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Volkstrauertag in Gmünd: Die Lampen der Hoffnung brennen lassen

Gmünd. Pfarrer Daniel Fenk nutzt anlässlich des Volkstrauertags das Gleichnis der klugen und törichten Jungfrauen, um den Konflikten auf der Welt zu gedenken. Dritte Bürgermeisterin Anita Heßler zitiert den ehemaligen Reichstagspräsidenten Paul Löbe.

Volkstrauertag in Gmünd: Die Lampen der Hoffnung brennen lassen

Feuerwehrvorsitzender Tobias Schatz und dritte Bürgermeisterin gedachten dem Volkstrauertag am Gedenkstein in Gmünd. Foto: Stefan Neidl

Anlässlich der vielen Konflikte und Kriege auf der Welt hat der Volkstrauertag eine große Bedeutung. In Gmünd zog die Gemeinde unter der Führung der Feuerwehr vom Haus der Vereine zur Herz Mariä Kirche. Pfarrer Daniel Fenk erzählte das Gleichnis von den klugen und den törichten Jungfrauen.

Diese erwarteten in der Nacht den Bräutigam. Die fünf klugen Jungfrauen hatten aber zusätzlich zu ihren Lampen noch Öl in Krügen dabei. Als der Bräutigam sich verspätete, schliefen alle ein und die Lampen erloschen. Die Rufe über die Ankunft des Bräutigams weckten die Frauen, doch während die klugen Frauen noch Öl hatten, mussten die fünf Törichten erst welches besorgen und verpassten den Bräutigam. Vor verschlossenen Türen rief er ihnen zu: “Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder Tag noch die Stunde.” Fenk bezog sich damit auf die Notwendigkeit besonnen agierender Politiker und Akteure, die die Lampen der Hoffnung anlässlich der Krisen brennen lassen.

Löbe-Zitat: Diplomaten in die Schützengräben

Dritte Bürgermeisterin Anita Heßler zitierte den ehemaligen Reichstagspräsidenten Paul Löbe: “Es müssen Gesetze geschaffen werden, durch welche die für einen Kriegsausbruch verantwortlichen Diplomaten und die Journalisten gezwungen würden, als erste in die Schützengräben zu gehen.” Zu selten würden Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen.

Die Gemeinde marschierte vom Haus der Vereine zur Herz Mariä Kirche. Foto: Stefan Neid
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