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Sternsinger gegen Kinderarbeit in Vohenstrauß und Tännesberg unterwegs

Vohenstrauß. Rund um den Dreikönigstag ziehen in der Pfarreiengemeinschaft Vohenstrauß–Tännesberg über 150 Sternsinger los und bringen Segen in die Häuser. Ihr Motto: Schule statt Fabrik – gegen Kinderarbeit.

Vohenstrauß. Rund um den Dreikönigstag ziehen in der Pfarreiengemeinschaft Vohenstrauß–Tännesberg über 150 Sternsinger los und bringen Segen in die Häuser. Ihr Motto: Schule statt Fabrik – gegen Kinderarbeit.
Auch im Jahr 2026 ziehen rund um den Dreikönigstag wieder zahlreiche Sternsingerinnen und Sternsinger durch die Straßen der Pfarreiengemeinschaft Vohenstrauß - Tännesberg. Foto: Werner Hanauer

Sternsinger gegen Kinderarbeit in Vohenstrauß und Tännesberg unterwegs

Auch im Jahr 2026 ziehen rund um den Dreikönigstag wieder zahlreiche Sternsingerinnen und Sternsinger durch die Straßen der Pfarreiengemeinschaft Vohenstrauß–Tännesberg. Sie bringen den Segen Gottes in die Häuser, machen die Menschwerdung Jesu im Alltag sichtbar und setzen sich zugleich für Kinder in Not weltweit ein.

Segen an den Haustüren: Bedeutung von C+M+B

Nach altem christlichem Brauch werden zum Epiphaniefest die Häuser gesegnet. Mit der Aufschrift 20 C+M+B 26 an den Haustüren – Christus mansionem benedicat („Christus segne dieses Haus“) – wird der Segen für alle Bewohner sichtbar gemacht.

Der feierliche Aussendungsgottesdienst fand am Samstag, 3. Januar 2026, um 8.30 Uhr im katholischen Pfarrheim Vohenstrauß statt. In der Katechese von Gemeindeassistentin Elena Harwardt wurde Bezug genommen auf die Lesung aus dem Buch Jesaja (Jes 58,1–10), die dazu aufruft, gegen Unrecht aufzustehen und Menschen vor Ausbeutung zu schützen. Damit wurde bereits das zentrale Anliegen der diesjährigen Sternsingeraktion deutlich.

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Sternsinger gegen Kinderarbeit in Vohenstrauß und Tännesberg. Foto: Werner Hanauer

Sternsingen gegen Kinderarbeit: Motto 2026

Unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ machen die Sternsinger auf das Schicksal von Millionen Kindern aufmerksam, die weltweit arbeiten müssen. Im Beispielland Bangladesch sind rund 1,8 Millionen Kinder von Kinderarbeit betroffen – oft unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Die Partnerorganisationen der Sternsinger helfen dort und in vielen anderen Ländern, Kinder aus diesen Verhältnissen zu befreien und ihnen den Zugang zu Schulbildung zu ermöglichen. Die Aktion macht klar: Kein Kind darf ausgebeutet werden – jedes Kind hat ein Recht auf Bildung, Spiel und Freizeit.

In der gesamten Pfarreiengemeinschaft sind in diesem Jahr über 150 Sternsingerinnen und Sternsinger unterwegs: rund 80 in Vohenstrauß/Altenstadt, etwa 35 in Tännesberg/Kleinschwand/Großenschwand, circa 20 in Waldau sowie jeweils rund 10 in Oberlind und Böhmischbruck.

Engagiertes Team und Dank der Pfarrgemeinde

Die Gesamtleitung der Aktion liegt bei Gemeindeassistentin Elena Harwardt, den Oberministranten, Pfarrvikar Ronald Liesaus, Pater Joseph, zahlreichen Ministranteneltern sowie Mitgliedern des Pfarrgemeinderats. Pfarrer Alexander Hösl dankte allen Verantwortlichen herzlich für ihr großes Engagement und betonte, wie wertvoll dieses Projekt sei, bei dem Jugendliche sich für die ärmsten Kinder der Welt einsetzen.

OTH Amberg-Weiden
OTH Amberg-Weiden

Im Rahmen der Dreikönigsaktion lädt Pfarrer Hösl außerdem zur Dreikönigsweihe ein:
Montag, 5. Januar, um 18 Uhr im Pfarrheim Vohenstrauß
Dienstag, 6. Januar, um 10 Uhr in der Pfarrkirche Tännesberg

Segnung des Wassers in den Außenorten

In den Außenorten wird das Wasser am Sonntag beziehungsweise am Dreikönigstag während der Gottesdienste geweiht. Die Gläubigen sind eingeladen, dafür ihre gefüllten Wasserflaschen zum Segnen mitzubringen.

Mit ihrem Einsatz verbinden die Sternsinger auf eindrucksvolle Weise Glauben, gelebte Solidarität und den Einsatz für eine gerechtere Welt.