des Bezirksverbands für drei Vorstandsmitglieder
Mit einer besonderen Auszeichnung überraschte stellvertretender Bezirksvorsitzender Arthur Weber drei Mitglieder der Vorstandschaft. Die beiden Beisitzer Josef König und Anton Meister sowie der zweite Schriftführer Hans Prem erhielten von ihm für ihr Jahrzehnte langes Engagement das Ehrenzeichen in Silber des Verbandes Wohneigentum, Bezirksverband Oberpfalz.
Erfreuliche Mitgliederentwicklung
In ihrem Rechenschaftsbericht ging die Vorsitzende auf die Mitgliederentwicklung seit September 2025 ein. „Der Verein zählt derzeit 762 Voll- sowie 6 Altmitglieder. 17 Mitglieder sind verstorben, 6 haben ihr Haus an ein Kind überschrieben und 10 neue Mitglieder sind seit 01.10.2025 hinzugekommen“, informierte sie. Sie blickte auf den Obstbaumschneidekurs mit 15 Teilnehmern zurück, ging auf die anstehende Erneuerung des Außenanstrichs und des Außenbereichs am Gerätehaus ein und warb für die neuen Social-Media-Kanäle der Gemeinschaft auf Facebook, Instagram sowie in der Heimat-App. Für die Überarbeitung und Erweiterung der Homepage dankte sie Walter Rustler, für die Betreuung der Sozialen Medien Manuel Färber sowie für die Pressearbeit Hans Prem.
Erstmals beteiligt sich die Siedlergemeinschaft an der Rama-Dama-Aktion des Landkreises Neustadt am 17.04.2026, am Radlersonntag des Landkreises am 26.04.2026 sowie am Kinderfest der Stadt Neustadt am 15.08.2026 in der Freizeitanlage. Zum Bürgerfest am 18.07.2026 kümmern sich die Siedler wieder um den Auf- und Abbau der Biertischgarnituren. Weitere Aktivitäten würden im Spätsommer und Herbst auf allen Kommunikationskanälen der Siedlergemeinschaft veröffentlicht.
„Streuobst für alle“
Maria Treiber, Sachbearbeiterin am Gartenbauamt des Landkreises Neustadt, informierte in einem Referat über das Förderprogramm „Streuobst für alle“ des Freistaats Bayern. Sie hob dabei die große Bedeutung von Streuobstwiesen für die Kulturlandschaft und Biodiversität hervor. Kommunen, Vereine und Verbände können sich dabei an dem Programm beteiligen, bei dem beim Erwerb von hochstämmigen Streuobstbäumen wie Apfel, Birne, Pflaume und Kirsche, aber auch Quitte oder Walnuss jeder Baum mit einem Zuschuss bis zu 45 Euro auf Antrag gefördert wird. Die Bäume können dann an Privatpersonen weitergegeben werden.
„Das Ziel dabei ist, bis 2035 eine Million Obstbäume in Bayern zu pflanzen“, erklärte die Referentin. Der aktuelle Stand liege bei 133.000 neu gepflanzten Bäumen. Das Programm solle dabei helfen, den in den letzten Jahren stark zurückgegangenen Bestand, der einen wertvollen Lebensraum für Insekten und Vögel darstellt, wieder aktiv zu vermehren. Seien nach dem Ersten Weltkrieg noch 2000 bis 3000 Apfelsorten angebaut worden, gäbe es heute im Handel keine 20 Sorten mehr. Deshalb sie die Idee entstanden, dem Tiefpunkt der Artenvielfalt entgegenzuwirken. Markus Hösl aus der Vorstandschaft klärte über die nötigen Anmeldungsmodalitäten für die Mitglieder auf.
Beitragserhöhung einstimmig beschlossen
Eine bittere Pille schluckten die Mitglieder ohne jede Diskussion. Zweiter Vorsitzender Bernhard Thöresz informierte die Versammlung, dass es notwendig sei, den Jahresbeitrag um zwei Euro zum 01.01.2027 anzuheben. Grund dafür seien die gestiegenen Abgaben an den Bezirksverband. Der Bundesverband habe im letzten Jahr wegen gestiegener Personalkosten den Siedlervereinen geraten, die Mitgliedsbeiträge zum 01.01.2026 um einen Euro und zum 01.01.2026 um einen weiteren Euro zu erhöhen. Vom Jahresbeitrag blieben der Siedlergemeinschaft nach Abzug aller Abgaben lediglich 5,20 Euro. Die Versammlung beschloss einstimmig die Erhöhung. Ebenso einstimmig wurden Torsten Bär, Markus Hösl und Verena Deml als Delegierte zur Bezirksversammlung gewählt.
Am Ende dankte die Vorsitzende den Mitgliedern für das große Interesse an der Versammlung und stellte fest: „Unser Verein ist für alle da und alle sind eingeladen, sich einzubringen. Schon ein kleines Engagement kann viel bewirken“.











