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Trauer um Anna Heuberger in Woppenrieth

Woppenrieth. Die Gemeinde trauert um Anna Heuberger, älteste Woppenrietherin, die am 26. Dezember 2025 im 90. Lebensjahr verstarb. Ihr Einsatz für Kirche, Familie und Hof prägte den Ort.

Woppenrieth. Die Gemeinde trauert um Anna Heuberger, älteste Woppenrietherin, die am 26. Dezember 2025 im 90. Lebensjahr verstarb. Ihr Einsatz für Kirche, Familie und Hof prägte den Ort.
Foto: Foto Kraus

Trauer um Anna Heuberger in Woppenrieth

In Woppenrieth verstarb in der Weihnachtszeit am 26. Dezember 2025 im 90. Lebensjahr die älteste Woppenrietherin Anna Heuberger. Nach dem Requiem fand die Beisetzung im Familiengrab auf dem Woppenriether Friedhof statt.

Lebensweg zwischen Waldau, Döllnitz und Woppenrieth

Am 4. September kam sie in Waldau als jüngstes Kind auf dem elterlichen Gollwitzer-Bauernhof zur Welt. Sie besuchte die Volksschule, schloss eine Hauswirtschaftsschule an und sang aktiv im Waldauer Kirchenchor.
Am 24. April 1965 heiratete sie in der Döllnitzer St.-Jakobuskirche Karl Heuberger; gemeinsam mit der Schwester ihres Mannes und deren Bräutigam feierten sie eine Doppelhochzeit. Mit der Heirat zog sie auf den Heuberger-Bauernhof nach Woppenrieth, übernahm Verantwortung für Familie, Hof und Kirche, arbeitete in der Landwirtschaft und unterstützte ihren Mann. Um ihre Schwiegermutter, die 100 Jahre alt wurde, kümmerte sie sich fürsorglich. Über Jahre diente ihr Haus der Großfamilie Heuberger als Treffpunkt, an dem sich die Geschwister ihres Mannes mit ihren Familien zum Essen und für gemeinsame Zeit trafen.

Familie und Engagement über Generationen

Im Jahr 2005 nahm sie von Karl Heuberger Abschied und begleitete ihn auf seinem letzten Weg. Zehn Jahre zuvor übernahm Johannes, der Neffe ihres Mannes, das Gehöft. Sie unterstützte diese Familie, aus der sieben Kinder hervorgingen, und half, wo sie konnte. Mit ihrer freundlichen und aufmerksamen Art stand sie den Kindern als hilfsbereite Oma zur Seite.
Bis vor einem Jahr blieb sie aktiv, doch nach einem Sturz benötigte sie Unterstützung. Sie verbrachte das letzte Jahr im Seniorenheim in Floß und schloss nach nur einem Tag Krankenhausaufenthalt die Augen für immer.

Abschied in St. Emmeram und Worte des Dankes

Die Trauergemeinde verabschiedete sich in der Filialkirche St. Emmeram, wo Pater Jo Jovilla Kurian mit Verwandten, Dorfbewohnern, Vereinsmitgliedern sowie vielen Freunden und Bekannten die Trauermesse zelebrierte. In seiner Predigt stellte der Priester unter anderem heraus, dass der Glaube für Frau Heuberger kein Randbereich, sondern die Mitte ihres Lebens war. Die Kirche war ihr ein und alles. Gott war ihr Halt, ihre Orientierung, ihre Kraftquelle. Die Kirche war für sie nicht nur ein Gebäude. Sie war Ort der Gegenwart Gottes. Und dieser Gegenwart hat sie gedient. Über viele Jahre hinweg gemeinsam mit ihrem Mann, hat sie sich um unsere Kirche hier in Woppenrieth gekümmert, hat den Mesnerdienst ausgeübt, hat vorbereitet, geordnet, geschmückt, gereinigt – damit Gottesdienst gefeiert werden konnte. „Vergelt’s Gott, liebe Frau Heuberger.“
Bei der Frauengruppe Döllnitz hielt sie 40 Jahre die Mitgliedschaft und engagierte sich, solange es ihre Gesundheit zuließ, bei den Veranstaltungen, berichtete die Vorsitzende Manuela Weißenburger. Sie dankte dem Ehrenmitglied Anna Heuberger nicht nur mit Worten, sondern stellte am Grab eine Blumenschale ab.

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