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Apotheken in Weiden bleiben Montag wegen Protesttag in München geschlossen

Weiden. Am Montag, 23. März 2026, bleiben viele Apotheken geschlossen: Sie protestieren auf dem Münchner Odeonsplatz von zwölf bis 14 Uhr für eine überfällige Honorar-Anpassung. Die Akutversorgung übernimmt die Notdienst-Apotheke.

Weiden. Am Montag, 23. März 2026, bleiben viele Apotheken geschlossen: Sie protestieren auf dem Münchner Odeonsplatz von zwölf bis 14 Uhr für eine überfällige Honorar-Anpassung. Die Akutversorgung übernimmt die Notdienst-Apotheke.
Weidener Apotheken beteiligten sich am bundesweiten Streik-Tag. Foto: Biebl

Apotheken in Weiden bleiben Montag wegen Protesttag in München geschlossen

Die Weidener Apotheken schließen am Montag, 23. März 2026, mehrheitlich ihre Türen und beteiligen sich am bayernweiten Protesttag auf dem Odeonsplatz in München. Notdienst-Apotheken sichern die Akutversorgung in der Stadt. Als Sprecher der Weidener Apotheken weist Andreas Biebl darauf hin, dass die Betriebe ihren Protest in der Landeshauptstadt zeigen.

Protesttag mit Kundgebung in München

Bayerns Apothekerinnen und Apotheker rufen für Montag zu einer Kundgebung in München auf. Die Aktion findet von 12 bis 14 Uhr auf dem Odeonsplatz statt und gehört zu einem bundesweiten Protesttag mit weiteren Kundgebungen in Berlin, Düsseldorf und Hannover.

Der Vorsitzende des Bayerischen Apothekerverbandes, Dr. Hans-Peter Hubmann, kritisiert die wirtschaftliche Lage der Betriebe deutlich. Er sagt: „Wir wehren uns dagegen, dass die Apotheken kaputtgespart werden. Unsere Kosten sind in den vergangenen 13 Jahren um 65 Prozent gestiegen – die Vergütung stagniert“. Zudem betont er: „Seit 2013 haben fast 20 Prozent der Apotheken aufgeben müssen. Allein in Bayern ist in diesem Zeitraum die Zahl von 3.304 auf 2.616 gesunken. Und ein Ende dieser brandgefährlichen Schließungswelle ist nicht absehbar.“

Forderungen an die Politik und Kritik am ApoVWG

Das staatlich festgelegte Honorar für verschreibungspflichtige Arzneimittel liegt derzeit bei 8,35 Euro pro Packung. Im Koalitionsvertrag ist eine Erhöhung auf 9,50 Euro vorgesehen. Hubmann fordert mit Blick auf die Folgen für die Versorgung: „Die Politik muss jetzt zu ihrer Zusage stehen. Ohne Wenn und Aber. Sonst wird die Versorgungslage für viele Menschen kritisch.“

Die Apothekerschaft wendet sich auch gegen Pläne im Entwurf des Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetzes (ApoVWG), die vorsehen, Apotheken zeitweise ohne ständig anwesende Apothekerin oder Apotheker zu betreiben. Hubmann warnt: „Apotheken ohne Apothekerinnen und Apotheker sind ein gefährlicher Irrweg. Verlierer wären Patientinnen und Patienten – und die Arzneimitteltherapiesicherheit.“

Hintergrund und mögliche Auswirkungen in der Region

Seit 2013 schließt in Deutschland nahezu jede fünfte Apotheke. In Bayern sank die Zahl der Betriebe von 3.304 auf 2.616. In Weiden sollten Patientinnen und Patienten deshalb ihre notwendigen Besorgungen rechtzeitig vor dem Protesttag planen, während der Notdienst weiterhin dringende Fälle abdeckt. Als begleitende Maßnahme läuft die bundesweite Kampagne „Uns gibt es nicht zum Nulltarif!“, zudem unterstützt eine Online-Petition die Forderungen nach Stärkung und Erhalt der Apotheken.

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