720.000 Euro für Weidener Thermenwelt: Bund fördert sechs Oberpfälzer Bäder

720.000 Euro für Weidener Thermenwelt: Bund fördert sechs Oberpfälzer Bäder
720.000 Euro aus Berlin fließen in die Sanierung der Weidener Thermenwelt. Damit kann ein Investitionspaket von mehr als zwei Millionen Euro umgesetzt werden. Insgesamt profitieren sechs Schwimmbäder in der Oberpfalz von der aktuellen Förderrunde des Bundes. Neben Weiden erhalten auch Schwandorf, Vilseck, Illschwang, Beratzhausen und Regensburg Zuschüsse.
Der Weidener Bundestagsabgeordnete Albert Rupprecht (CSU) hatte sich nach eigenen Angaben in Berlin für die Förderung der Thermenwelt eingesetzt. „Die Thermenwelt gehört zu Weiden und ist für viele Menschen ein wichtiger Teil ihrer Stadt“, sagt Rupprecht. Die 720.000 Euro seien „ein starkes Ergebnis für unsere Stadt und ein wichtiger Schritt, um die Thermenwelt fit für die Zukunft zu machen“.
Mehr als zwei Millionen Euro für die Thermenwelt
Das Sanierungsvorhaben in Weiden hat ein Gesamtvolumen von mehr als zwei Millionen Euro. Kernstück ist ein neues Großwärmepumpensystem mit einer thermischen Leistung von rund 700 Kilowatt. Außerdem sind umfangreiche Arbeiten an der Wärmedämmung vorgesehen. Dadurch soll die Thermenwelt künftig deutlich energieeffizienter betrieben werden.
Oberbürgermeister Benjamin Zeitler sieht in der Förderzusage das Ergebnis einer „starken Verbindung der Stadt Weiden nach Berlin“. Damit würden wichtige Infrastruktur, regionale Wertschöpfung und Lebensqualität gesichert. Stadtwerke-Vorstand Michael Kreis spricht von einem wichtigen Schritt: Die Förderung ermögliche es, „die dringend notwendigen Investitionen anzugehen und die Therme zukunftsfähig aufzustellen“.
Sechs Oberpfälzer Bäder profitieren
Neben Weiden werden fünf weitere Schwimmbäder in der Oberpfalz gefördert. Die höchste Summe geht nach Regensburg: Für die Sanierung des Hallenbades Gabelbergerstraße sind 4,5 Millionen Euro vorgesehen. Das Höhenschwimmbad in Vilseck erhält 2,635 Millionen Euro. Jeweils 720.000 Euro fließen in das Freibad Beratzhausen, das Freibad Illschwang und das Erlebnisbad Schwandorf.
Für Schwandorf hatte sich SPD-Bundestagsabgeordneter David Mandrella eingesetzt. Das mehr als 30 Jahre alte Erlebnisbad hat erheblichen Sanierungsbedarf. Unter anderem müssen Becken und Rutsche erneuert werden. Die Gesamtkosten werden mit sechs bis acht Millionen Euro angegeben. Durchschnittlich zählt das Bad rund 200.000 Gäste pro Saison.
Mehr als 3,3 Millionen Euro für Vilseck und Illschwang
Besonders umfangreich fällt die Förderung im Landkreis Amberg-Sulzbach aus. Nach Angaben Mandrellas fließen insgesamt rund 3,36 Millionen Euro nach Vilseck und Illschwang. Die Sanierung des 1967 errichteten Höhenschwimmbades in Vilseck soll insgesamt 5,856 Millionen Euro kosten. Vorgesehen sind Arbeiten an Becken, Freianlagen und Gebäuden. Baubeginn soll im September 2028 sein.
Das Freibad Illschwang erhält 720.000 Euro. Dort besteht unter anderem Sanierungsbedarf an Filteranlage, elektrischer Steuerung und Rohrleitungen sowie an Umkleiden und Sanitäranlagen. Die notwendigen Investitionen werden auf rund 3,8 Millionen Euro beziffert.
Grünen-Abgeordneter Schmidt: Bedarf deutlich größer
Der Oberpfälzer Grünen-Bundestagsabgeordnete Stefan Schmidt begrüßt die Förderung der sechs Projekte, verweist zugleich aber auf den deutlich höheren Sanierungsbedarf. Nach seinen Angaben wurden für die Schwimmbad-Förderrunde rund 960 Projektskizzen mit einem Bedarf von insgesamt etwa 3,2 Milliarden Euro eingereicht. Dem stünden 250 Millionen Euro Fördermittel gegenüber.
Das Programm sei deshalb zwar ein richtiger Ansatz, löse nach Schmidts Einschätzung aber das grundsätzliche Finanzierungsproblem der Kommunen nicht. Er fordert eine langfristige und flächendeckende Stärkung der kommunalen Sportinfrastruktur.
Wenn Du OberpfalzECHO als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Dich auf.
Füge jetzt OberpfalzECHO Deinen Quellen hinzu!




