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Sonderausstellung Mensch ist Mensch in Erbendorf

Erbendorf. Ein Gesicht, eine Geschichte, eine Begegnung auf Augenhöhe. Vom 7. März bis zum 5. April ist das inklusive Fotoprojekt „Mensch ist Mensch – Ich zeige Dir, wer ich wirklich bin!“ als Sonderausstellung im Museum Flucht-Vertreibung-Ankommen zu sehen. Die eindrucksvollen Porträts laden dazu ein, hinter die Fassaden von Menschen mit Beeinträchtigungs- oder Ausgrenzungserfahrungen zu blicken.

Erbendorf. Ein Gesicht, eine Geschichte, eine Begegnung auf Augenhöhe. Vom 7. März bis zum 5. April ist das inklusive Fotoprojekt „Mensch ist Mensch – Ich zeige Dir, wer ich wirklich bin!“ als Sonderausstellung im Museum Flucht-Vertreibung-Ankommen zu sehen. Die eindrucksvollen Porträts laden dazu ein, hinter die Fassaden von Menschen mit Beeinträchtigungs- oder Ausgrenzungserfahrungen zu blicken.
Die Sonderausstellung „Mensch ist Mensch“ startet am 7. März. Auf dem Bild Projektleiterin Franziska Böll (mitte) mit ihrer ehrenamtlichen Mitarbeiterin Heike Antelmann (links) und Museumsleiter Jochen Neumann (rechts). Foto: Jochen Neumann

Sonderausstellung Mensch ist Mensch in Erbendorf

Das Projekt, initiiert vom Begegnungs-Campus Immenreuth unter der Leitung von Franziska Böll, rückt Menschen ins Scheinwerferlicht, die im gesellschaftlichen Alltag oft übersehen werden. Durch Fotografie und Lebensberichte über Flucht, Neuanfang und persönliche Hürden entsteht ein Raum für echte Sichtbarkeit.

Museumsleiter Jochen Neumann zeigt sich begeistert über die Zusammenarbeit. Für ihn ist die Ausstellung eine ideale Ergänzung zum Kernauftrag seines Hauses. „Wir freuen uns sehr, dieses wichtige Projekt bei uns begrüßen zu dürfen. Die Themen von ‚Mensch ist Mensch‘ greifen die Schwerpunkte unseres Museums, insbesondere die Aspekte der Integration und des gesellschaftlichen Ankommens, perfekt auf. Es geht um die Würde des Einzelnen und die Frage, wie wir als Gemeinschaft zusammenwachsen.“

Museum betont Würde und Ankommen

„Jeder Mensch hat das Recht, gesehen zu werden. Im Kontext dieses Museums erhalten die Geschichten eine zusätzliche Dimension: Sie verknüpfen Identität mit dem Wunsch nach Zugehörigkeit“, betont auch Projektleiterin Franziska Böll. Ziel sei es, Menschen mit Beeinträchtigungen oder Ausgrenzungserfahrungen eine Stimme und ein Gesicht zu geben – durch einfühlsame Porträtfotografie und authentische Erzählungen. „Jeder Mensch hat das Recht, gesehen und gehört zu werden“, betont Böll.

„Mit unserem Projekt möchten wir Vorurteile abbauen, echte Begegnungen ermöglichen und das Bewusstsein für die Vielfalt menschlicher Lebensrealitäten stärken.“ Gerade im Kontext des Museums erhalte die Ausstellung eine zusätzliche, tiefgehende Dimension. Denn die Geschichten der porträtierten Menschen knüpfen an zentrale gesellschaftliche Fragen von Identität, Zugehörigkeit und Würde an. Themen, die aktueller nicht sein könnten.

Wanderausstellung setzt Dialog über Inklusion fort

Wie Böll weiter ausführte, sei dieses Projekt als Wanderausstellung konzipiert, um den Dialog über Inklusion und Vielfalt nachhaltig in die Region zu tragen. Interessierte Institutionen oder öffentliche Einrichtungen, die die Porträts ebenfalls präsentieren möchten, sind herzlich zur Kontaktaufnahme eingeladen.

„Sie können auch ein Teil des Projekts werden“, führte sie weiter aus. Denn „Mensch ist Mensch“ sei ein wachsendes Vorhaben. Gesucht werden weiterhin Personen, die bereit sind, ihr Gesicht zu zeigen und ihre Geschichte zu teilen.

OTH Amberg-Weiden
OTH Amberg-Weiden

Ausstellungstermine und Öffnungszeiten

Zu sehen ist die Ausstellung vom 7. März bis zum 5. April während der Öffnungszeiten von Mittwoch bis Sonntag, jeweils von 14 bis 18 Uhr.