Zweites Fahrenbergfest – Patrozinium der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung
Zweites Fahrenbergfest – Patrozinium der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung
Bereits in den frühen Morgenstunden machten sich viele Pilger auf den Weg: Die Oberviechtacher Kolping Wallfahrer brachen schon um 3 Uhr nachts auf und pilgerten zum 50. Mal singend und betend ihrem 30 Kilometer entfernten Ziel entgegen. Zum festlichen Gottesdienst brachten die Oberviechtacher den Chor „Horizont“ aus Teunz mit, der unter der Leitung von Martin Pflug die Messe musikalisch gestaltete und dabei auf 801 Meter Höhe mit gefühlvollen Liedern imponierte.
Zelebriert wurde der Festgottesdienst vom Waldthurner Pfarrer Norbert Götz gemeinsam mit Dekan Alfons Kaufmann aus Oberviechtach.
Der Weg zu Jesus Christus
In seiner Predigt zog Pfarrer Norbert Götz Parallelen zur biblischen Geschichte der Heimsuchung Mariens, die sich auf den Weg zu Elisabeth gemacht hatte, um ihr zu helfen. Große Freude erfülle den Menschen, wenn er sein Ziel erreiche – so wie Maria. Götz betonte, dass Wallfahrer keine Wandergruppe seien, sondern Menschen, die sich bewusst auf den Weg zu Gott machen. „Die Wallfahrt ist wie eine Predigt“, so der Geistliche. Der Weg zum Fahrenberg und zu Maria sei Ausdruck des Glaubens und ein Zeichen dafür, dass das eigene Leben Zeugnis für Christus sein solle. Durch Marias „Ja“ sei der Weg zu Jesus Christus geöffnet worden, sie ist die Mutter des Erlösers. Die Lesung bei der Festmesse übernahm die Waldthurner Pfarrgemeinderatssprecherin Birgit Bergmann.
Die Kolpingfahne aus Oberviechtach und die Pilgerkreuze weiterer Wallfahrergruppen aus Spielberg und Rottendorf fanden ihren Platz am Seitenaltar und zeugten von der langen Tradition der Wallfahrt.
Die Rottendorfer aus der Gemeinde Schmidgaden (Landkreis Schwandorf) hatten in zwei Tagen die rund 42 Kilometer bis zum Fahrenberg zurückgelegt. Gegen Mittag kamen dann auch noch die Fuß- und Radwallfahrer aus der Pfarrei Tirschenreuth zum Fahrenberg. Auch sie feierten ihre 50. Wallfahrtsjubiläum am Heiligen Berg der Oberpfalz, wobei die erste Fußwallfahrt am 3. Juli 1977 stattfand.


