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1,5 Millionen Euro für Komplettsanierung der Oberbibracher Forststraße

Vorbach. In der Vergabe- und Jahresabschlusssitzung des Gemeinderates

1,5 Millionen Euro für Komplettsanierung der Oberbibracher Forststraße

Die Forststraße in Oberbibrach wird im kommenden Jahr zum Baufeld. Foto: Robert Dotzauer

Zum Frühlingserwachen 2024 müssen die Anlieger der zirka 500 Meter langen Forststraße mit Baulärm und Behinderungen rechnen. Nach längerer Planung beginnt die Generalsanierung der Ortsstraße. Ein Tiefbauprojekt mit Millionenaufwand, wie sich nach der Ausschreibungseröffnung herausstellte.

In drei Lose zusammengefasst hatte das Ingenieurbüro Zwick eine Vergabesumme von knapp 1,5 Millionen Euro mit der Weidener Baufirma Scharnagl als günstigsten und wirtschaftlichsten Bieter ermittelt. Für den Bürgermeister, Alexander Goller, war dies mit Blick auf die Kostenschätzung eine Punktlandung. „Die Vergabesummen für den Straßenbau, für eine neue Kanalisation und für den Wasserleitungsbau liegen sogar leicht unter den Berechnungen des Ingenieurbüros“, freute er sich. Dies war für die Ratsversammlung kurz vor Weihnachten eine gute Nachricht. Dennoch waren nur die Vergaben für den Straßenbau und für die Erneuerung der Abwasserkanäle zu beschließen. Für die beiden Projekte wird eine Summe in Höhe von 1.054.000 Euro, die der Rat einstimmig genehmigte, angesetzt.

Dahingegen liegt die Trinkwasserversorgung im Zuständigkeitsbereich des Wasserzweckverbandes der Vorbacher Gruppe. Dieser hat für die 330.000 Euro teure Erneuerung der Versorgungsleitungen einen eigenen Beschluss zu fassen.

Im Rahmen der Fahrbahnerneuerung der Oberbibracher Forststraße seien auch leichte Aufweitungen und ein Mehrzweckstreifen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit geplant. Bereits vollzogen ist die Grundstücks-Ablöse. In diesem Zusammenhang dankte der Rathauschef dem Entgegenkommen des Grundstückseigentümers Stefan Schneider und der Gemeinderätin Marga Kreutzer für die Vermittlungsgespräche.

Das Großprojekt umfasst zwei Bauabschnitte. Fest eingeplant ist die Verlegung von Glasfaserleitungen. Diese findet im Rahmen der Breitbandinitiative der Gemeinde und in Abstimmung mit der Telekom statt. Alexander Goller rechne mit einer Breitbandförderung von 90 Prozent.

Dank für Leistungen in der Jugendarbeit

Traditionsgemäß schlüpfte der Rat in der Jahresschlusssitzung in die Rolle des Christkindl. Eine dankbare Aufgabe, galt es doch, die Vereine für ihre Leistungen in der Jugendarbeit zu beglücken. Insgesamt stand eine Verteilungsmasse von 3.098 Euro zu Verfügung. Die konkrete Summe wurde auf der Basis der Anzahl der Kinder und Jugendlichen und ergänzenden speziellen Gewichtungsfaktoren errechnet.

Zoigltermine
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Spendenempfänger

  • FC Vorbach: 1.336 Euro
  • Schützengesellschaft Sankt Sebastian Oberbibrach: 556 Euro
  • Tennisfreunde Oberbibrach: 414 Euro
  • SKV-Sportkegler: 192 Euro
  • Jugendfeuerwehren Oberbibrach und Vorbach: pauschal je 150 Euro
  • Ortsgruppen der Landjugend Oberbibrach und Vorbach: 100 Euro
  • Motorradclub Oberbibrach: 100 Euro

Spielgerätebestellung vertagt

Ohne Beschluss blieb eine Diskussion zur Ergänzung des Spielplatzes in Vorbach mit neuen Spielgeräten. Für eine Vier-Turm-Spielanlage mit Brücken und Rutschen ermittelte der Bürgermeister einen Listenpreis von zirka 25.000 Euro. Dazu gäbe es Rabatte bei Bestellung bis zum Jahresende.

Für Dominik Eckert, Christian Friedrich und Martin Kräml seien es bedenkliche Angebote. Denn Rabatte der Spielgerätehersteller gebe es stets aufs Neue. Deshalb solle vor Schnellschüssen zudem die Meinung der Elternschaft erfragt werden. Den Vorschlag akzeptierte auch das Gesamtgremium.

Schließlich hieß es zum Schluss des öffentlichen Sitzungsteiles: „Danke für das gute Miteinander“. Die zweite Bürgermeisterin, Irmi Bauer, würdigte das faire Ringen um die besten Entscheidungen zum Wohl der Gemeinde. Außerdem dankte sie dem Bürgermeister, dem Kollegium und allen ehrenamtlichen Kräften der Gemeinde für die treuen Dienste.

Der Gemeindechef ergänzte: „Mit den Entscheidungen des Gemeinderates können alle leben.“ Auch Manfred Plößner anerkannte für die Fraktion der Freien Wähler, dass die konstruktive Zusammenarbeit bemerkenswert sei. Dennoch solle sich das Gremium künftig kritischer mit dem Umgang der Gemeindefinanzen auseinandersetzen.