Trauer in Kaltenbrunn um die älteste Bürgerin Edith Häusler

Trauer in Kaltenbrunn um die älteste Bürgerin Edith Häusler
Edith Häusler war mit 95 Jahren die älteste Einwohnerin von Kaltenbrunn. Unter zahlreicher Beteiligung wurde sie am Samstag beigesetzt. „Ihr Sterben war ein langsames, seliges Hineingenommenwerden, Hingezogenwerden“, sagte Pfarrer Varghese Puthenchira beim Requiem in der Pfarrkirche, die für die tiefgläubige Christin Mitte und Quelle ihres Glaubenslebens war. Mit dem Gnadengeschenk des inneren Friedens ist sie am 8. April nach Empfang der Heiligen Krankensalbung dort, wo es ihr am besten gefallen hat, in ihren eigenen vier Wänden, im Beisein ihrer Angehörigen heimgekehrt zu ihrem Schöpfer.
Lebensweg von Edith Häusler
Pfarrer Puthenchira nannte die Daten, die im Lebensbuch von Edith Häusler vorgegeben waren: Geboren wurde sie als Edith Müller am 2. Januar 1931 in Gablonz an der Neiße. Weil ihr Vater im Krieg gefallen war und ihre Mama frühzeitig starb, kam sie schon als kleines Kind zur Familie von Josef und Maria Bayer nach Kaltenbrunn. Die herzensgute Mutter nahm sie auf wie ihre eigene Tochter.
Am 13. November 1954 schloss sie die Ehe mit Willi Häusler. Tochter Annerose und Sohn Kurt wurden ihnen geschenkt. Ihre Freude hatte die Häusler-Oma auch an den vier Enkeln und zwei Urenkeln. Bei Familienfesten hatte sie gerne aufgekocht.
Engagement, Glaube und Abschiedsmusik
Über Jahrzehnte setzte sich Häusler – bis ins hohe Alter rüstig, aktiv und nie ernstlich krank – als gefragte Damenschneiderin ebenso fleißig ein, um den Wunsch nach einem eigenen Haus verwirklichen zu können.
Für ihr 40 Jahre langes Mitwirken im Kirchenchor und ihr Glaubenszeugnis sagte Pfarrer Puthenchira: „Vergelt’s Gott!“ Kurz vor dem diamantenen Ehejubiläum 2024 ging ihr Mann in die Ewigkeit voraus.
Die älteste Bürgerin, die reichlich Spuren der Liebe im Leben ihrer Familie und ihrer Mitmenschen hinterlassen hat, weilte gerne bei Veranstaltungen des Generationencafés und des Nachmittagstreffs sowie beim Stammtisch „Laternenclub“. Puthenchira: „Sie rupfte und zog, goss und harkte, sammelte und pflückte an ihren Pflanzen und Blumen, an Gemüse und Kräutern. Wie Gott, der noch viel mehr tut, uns hegt, pflegt und trägt uns durch in schweren und harten Zeiten. Das tut der göttliche Lebensgärtner nun auch mit ihr, der unsere liebe Verstorbene in sein ewiges Leben geholt hat.“ Tenorsolist Hans Liedl sang, begleitet von Dieter Ludwig an der Orgel, unter anderem das Wunschlied von der Schwarzen Madonna.




