Dr. Bernhardt
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Neustädter Strickerinnen lassen die Nadeln glühen

Neustadt/WN. Die Bilanz der Strickerinnen der Neustädter Strickrunde für das letzte Jahr fiel üppig aus. Insgesamt strickten sie fast 3000 Wollartikel für wohltätige Zwecke.

Neustädter Strickerinnen lassen die Nadeln glühen

Fast 3000 Artikel aus Wolle fertigten die Strickerinnen der Neustädter Strickrunde im letzten Jahr. Sie kommen alle wohltätigen Zwecken zugute wie zum Beispiel KoKi-Koordinationsstelle „Frühe Hilfen“ des Landkreises Neustadt. Michael Simmerl und Barbara Hösl (hinten von rechts) nahmen die 600 Paar Babyschühchen gerne entgegen. Foto: Hans Prem
Besonders gut kommen neben den wärmenden Kleidungsstücken vor allem die Kuscheltiere von Regina Bürger an. Foto: Hans Prem

13 Strickerinnen lassen jeden Dienstag im Katholischen Pfarrheim St. Georg in geselliger Runde ihre Stricknadeln klappern. „Das ist fast wie Yoga“, fand Renate Siegel. Das Ergebnis ihrer wöchentlichen Handarbeit kann sich sehen lassen: Insgesamt wurden 2025 2.887 Wollartikel gefertigt. Dazu zählen 481 Paar Socken, 1.359 Babymützchen, 69 Decken, 41 Mützen, 37 Schultertücher, 68 Schals, 34 Pullover, 54 Stirnbänder, 7 Baby-Schlafsäcke, 19 Taschen oder 600 Paar Babyschuhe. „Besonders gut kamen die 23 Kuscheltiere an, eine Spezialität von Regina Bürger“, informierte Elfriede Simmerl, die Leiterin der Gruppe. Gestrickt wurden auch 12 Schlüsselanhänger, 10 Topflappen, 20 Eierwärmer, 3 Kissen, 17 Babyrasseln, 7 Wichtel, Engel, Brillenhalter, Flaschenhalter und Taschenanhänger.

Verstärkung für die Strickrund

Unterstützt werden die 13 Strickerinnen von 3 Heimstrickerinnen. Carola Michnap hat sich aus Braunschweig der Gruppe angeschlossen. Neu verstärkt haben die Strickrunde Karin Seiffert aus Luhe-Wildenau und Rosalie Dobmayer aus Neustadt. „Im Mai verstarb mein Ehemann und ich hatte keine Aufgabe mehr. Unsere Ziehtochter wurde über das Internet auf die Strickrunde aufmerksam und hat dort spontan angerufen“, erzählt die 62-jährige Karin Seiffert. Ihr tue die wöchentliche Runde „so gut“. Rosalie Dobmayer strickt bereits seit ihrem fünften Lebensjahr. Über Gespräche beim Turnen kam sie zu der Runde.

Handarbeit ausschließlich für wohltätige Zwecke

Die Handarbeiterinnen stricken ausschließlich für wohltätige Zwecke. Hebamme Julia Witt am Klinikum Weiden bekam 1.359 Babymützchen, die Stadt Neustadt und die Stadt Pleystein erhielten die Babysöckchen, die sie als Willkommensgeschenke an die neuen Erdenbürger weitergeben. Die wärmenden Kniedecken wurden dem Seniorenheim St. Martin in Neustadt und St. Michael in Weiden gespendet. Außerdem bedacht wurden das Missionswerk „Friedensbote“ (80 Paar Kindersocken) und das Kleiderstüberl in Windischeschenbach. Die KoKi-Koordinationsstelle „Frühe Hilfen“ des Landkreises Neustadt erhielt wie seit vielen Jahren, Babyschuhe. Für die Spende bedankten sich Barbara Hösl und Michael Simmerl. „Die jungen Eltern bekommen im Rahmen unserer Kliniksprechstunde ihr Geschenk. Dadurch wird der Kontakt hergestellt“, erklärte Simmerl. „Wir wollen die Familien frühzeitig erreichen, damit aus kleinen Sorgen keine Probleme werden“, ergänzt seine Kollegin Hösl.

Wollspenden erwünscht

Dankbar sind die Strickerinnen für Wollspenden. „Uns geht langsam die Wolle aus“, bedauert Strickerin Renate Siegel. Abgegeben können die Spenden im Katholischen Pfarrheim St. Georg in der Adolph-Kolping-Straße 17 in Neustadt jeden Dienstag in der Zeit von 13 bis 16 Uhr.

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